“Der Green Deal darf nicht über Ängste transportiert werden.”

The Call mit Judy Dempsey

Revolutionen sind unglaublich disruptiv. Unglaublich gefährlich und disruptiv. Und wenn sie gelingen sollen, muss man immer auch an den Tag danach denken.“

„Das Problem beim Green Deal ist die fehlende Kommunikation und die Sprache. Das ist die Sprache der EU-Blase. Die ist nicht zugänglich. Das ist eine Sprache für Eingeweihte, für Leute, die sich mit Grünen Themen auskennen. Und das Interessante an den jungen Menschen ist, dass sie diese Sprache nicht wollen. Sie wollen die direkte Sprache von Greta Thunberg, die genau sagt, was auf dem Spiel steht. Und Von der Leyens Green Deal ist toll, gut und revolutionär, aber er wird nur dann Wirkung zeigen, wenn sie die Sprache vereinfachen und uns klipp und klar sagen, welche Auswirkungen er auf unser Leben haben wird. Tatsache ist, wir müssen unseren Lebensstil ändern. Die Möbel, das Licht, die Autos, die Fahrräder, das Essen … Vergessen wir nicht die Landwirtschaft. Die Landwirtschaft wird sich völlig neu orientieren müssen. Aber dieser Lebensstil und der Green Deal müssen in der einfachsten, rationalsten und auch emotionalsten Sprache kommuniziert werden. Da geht’s um die Zukunft unseres Planeten, aber das kann man nicht vermitteln, wenn nicht jeden Tag erklärt wird, dass auch unser Leben davon betroffen ist. Der Green Deal darf nicht die Angst schüren, dass er unseren Lebensstil verändern wird. Die Menschen steigen darauf nicht ein.“

Boris Marte sprach im The Call mit der rennomierten Journalistin und Autorin Judy Dempsey über Solidarität, Politik der Angst, die neue technologische Revolution, Defizite des Green Deal und die Jugend als treibende Kraft für der Gestaltung unserer Zukunft.

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Dieser Text und dieses Video ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht: CC BY-NC-ND 3.0. Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden. Autor: Jovana Trifunović und Igor Bararon / tippingpoint.net. Titelbild: Filmstill aus dem Video: “Wir dürfen den Green Deal nicht über die Angst verkaufen.”– The Call mit Judy Dempsey. Illustration: © Renato Foder


The Call

Die COVID-19-Pandemie hat Leben zerstört, Gesellschaftsverträge und internationale Beziehungen auf die Probe gestellt und die Wirtschaft erschüttert. Regierungssysteme, ob gut oder schlecht, sind in Not. Die Bessergestellten sind im Home-Office und kämpfen mit Existenzängsten. Die weniger Glücklichen sind dem zunehmenden digitalen Autoritarismus oder der bloßen Gewalt ausgesetzt. Die allgegenwärtigen Medien scheinen selbst in den ältesten Demokratien der Welt ihre Überwachungsfunktion nicht zu erfüllen. Die bereits global erodierten demokratischen Standards werden die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.

Die Videoreihe The Call ist ein Versuch, die politischen, kulturellen und sozialen Auswirkungen der Pandemie mithilfe von Denkern und Machern der ERSTE Stiftung Community besser zu verstehen.

“Demokratie ist harte Arbeit.”

“Lobbying kann ein mächtiges Instrument für den sozialen Wandel sein.”

“Vom Leben im Krieg für den Frieden lernen.”

“Proletarier aller Länder, wer wäscht eure Socken?”

“Demokratie ist harte Arbeit.”

“Lobbying kann ein mächtiges Instrument für den sozialen Wandel sein.”

“Vom Leben im Krieg für den Frieden lernen.”

“Zeit, Wachstum neu zu denken”

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