{"id":6337,"date":"2021-04-28T00:00:00","date_gmt":"2021-04-28T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/fakebooks-in-ungarn-und-polen\/"},"modified":"2022-01-05T07:52:39","modified_gmt":"2022-01-05T07:52:39","slug":"fakebooks-in-ungarn-und-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/fakebooks-in-ungarn-und-polen\/","title":{"rendered":"Fakebooks in Ungarn und Polen"},"content":{"rendered":"\n\n\t\n\t\t\t
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\n\tIn Polen und Ungarn wurden lokale Versionen von Facebook gestartet \u2013 obwohl Technologieprojekte, die aus politischen und nationalistischen Interessen entstehen, erfahrungsgem\u00e4\u00df selten von Erfolg gekr\u00f6nt sind.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAngesichts zunehmender Kritik an den US-amerikanischen Social-Media-Riesen, denen Zensur und die Unterdr\u00fcckung konservativer Meinungen vorgeworfen wird, wurden in Polen und Ungarn vor Kurzem lokal entwickelte Versionen von Facebook gestartet.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tWas die Entwickler von Hundub<\/a> in Ungarn und Albicla<\/a> in Polen dazu bewogen hat, ist die Vormachtstellung der US-Social-Media-Unternehmen und die Sorge \u00fcber deren Einfluss auf die Meinungsfreiheit \u2013 ein Thema, das an Bedeutung gewonnen hat, seit Facebook, Twitter und Instagram Donald Trump wegen seiner Rolle bei der Anstiftung zur St\u00fcrmung des Kapitols in Washington D.C. gesperrt haben. Auffallend ist, dass beide Plattformen aus L\u00e4ndern mit nationalistisch-populistischen Regierungen stammen, deren Anh\u00e4nger immer wieder gegen die Macht der gro\u00dfen Social-Media-Netzwerke und die angebliche anti-konservative Haltung ihrer Manager wettern.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAlbiclas Verbindung zur Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) ist offenkundig. Der PiS-freundlichen Wochenzeitung Gazeta Polska nahestehende rechte Aktivisten stecken hinter der Plattform, deren Name in Polen ebenso unverst\u00e4ndlich ist wie f\u00fcr das internationale Publikum, auch wenn Ryszard Kapuscinski von der Gazeta Polska behauptet<\/a>, es handle sich um eine Verschmelzung der lateinischen Worte albus aquila, was \u201ewei\u00dfer Adler\u201c bedeutet, der wiederum ein polnisches Nationalsymbol ist.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tF\u00fcr die Aktivisten ist Albicla eine Antwort auf die \u201eZensur\u201c konservativer Meinungen durch die globalen Internetriesen. \u201eWir haben die Interessen der M\u00e4chtigen durchkreuzt und die Mauern der ideologischen Front durchbrochen, die die konservative Geisteshaltung an den Rand dr\u00e4ngt\u201c, schrieb<\/a> Tomasz Sakiewicz, Chefredakteur der Gazeta Polska, am Donnerstag, einen Tag nach dem Start des neuen Portals.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eEs stehen noch nicht alle Funktionen zur Verf\u00fcgung, weil wir das Portal noch in den letzten Stunden der Amtszeit des Anf\u00fchrers der freien Welt starten wollten\u201c, so Sakiewicz weiter und bezog sich damit auf Trumps letzten Tag im Amt am 20. Januar. \u201eEs liegt nun an uns, daf\u00fcr zu sorgen, dass diese Welt weiterhin frei bleibt, insbesondere im Internet.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tFlei\u00dfige Bienen<\/strong>

Die Urspr\u00fcnge von Hundub \u2013 zusammengesetzt aus den Worten \u201eHungarian (Ungarisch)\u201c und \u201edub\u201c, was im Altungarischen auch \u201eBienenstock\u201c bedeuten kann \u2013 sind weniger klar. Bis vor Kurzem war Hundub im Besitz von Murmurati Ltd, einer in Belize registrierten Offshore-Firma, die sich jedoch letzte Woche zur\u00fcckzog. Hundub-Gr\u00fcnder Csaba Pal k\u00fcndigte an, dass man sich nun per Crowdfunding finanzieren w\u00fcrde.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDer Start von Hundub am 6. Dezember fand zun\u00e4chst wenig Beachtung, bis die regierungstreue Tageszeitung Magyar Nemzet begann, die Plattform als rein ungarische und zensurfreie Alternative zu Facebook zu bejubeln, da Facebook ungarische Regierungspolitikerinnen und -politiker unfair behandeln w\u00fcrde, so die Zeitung. Ministerpr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n war einer der ersten Politiker, der sich bei Hundub anmeldete, aber auch alle anderen politischen Parteien sprangen sofort auf den Zug auf, angefangen von der liberal-zentristischen Partei Momentum, die in erster Linie von jungen Menschen favorisiert wird.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tSein Ziel sei es, eine Social-Media-Plattform zu gr\u00fcnden, die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung unterst\u00fctzt, egal ob von links oder rechts, und die frei von politischer Zensur ist, erkl\u00e4rte Pal \u2013 ein bislang unbekannter Unternehmer aus der ostungarischen Stadt Debrezin. \u201eDie Social-Media-Riesen sind zu gro\u00df geworden und es muss eine Alternative zu ihnen geben\u201c, meinte Pal gegen\u00fcber Magyar Nemzet und beschuldigte das US-Tech-Unternehmen, die Konten Tausender Ungarinnen und Ungarn grundlos zu l\u00f6schen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDie Startseite der neuen ungarischen Social-Media-Site “Hundub” auf einem Laptop-Bildschirm im Januar 2020, kurz nach dem Launch der Plattform. Foto: \u00a9 Attila Kisbenedek \/ AFP \/ picturedesk.com<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAuch wenn eine allf\u00e4llige Beteiligung der Regierung an Hundub fraglich ist, erweist sich die neue Plattform f\u00fcr die regierende Fidesz-Partei des Premiers in ihrem Kampf gegen die US-Tech-Giganten als durchaus n\u00fctzlich. Judit Varga, die streitbare Justizministerin, wettert regelm\u00e4\u00dfig gegen Facebook und Twitter und wirft ihnen vor, rechte, konservative und christliche Anschauungen zu unterbinden. Erst letzte Woche beriet sie sich mit dem Vorsitzenden der Wettbewerbsbeh\u00f6rde und berief eine au\u00dferordentliche Sitzung des Ausschusses f\u00fcr digitale Freiheit ein, um m\u00f6gliche Reaktionen auf die \u201ej\u00fcngsten Missst\u00e4nde bei den Tech-Riesen\u201c zu diskutieren.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDie Zukunft der Farcebooks<\/strong>

Zum Leidwesen der polnischen und ungarischen Regierung und ihrer Unterst\u00fctzer haben solche Technologieprojekte selten Erfolg. Eline Chivot, ehemals Senior Policy Analyst am Center for Data Innovation, meinte, dass von der Regierung unterst\u00fctzte Ideen wie das vor Kurzem gestartete \u201efranz\u00f6sische Airbnb\u201c aufgrund mangelnder Glaubw\u00fcrdigkeit zum Scheitern verurteilt seien, weil sie auf \u201epolitischen Motiven und einer fehlgeleiteten Umsetzung der Wirtschaftspolitik basieren [und] versuchen, einen Markt zu beherrschen, der nicht mehr zu haben ist.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tTats\u00e4chlich wurde Albicla gleich zu Beginn zur Zielscheibe des Gesp\u00f6tts, als Nutzer auf die zahlreichen Sicherheits- und Funktionsm\u00e4ngel hinwiesen. So hatte man einige der Richtlinien der neuen Webseite augenscheinlich von Facebook kopiert, da sie Hyperlinks auf Mark Zuckerbergs Seite enthielten; noch bedenklicher war, dass die gesamte Nutzerdatenbank am Tag nach dem Start heruntergeladen werden konnte.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tTrolle nutzten die Schwachpunkte der Seite sofort aus, um sie ins L\u00e4cherliche zu ziehen. Es wurden unz\u00e4hlige falsche Konten f\u00fcr Papst Johannes Paul II, Trump und PiS-Politiker eingerichtet. Obwohl die Seite als \u201ezensurfreier\u201c Raum gedacht war, h\u00e4uften sich Beschwerden von Nutzerinnen und Nutzern, die angaben, in den wenigen Tagen seit dem Start aus zweifelhaften Gr\u00fcnden gesperrt worden<\/a> zu sein.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eAlbicla ist eine Ad-hoc-Initiative polnischer Anh\u00e4nger Trumpscher Politik als direkte Reaktion auf den Rauswurf Trumps aus vielen sozialen Medien: In den USA gab es \u00e4hnliche Reaktionen Rechtsradikaler, die zu Parler und anderen derartigen Plattformen wechselten\u201c, meinte Rafal Pankowski, Leiter der antifaschistischen Organisation Nigdy Wiecej (\u201eNie Wieder\u201c) aus Warschau, gegen\u00fcber BIRN.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tPankowski weist darauf hin, dass es schon fr\u00fcher \u00e4hnliche, wenn auch erfolglose Initiativen gegeben hat, wie etwa den Versuch, ein \u201epolnisches Facebook\u201c zu entwickeln. Mit wRealu24 gebe es allerdings eine lokale Alternative zu YouTube, die der Experte als \u201evirulent antisemitisch und homophob\u201c beschreibt und deren Popularit\u00e4t nicht zu ignorieren sei.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAuch Hundub hat allseits Spott und H\u00e4me geerntet. Man wirft der Plattform vor, nur ein m\u00fcder Abklatsch von Facebook zu sein, deren technische Aufmachung und visuelle Gestaltung eher blamabel seien. Die Funktionen entsprechen jenen von Facebook \u2013 man kann Freunde kontaktieren, Inhalte teilen, Fotos und Videos hochladen, und als Draufgabe gibt es ein Blog-Format, mit dem man eigene Geschichten unzensiert ver\u00f6ffentlichen kann. Sogar die Schaltfl\u00e4chen sind jenen von Facebook \u00e4hnlich.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tHvg.hu erinnert daran, dass Ungarn tats\u00e4chlich seine eigene, \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Social-Media-Plattform namens iWiW (eine Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eInternational Who Is Who\u201c) hatte, noch bevor es Facebook gab. Sie wurde 2002 gestartet und war zwischen 2005 und 2010 mit \u00fcber 4,5 Millionen registrierten Nutzerinnen und Nutzern die beliebteste Webseite Ungarns. Leider zwang die Konkurrenz durch Facebook sie 2014 zur Schlie\u00dfung.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tHundub wird wohl kaum in der Lage sein, Facebook den Rang abzulaufen. Die Medienexpertin Agnes Urban von M\u00e9rt\u00e9k Research meinte<\/a> jedoch in einem Interview, dass Orb\u00e1ns Fidesz-Partei Hundub dazu nutzen k\u00f6nnte, um vor der Wahl 2022 um Unterst\u00fctzung zu werben und eine begeisterte W\u00e4hlerschaft um sich zu scharen. Hundub-Gr\u00fcnder Csaba Pal erkl\u00e4rte<\/a> auch, dass es sein Ziel sei, eine Social-Media-Plattform f\u00fcr alle Ungarinnen und Ungarn zu schaffen und bezog sich dabei auf \u201eGro\u00dfungarn<\/a>\u201c mit den in Teilen Serbiens, Rum\u00e4niens, der Ukraine und der Slowakei lebenden ethnischen Ungarinnen und Ungarn.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tUngarische Politikerinnen und Politiker von links und rechts sind auf Facebook sehr aktiv und nutzen in geringerem Ma\u00dfe auch Twitter. Premierminister Orb\u00e1n, der anfangs digitalen Technologien gegen\u00fcber eher skeptisch war, f\u00fchrt mittlerweile das Ranking auf Facebook mit 1,1 Millionen Followern an und hat seine Seite w\u00e4hrend der Pandemie sogar dazu benutzt, um eine Reihe von politischen Ma\u00dfnahmen anzuk\u00fcndigen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tJustizministerin Varga und Au\u00dfenminister Peter Szijjarto sind ungeachtet ihrer h\u00e4ufigen verbalen Ausbr\u00fcche beide eifrige Nutzer von Facebook. Es ist nicht bekannt, ob irgendeine ihrer Facebook-Aktivit\u00e4ten zensiert oder gesperrt wurde; die Wirtschaftsnachrichtenseite Portfolio weist darauf hin<\/a>, dass die rechtsextreme Mi-Haz\u00e1nk-Partei die einzige politische Partei sei, die gesperrt ist. Das Konto ihres Vorsitzenden Laszlo Torockai ist ebenfalls gel\u00f6scht worden. Zweifellos werden sie auf Hundub erneut loslegen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tIm Gegensatz dazu haben regierungskritische Medien wie die Gazeta Wyborcza seit der Macht\u00fcbernahme durch die PiS starke Einbu\u00dfen bei staatlich finanzierter Werbung hinnehmen m\u00fcssen. Im Jahr 2019 sorgte die Gazeta Polska f\u00fcr internationale Schlagzeilen, als sie dem Blatt \u201eLGBT-freie Zone\u201c-Aufkleber beilegte. Damals kam seitens der PiS-Berater in ganz Polen der Vorsto\u00df f\u00fcr die Verabschiedung von Resolutionen, um St\u00e4dte zu \u201eLGBT-ideologiefreien Zonen\u201c<\/a> zu erkl\u00e4ren. Trotz der anf\u00e4nglichen Schwierigkeiten erhielt Albicla sofort Unterst\u00fctzung von hochrangigen Regierungsmitgliedern, darunter Piotr Glinski, Minister f\u00fcr Kultur und Nationales Kulturerbe, und Sebastian Kaleta, Staatssekret\u00e4r im Justizministerium.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tKaleta zeichnet auch f\u00fcr einen neuen Gesetzesentwurf zum Schutz der Meinungsfreiheit im Internet verantwortlich, der im Dezember vom Justizministerium verlautbart wurde und verhindern soll, dass Social-Media-Unternehmen Posts entfernen oder Konten sperren k\u00f6nnen, es sei denn, der Inhalt verst\u00f6\u00dft gegen polnisches Recht.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tVonseiten des International Network Against Cyber Hate (INACH), einer in Amsterdam ans\u00e4ssigen Stiftung zur Bek\u00e4mpfung von Diskriminierung im Internet, hei\u00dft es<\/a>, dass eine \u201e\u00fcberambitionierte\u201c Kontrolle verletzender Ver\u00f6ffentlichungen in Polen kein Thema sei und dass das neue polnische Gesetz beispielsweise bedeuten k\u00f6nnte, dass Online-Angriffe auf die LGBT-Gemeinschaft \u2013 die nicht von der nationalen Gesetzgebung gegen Hassreden abgedeckt sind \u2013 straffrei bleiben k\u00f6nnten. Und wo k\u00f6nnten diese Online-Angriffe auf die LGBT-Gemeinschaft verbreitet werden? Albicla w\u00e4re daf\u00fcr wohl ein Forum.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tOriginal auf Englisch.
    Erstmals publiziert am 25. Januar 2021 auf\u00a0
    Reportingdemocracy.org<\/a>, einer journalistischen Plattform des Balkan Investigative Reporting Network.
    Aus dem Englischen von\u00a0
    Barbara Maya<\/a>.<\/em>

    Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 Edit Inotai und Claudia Ciobanu \/ Reporting Democracy. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der\u00a0
    Redaktion<\/a>.
    Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Die Apps Instagram, Facebook und Twitter auf einem Smartphone. Foto: \u00a9 dole777 \/ Unsplash<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

    Lokale Versionen von Facebook als ein blo\u00dfer Akt der Kritik?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6251,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[299],"tags":[318,387,266,358,488,312],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6337"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6337"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6337\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6443,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6337\/revisions\/6443"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6251"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6337"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=6337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}