{"id":3743,"date":"2020-12-29T00:00:00","date_gmt":"2020-12-29T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/mit-kunst-kaempfen\/"},"modified":"2021-09-09T14:29:41","modified_gmt":"2021-09-09T14:29:41","slug":"mit-kunst-kaempfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/mit-kunst-kaempfen\/","title":{"rendered":"Mit Kunst k\u00e4mpfen"},"content":{"rendered":"
\n\tMit seiner Arbeit bezieht Daniel Rycharski Stellung gegen Homophobie und die Macht der katholischen Kirche in Polen. <\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tDaniel Rycharski macht es sich nicht leicht. Er und sein Werk biedern sich nicht an; er ist keiner, der im Rampenlicht gef\u00e4llig l\u00e4chelt. Der Pole, 34 Jahre alt, intensive dunkle Augen und abgespanntes Gesicht, steckt all seine Energie in sein Aufbegehren gegen die Homophobie, gegen die katholische Kirche und gegen die Aush\u00f6hlung der Demokratie in seinem Land. Seine Kunst ist nicht dazu da, die Wand eines Appartements zu schm\u00fccken. Ganz im Sinne Picassos ist seine Kunst Kampf, Waffe zu Angriff und Verteidigung. Rycharski sagt entschieden: “Polen steckt in einer tiefen Krise. Wir m\u00fcssen einen Wandel ansto\u00dfen.”<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tDamit spricht er ein politisches Sendungsbewusstsein von Kunst an, das es in \u00d6sterreich in dieser Art nicht gibt. Kuratorin Katarzyna Uszynska-Matt, k\u00fcnstlerische Leiterin des Kah\u00e1n Art Space Wien: “Wir wollten hier aussagekr\u00e4ftige politische Kunst ausstellen, und daf\u00fcr ist es n\u00f6tig, \u00fcber die Grenzen zu schauen.” Sie wurde in Polen f\u00fcndig, wo eine restriktive politische Situation zu mehr Aktionismus und vielleicht auch Originalit\u00e4t anregt. “Wie Daniel Rycharski politischen und friedlichen Aktionismus mit seiner pers\u00f6nlichen k\u00fcnstlerischen Haltung verbindet, ist f\u00fcr mich einzigartig.”<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tUnter denkbar schwierigen Bedingungen, m\u00f6chte man hinzuf\u00fcgen. Denn seit die PiS \u2013 die “Partei f\u00fcr Recht und Gerechtigkeit” \u2013 an der Macht ist, scheinen gerade diese Normen f\u00fcr Rycharski ausgesetzt. Er erh\u00e4lt Morddrohungen, in den Sozialen Medien wird gegen ihn gehetzt, Ausstellungen werden abgesagt, auch seine Professur an der P\u00e4dagogischen Universit\u00e4t Krakau ist in Gefahr. “Meine Kunst entsteht nun einmal an der Schnittstelle der drei Hauptthemen meiner Identit\u00e4t. Das sind die LGBT-Thematik, mein Glaube und meine b\u00e4uerliche Herkunft.” Und damit trifft er die Polen genau ins Herz.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tRycharski ist daher in seiner Heimat sehr bekannt. “Seine Ausstellung letztes Jahr im Museum f\u00fcr moderne Kunst in Warschau \u2013 dem wichtigsten zeitgen\u00f6ssischen Museum in Polen \u2013 war trotz politischer Anfeindungen ein gro\u00dfer Erfolg”, bekr\u00e4ftigt Uszynska-Matt. Der K\u00fcnstler steht damit beispielhaft f\u00fcr die ideologische Teilung Polens; an Menschen wie ihm l\u00e4sst sich der allm\u00e4hliche politische Umbau des Landes und die Aush\u00f6hlung der Demokratie am besten beschreiben.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tDaniel Rycharski ist auf dem Land aufgewachsen, in Kur\u00f3wko, einem Dorf in Zentralpolen. Er studierte in Krakau Kunst, kehrte danach aber in seine Gemeinde zur\u00fcck. “Ich hatte das Gef\u00fchl, wenn ich in der Gro\u00dfstadt bleibe, ist es ein bisschen so, als w\u00fcrde ich mit einem Baum in den Wald gehen. Es gibt dort so viele K\u00fcnstler, und im Grunde ist schon alles gesagt worden.” Und noch etwas st\u00f6rte ihn: “Polnische Kunstinstitutionen besch\u00e4ftigen sich nicht mehr mit dem Dorf. Sie sind alle in den gro\u00dfen St\u00e4dten, sie machen Ausstellungen f\u00fcr die Elite.”<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tSein Konzept war ein revolution\u00e4reres: Als homosexueller K\u00fcnstler zur\u00fcck auf das Land zu gehen und seine Arbeit von den “Problemen, \u00c4ngsten, Tr\u00e4umen” der dortigen Bev\u00f6lkerung inspirieren zu lassen. Seine offene Unterst\u00fctzung der LGBT-Kultur ist dort nicht nur eine k\u00fcnstlerische Position, sondern auch eine stark politische.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\t\u00dcber den vergangenen Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf sagt Rycharski: “Wer homophob ist und gegen die Rechte der LGBT, der w\u00e4hlte Duda. Wer liberal ist, Trzaskowski.” Der Warschauer B\u00fcrgermeister und Herausforderer Rafa\u0142 Trzaskowski hatte im Februar 2019 die sogenannte “LGBT-Charta” unterschrieben, in der er den betroffenen Menschen mehr Rechte zugestand. Im Gegenzug entwarf Pr\u00e4sident Andrzej Duda 2020 die “Familien-Charta”, die die Rechte von LGBT-Personen, die M\u00f6glichkeit von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen und die sexuelle Erziehung von Kindern einschr\u00e4nken will. Er meint: “Man versucht euch einzureden, dass das Menschen sind. Das ist aber eine Ideologie.”<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tSo gewinnt man in Polen Stimmen. Denn bereits als Reaktion auf die “LGBT-Charta” entstanden in f\u00fcnf von insgesamt 16 Woiwodschaften (Regierungsbezirken) sogenannte “LGBT-freie Zonen”. Diese besitzen zwar keinerlei normative Wirkung, aber einen desto h\u00f6heren symbolischen Gehalt: Sie kennzeichnen den Riss, der durch das Land geht. Geografisch hat ihn der Aktivist Jakub Gawron in seinem “Atlas des Hasses” sichtbar gemacht. Dieser ist eine Blaupause f\u00fcr die j\u00fcngsten Resultate der Pr\u00e4sidentschaftswahl: Denn in all diesen Zonen hat Duda gewonnen, insgesamt erhielt er 51,03 Prozent der Stimmen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tRycharski wundert sich: “Obwohl f\u00fcr Duda der gesamte Staatsapparat, das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen, die polnische Post, die Regierung durch das Land ritt, ist sein Vorsprung immer noch minimal.” Er selbst unterst\u00fctzte Trzaskowski. Dessen Partei brachte wegen Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten bei der Abstimmung und voreingenommener Berichterstattung Beschwerde gegen das Wahlergebnis beim obersten Gerichtshof ein. Am 3. August best\u00e4tigte dieser allerdings die G\u00fcltigkeit der Pr\u00e4sidentenwahl.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tPolen erh\u00e4lt seit der Macht\u00fcbernahme der PiS immer wieder Verwarnungen von der Europ\u00e4ischen Kommission. Erst Ende Juli gab diese bekannt, dass sechs polnische St\u00e4dte, die sich als “LGBT-freie Zonen” deklariert hatten, nicht am EU-weiten, mit finanzieller Unterst\u00fctzung gekoppelten Twinning-Programm zur St\u00e4rkung von Institutionen und Verwaltung teilnehmen d\u00fcrften. Der Europarat kritisierte wiederum das Vorhaben der PiS, sich aus dem Istanbul-Abkommen zur\u00fcckzuziehen, das jegliche Gewalt gegen Frauen als Verbrechen einstuft. Der polnische Justizminister bezeichnete das Abkommen bereits als “feministische Sch\u00f6pfung zur Rechtfertigung der homosexuellen Ideologie”. Au\u00dferdem leitete die Kommission im April das vierte Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen ein, da ein neues Gesetz die richterliche Unabh\u00e4ngigkeit der polnischen Richter gef\u00e4hrde.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tBei all ihren Reformen z\u00e4hlt die PiS nat\u00fcrlich auf Dudas Unterst\u00fctzung. Der neue, alte Pr\u00e4sident wird in Polen auch als “d\u0142ugopis” bezeichnet; ein Wort, das nicht nur die Buchstaben PiS beinhaltet, sondern \u00fcbersetzt Kugelschreiber bedeutet. Duda gilt als der, der verl\u00e4sslich alles unterschreibt, was ihm das von der PiS beherrschte Parlament vorlegt.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\t\u00dcber die gespaltene polnische Gesellschaft denkt Rycharski viel nach: “Viele Menschen, die in den St\u00e4dten leben, aber auch die Elite, versuchen, sich von der Provinz abzuschneiden. Nach dem politischen Umbau sind die Unterschiede sehr gro\u00df geworden.” Man br\u00e4uchte Initiativen, die die Menschen wieder verbinden.Der K\u00fcnstler ging dabei selbst mit gutem Beispiel voran. Er gr\u00fcndete ein Heils- und Hilfsprojekt, in dessen Rahmen er Landwirte daf\u00fcr bezahlt, sich um LGBT-Personen zu k\u00fcmmern. “Es ist wie ein sozialer Dienst. Die gemeinsame Arbeit und der Aufenthalt auf dem Bauernhof werden zu einer Art gegenseitiger Therapie, in der die Bauern unser Land von Homophobie und Hass heilen.” Deutlich ist da die Liebe Rycharskis zum Land zu sp\u00fcren und sein tiefer Glaube daran, dass die Landbev\u00f6lkerung einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Entwicklung Polens leisten kann.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tDabei seien die Bauern ja eigentlich PiS-W\u00e4hler. “Aber sie sehen das gro\u00dfe Ganze. Wenn ich Landwirte frage, ob sie sich um eine LGBT-Person k\u00fcmmern werden, ist Neugierde st\u00e4rker als Angst oder Abneigung.” Der K\u00fcnstler denkt messianisch: “Ich suche einen Weg, wie Menschen einander akzeptieren k\u00f6nnen. Ich baue eine Br\u00fccke zwischen den LGBT-Leuten, den Bauern und den Konservativen. Das ist meine ganz pers\u00f6nliche Antwort auf den Pr\u00e4sidenten und seine sogenannte LGBT-Ideologie” \u2013 Rycharskis Augen funkeln.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tDas Missionarische liegt den Polen im Blut. In einem Land, in dem 86 Prozent der Bev\u00f6lkerung r\u00f6misch-katholisch getauft sind (laut einer 2019 durchgef\u00fchrten Umfrage von Eurobarometer), spielt die Religion eine enorme Rolle.”\u200aDie Kirche ist wichtig. Im Kommunismus waren sie die “guten Menschen”, die f\u00fcr die Sicherheit der Verfolgten sorgten und die Demokratie verteidigten”, erkl\u00e4rt Rycharski.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tDoch die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. So lobte der Krakauer Erzbischof Marek J\u0119draszewski in einer Predigt, dass die Kirche die “rote Seuche” bek\u00e4mpft habe. Um sogleich fortzufahren: “Das hei\u00dft keineswegs, dass es nicht eine neue g\u00e4be \u2026 nicht in Rot, sondern in den Farben des Regenbogens.” In einem Hirtenbrief 2019 nannte er die Dinge schlie\u00dflich beim Namen; die sogenannte “LGBT-Ideologie” stelle eine Bedrohung f\u00fcr die Freiheit aller Christen dar, ihr Ursprung sei die radikale Ablehnung Gottes.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\t“Das gr\u00f6\u00dfte Problem in Polen ist die katholische Kirche \u2013 die konservative katholische Kirche, um genau zu sein”, ist Rycharski \u00fcberzeugt. Der K\u00fcnstler greift sie bewusst an; etwa mit einer starken Arbeit, bei der \u00fcber einem liturgischen Gewand statt der Mitra eine Ku-Klux-Klan-Kopfbedeckung schwebt. “F\u00fcr mich ist die katholische konservative Kirche wie der Ku-Klux-Klan in den USA.” Die Kirche hat im Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf Duda unterst\u00fctzt; im Austausch daf\u00fcr winken nicht nur Geldspenden, sondern auch Gesetze, die religi\u00f6sen Werten verpflichtet sind. So liegt derzeit ein Gesetzesentwurf vor, der die Adoption durch Homosexuelle verfassungsm\u00e4\u00dfig verbieten soll, sowie eine strenge Neuregelung der Erlaubnis von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tZu seinem Werk “Ku-Klux-Klan” sagt Rycharski: “Religion ist wie ein Kost\u00fcm. Manchmal ein sch\u00f6nes Kost\u00fcm, aber was darunter ist, ist wichtig.” In diesem Fall verh\u00fclle der Mantel den Hass der katholischen Kirche auf Andersartige, sorgsam eingebettet in deren traditionelle Werte. \n\tUnd doch: “Ich bin Pole, ich kann die Wurzeln der katholischen Kirche nicht ablehnen”, betont Rycharski. Er habe daher zuerst Antworten in der Kirche selbst gesucht und einen Wandel von innen heraus versucht. “Ich dachte, ich k\u00f6nnte die katholische Kirche ver\u00e4ndern. Lange Zeit, vier oder f\u00fcnf Jahre, habe ich mit einer katholischen Gruppe gearbeitet, wir nannten uns die Regenbogen-Katholiken.” Doch Ver\u00e4nderung sei unm\u00f6glich, und jetzt wolle er kein religi\u00f6ses Christentum mehr.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tEin weiterer Aspekt von Rycharskis Kirchen- und Gesellschaftskritik ist der Umgang mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die neue nationalistische Rhetorik der PiS lehnt jede Aufarbeitung ab. Daf\u00fcr wurde eigens ein “Zensurgesetz” geschaffen, das jede Andeutung einer Mitverantwortung der Polen f\u00fcr Verbrechen im Dritten Reich verbietet. Mit dem Hintergrund, der eventuellen “Erpressung” von Entsch\u00e4digungszahlungen vorzubeugen, die als Teil einer internationalen Verschw\u00f6rung angeblich geplant sei.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tAls Reaktion schuf Rycharski das Projekt “Insel”. Daf\u00fcr stellte er auf einer kleinen Insel nahe seines Dorfes j\u00fcdische Grabsteine auf: Es waren Requisiten aus dem Film “Pok\u0142osie”, der sich mit der polnischen Schuld im Zweiten Weltkrieg besch\u00e4ftigt. Davor setzte er Blumen in den Farben des Regenbogens, wobei die Anzahl der Blumen jener der j\u00fcdischen Einwohner der Stadt im Jahr 1939 entsprach: “Mit dieser Arbeit verglich ich den Antisemitismus mit der Homophobie.” Es sind Blumen f\u00fcr die Erinnerung und gegen den Hass: “Ich glaube an die Politik der kleinen Schritte, daran, dass wir einen langsamen Wandel starten m\u00fcssen. Ich will keine Gewalt.”<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tDies unterscheide die K\u00fcnstlergeneration von jener der 80er- oder 90er-Jahre, erl\u00e4utert Uszynska-Matt. “Die heutige Generation junger K\u00fcnstler in Polen ist weniger vordergr\u00fcndig politisch. Da ist viel Ironie und Skepsis im Spiel. Daniel Rycharski versucht, einen stillen, nachhaltigen Aktionismus zu leben. Er protestiert mit den Mitteln der Kunst, ohne je die Dialogf\u00e4higkeit zu verlieren.”<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tSeine Kunst stellt damit relevante Fragen weit \u00fcber Polen hinaus. Er spricht \u00fcberall Menschen an, die kein geistiges Zuhause mehr finden, ihre Freiheiten nicht ausleben k\u00f6nnen oder politisch unterdr\u00fcckt werden. Rycharski nickt: “Auch wenn es nicht leicht ist \u2013 es ist eben die Aufgabe des K\u00fcnstlers, hinter den Vorhang zu blicken und die Vorstellungen der Leute in Frage zu stellen.”<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tErstmals publiziert am 4. September 2020 im\u00a0DATUM<\/a>.<\/em> “Der Pole Daniel Rycharski protestiert mit den Mitteln der Kunst, ohne je die Dialogf\u00e4higkeit zu verlieren.”<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2649,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[245,434],"tags":[375,305,264,335,358,267],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3743"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3743"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3743\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5778,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3743\/revisions\/5778"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3743"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}\n\n<\/ol>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n
Auch Rycharskis Skulpturen mit dem Titel “Der Tropfen gr\u00e4bt den Fels” besch\u00e4ftigen sich mit der Kirche. Kuratorin Uszynska-Matt: “Die Kirchen auf dem Schutt \u2026 Sie sind klein und verlassen, sie zeigen uns die Leere der Kirche, die ihre Inhalte vergessen und die Menschen, die diese Inhalte tragen, verloren hat. Eine Kirche, die Menschen wie Daniel Rycharski diskriminiert und ausschlie\u00dft.”<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n
Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt. \u00a9 DATUM \/ Alexandra Markl.\u00a0Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der\u00a0Redaktion.<\/a>
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Daniel Rycharski beim Interviewtermin in Wien. Foto:\u00a0\u00a9 Markus Krottendorfer<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"