{"id":3737,"date":"2020-11-10T00:00:00","date_gmt":"2020-11-10T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/republik-moldau-gefaehrliches-spiel-mit-der-pandemie\/"},"modified":"2021-12-01T10:44:59","modified_gmt":"2021-12-01T10:44:59","slug":"republik-moldau-gefaehrliches-spiel-mit-der-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/republik-moldau-gefaehrliches-spiel-mit-der-pandemie\/","title":{"rendered":"Republik Moldau: Gef\u00e4hrliches Spiel mit der Pandemie"},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Eine Untersuchung von BIRN deckt auf, wie transnistrische Notstandsgesetze, die im Namen der \u00f6ffentlichen Gesundheit verh\u00e4ngt wurden, letztendlich die Gesundheit tausender Menschen aufs Spiel setzten und ihren Zugang zu Medikamenten und medizinischen Behandlungen einschr\u00e4nkten.<br><\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tAm 17. M\u00e4rz dieses Jahres, als Europa den Lockdown verh\u00e4ngte, musste die Gemeinde Molovata Nou\u0103 im Osten der Republik Moldau eines Morgens feststellen, dass mysteri\u00f6se bewaffnete M\u00e4nner die Verbindungen zur Au\u00dfenwelt gekappt hatten. Sie waren scheinbar \u00fcber Nacht aufgetaucht und hatten an der einzigen Stra\u00dfe, die die Ortschaft mit den nahegelegenen St\u00e4dten und der moldauischen Hauptstadt Chi\u015fin\u0103u verbindet, einen Kontrollposten errichtet.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tB\u00fcrgermeister Oleg Gazea war in seinem B\u00fcro im Gemeindezentrum gerade mit den Vorbereitungen auf die Pandemie, wie der Beschaffung von medizinischen Masken und Desinfektionsmitteln, besch\u00e4ftigt, als ihn die Nachricht erreichte. Er eilte zum neuen Kontrollposten, wo \u201eein Milit\u00e4r, der in einem Auto sa\u00df\u201c, ihm die Weiterfahrt verbot. Weder der Mann im Auto noch seine Kollegen am Kontrollposten trugen irgendwelche Abzeichen auf ihren Uniformen, die Aufschluss \u00fcber ihren Namen, Rang oder ihre Zugeh\u00f6rigkeit gegeben h\u00e4tten.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t\u201eSie waren wie die \u201akleinen gr\u00fcnen M\u00e4nnchen\u2018, die auf der Krim auftauchten\u201c, erz\u00e4hlte Gazea gegen\u00fcber BIRN in Anspielung auf die russischen Truppen, die 2014 in Uniformen ohne Hoheitsabzeichen die Krim-Halbinsel in der Ukraine, dem \u00f6stlichen Nachbarn der Republik Moldau, besetzten. Der Vergleich war nicht weit hergeholt. Die geopolitische Bruchlinie zwischen Russland und der Europ\u00e4ischen Union verl\u00e4uft direkt durch die Republik Moldau, ebenso wie durch die Ukraine. Die Bem\u00fchungen beider L\u00e4nder, die B\u00fcndnisse zu ihren westlichen Nachbarn zu st\u00e4rken, haben in den \u00f6stlichen Landesteilen zu bewaffneten Konflikten mit von Russen unterst\u00fctzten Separatisten gef\u00fchrt.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIm Fall Moldaus geht der Konflikt auf den Zerfall eines riesigen staatlichen Gebildes zur\u00fcck, zu dem das Land einst geh\u00f6rte: der Sowjetunion. Das Streben der moldauischen Teilrepublik nach Unabh\u00e4ngigkeit wurde von Transnistrien, einer Region \u00f6stlich des Dnjestr-Flusses, die im Einflussbereich Russlands bleiben wollte, gewaltsam bek\u00e4mpft. Nach vier Monaten heftiger Auseinandersetzungen im Jahr 1992 f\u00fchrte ein von Russland vermittelter Waffenstillstand zur Schaffung einer Sicherheitszone \u2013 eines 12 bis 20 Kilometer breiten Puffers zwischen dem Gebiet, das in den Zust\u00e4ndigkeitsbereich der Verwaltung in Chi\u015fin\u0103u f\u00e4llt, und den in der Stadt Tiraspol im Osten stationierten transnistrischen Separatisten.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-01.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"Foto: \u00a9 Viorica Tataru\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tTransnistrien zufolge dienen die neuen Kontrollposten dem Schutz der \u00f6ffentlichen Gesundheit. Foto: \u00a9 Viorica Tataru<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie Gemeinde von Oleg Gazea liegt in der Sicherheitszone \u00f6stlich des Dnjestr \u2013 auf der gleichen Seite wie Transnistrien. Sie ist eine von zehn St\u00e4dten und Ortschaften am Ostufer, die von der Republik Moldau verwaltet werden, aber geografisch zu Transnistrien geh\u00f6ren. Die insgesamt 23.000 Einwohnerinnen und Einwohner dieser St\u00e4dte waren, was den Zugang zu den Stra\u00dfenbr\u00fccken \u00fcber den Dnjestr anbelangt, auf die transnistrischen Beh\u00f6rden angewiesen \u2013 bis die Pandemie ausbrach. Der Kontrollposten au\u00dferhalb Gazeas Ortschaft war einer von 37, die zwischen dem 16. und 17. M\u00e4rz im Zuge des von der transnistrischen Verwaltung verh\u00e4ngten Ausnahmezustands errichtet wurden. Die Stra\u00dfensperren zu den von Moldau verwalteten Siedlungen in der Sicherheitszone wurden offiziell als Schutzma\u00dfnahmen deklariert und schr\u00e4nkten auf dem H\u00f6hepunkt der Pandemie mehr als zwei Monate lang ihren Zugang zu medizinischer Versorgung, Nahrungsmitteln und Medikamenten ein.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie Recherche von BIRN zeigt, wie Beschr\u00e4nkungen, die im Namen der \u00f6ffentlichen Gesundheit eingef\u00fchrt wurden, einer selbsternannten Republik geholfen haben, ihren Souver\u00e4nit\u00e4tsanspruch zu untermauern und damit in einem sogenannten \u201eeingefrorenen Konflikt\u201c an Einfluss zu gewinnen. Die Beschr\u00e4nkungen gef\u00e4hrdeten jedoch auch die Gesundheit Tausender Zivilisten, die, um ihre Grundbed\u00fcrfnisse abdecken zu k\u00f6nnen, auf einen freien Personen- und Warenverkehr angewiesen waren.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDa die Stra\u00dfen gesperrt waren, nutzten die Bewohnerinnen und Bewohner der von Moldau verwalteten Siedlungen am Ostufer schlie\u00dflich einen \u00fcberlasteten F\u00e4hrdienst zur \u00dcberquerung des Dnjestr, um sich mit Medikamenten und lebensnotwendigen G\u00fctern zu versorgen. \u201eEs gab Krebspatienten, die Morphium brauchten, Kinder mit Zahnschmerzen, schwangere Frauen, die in ein Krankenhaus mussten\u201c, erz\u00e4hlte Raisa Spinovschi, die B\u00fcrgermeisterin der moldauisch verwalteten Stadt Cocieri am Ostufer des Dnjestr. \u201eJeder wartete drei oder vier Stunden lang in der Schlange auf die F\u00e4hre.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Die Rolle Russlands<\/strong><br><br>Transnistrien besetzt einen schmalen Landstrich zwischen dem Fluss Dnjestr und der ukrainischen Grenze, ein Gebiet, das ein eigener Staat sein m\u00f6chte, aber von keinem Land als solcher anerkannt wird. Ihm haftet der Ruf eines korrupten, maroden Freizeitparks f\u00fcr die Sowjetunion an, der durch Exporte in die EU, strategische russische Interessen und Schmuggel unterst\u00fctzt wird. Indes ist die Politik in der Republik Moldau in ein pro-europ\u00e4isches und ein pro-russisches Lager gespalten. In vielerlei Hinsicht ist sie das \u00e4rmste Land Europas und ebenfalls von Korruption geplagt.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie internationalen Bem\u00fchungen um die Vermittlung einer politischen L\u00f6sung des Konflikts werden von der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geleitet. Die Gespr\u00e4che haben kaum Fortschritte gemacht, w\u00e4hrend Russland seinen Einfluss durch Verb\u00fcndete sowohl in Moldau als auch in Transnistrien und durch die Pr\u00e4senz einer 1.500 Mann starken Milit\u00e4rtruppe, die seit dem Ende des Krieges 1992 in Transnistrien stationiert ist, wahren konnte.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tRussland verweist auf die wichtige Rolle seiner Streitkr\u00e4fte als Friedenstruppen bzw. Wachen f\u00fcr ein stillgelegtes Munitionslager aus der Zeit des Kalten Krieges in der Stadt Cobasna. In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Tass vom 8. Juli lehnte Moskaus Botschafter in Chi\u015fin\u0103u, Oleg Wasnetsow, langj\u00e4hrige Forderungen Moldaus nach einem Abzug der Truppen ab, da man diese \u201enicht einfach wegzaubern k\u00f6nne.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDer Transnistrien-Konflikt z\u00e4hlt mittlerweile zu den \u201eeingefrorenen Konflikten\u201c wie jenen in der Ukraine und Georgien, an denen von Russland unterst\u00fctzte Separatisten beteiligt sind. Im Gegensatz zu diesen Konflikten kam es jedoch in den vergangenen 30 Jahren kaum zu Gewaltausbr\u00fcchen, die De-facto-Grenze ist offen geblieben, und die Bev\u00f6lkerungen beider Seiten sind wirtschaftlich voneinander abh\u00e4ngig geworden. Bis zu den letzten Einschr\u00e4nkungen konnten die Bewohnerinnen und Bewohner Moldaus und Transnistriens ungehindert die Sicherheitszone mit ihren 40 Kontrollposten durchqueren.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tMit der Errichtung 37 neuer Posten hat sich die Zahl der Kontrollen in diesem Gebiet beinah verdoppelt. Beobachter im In- und Ausland sind der Ansicht, dass das Vorgehen Transnistriens Teil einer russischen Strategie ist, die Pandemie f\u00fcr taktische Zwecke in den \u201eeingefrorenen Konflikten\u201c zu nutzen. \u00c4hnliche Ma\u00dfnahmen zur Errichtung von einfachen Grenzanlagen wurden dieses Jahr aus Georgien gemeldet. In der Ukraine schr\u00e4nkten die Separatisten indes die Bewegungsfreiheit der OSZE-Beobachter w\u00e4hrend des Lockdowns ein.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tWladimir Socor, ein Experte der in Washington ans\u00e4ssigen Jamestown Foundation, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber BIRN, dass Russland \u201eganz und gar hinter\u201c den separatistischen Regimes in Transnistrien \u2013 wie auch in Georgien und der Ukraine \u2013 stehe. Moskau nutze die Pandemie, um seine jeweiligen Interessen in den \u201eeingefrorenen Konflikten\u201c durchzusetzen. Rosian Vasiloi, ein Sicherheitsexperte aus Chi\u015fin\u0103u und ehemaliger Oberst der moldauischen Grenztruppen, erkl\u00e4rte BIRN, dass die transnistrischen Separatisten \u201eim Einvernehmen mit ihren Befehlshabern\u201c in der russischen Armee handelten.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-02.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"Foto: \u00a9 Viorica Tataru\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tRussland erf\u00fcllt nach eigenen Angaben wesentliche friedenserhaltende Aufgaben in Transnistrien. Foto: \u00a9 Viorica Tataru<br><\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie Strategie Moskaus ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, eine pro-russische Enklave in Transnistrien aufrechtzuerhalten und gleichzeitig pro-russische Parteien in Moldau zu unterst\u00fctzen. Moldaus Pr\u00e4sident Igor Dodon steht Russland nahe. Das gilt auch f\u00fcr den transnistrischen Pr\u00e4sidenten Wadim Krasnoselski. Der Streit um die neuen Kontrollposten spielt also zwei russische Verb\u00fcndete gegeneinander aus \u2013 ein scheinbarer politischer Widerspruch.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<ol class=\"block-footnotes js-footnote-list\">\n\n<\/ol>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDe Waal bezweifelte, inwieweit eine einzelne russische Strategie eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Kontrollpostenman\u00f6ver liefern k\u00f6nne, und wandte ein, dass lokale Rivalit\u00e4ten eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielten. \u201eUm ehrlich zu sein, gibt es kaum direkte russische Kontrolle in Transnistrien, abgesehen von einigen strategischen Sto\u00dfrichtungen\u201c, erkl\u00e4rte er gegen\u00fcber BIRN.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Covid-Patienten, aber keine Fach\u00e4rzte<\/strong><br><br>In den bizarren Anfangstagen der Pandemie war den Menschen, die in der Sicherheitszone lebten, noch nicht ganz klar, wie die neuen Kontrollposten ihr Leben ver\u00e4ndern w\u00fcrden. Sie hatten bereits lebensnotwendige Vorr\u00e4te angelegt, um auf den Lockdown vorbereitet zu sein, und nach Verh\u00e4ngung der Ma\u00dfnahmen wenig Grund, ihre Bewegungsfreiheit auszureizen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t\u201eSie mussten ihren Heimatort nicht verlassen, sie konnten durchhalten\u201c, meinte Oleg Gazea, der B\u00fcrgermeister von Molovata Nou\u0103. \u201eErst sp\u00e4ter, als die Isolation gr\u00f6\u00dfer wurde, begannen die Probleme offensichtlich zu werden.\u201c Die Auswirkungen der transnistrischen Ma\u00dfnahmen zeigten sich zun\u00e4chst im hiesigen Gesundheitssystem, als die Krankenh\u00e4user und Kliniken der von Moldau verwalteten Siedlungen auf beiden Seiten des Dnjestr mit Personalmangel zu k\u00e4mpfen hatten.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-03.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"Foto: \u00a9 Ilie Gulca\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tB\u00fcrgermeister Oleg Gazea zufolge seien die Auswirkungen der neuen Kontrollposten zun\u00e4chst nicht erkennbar gewesen. Foto: \u00a9 Ilie Gulca <\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tEin gro\u00dfer Teil des Krankenhauspersonals pendelte aus den von Transnistrien verwalteten Siedlungen am Ostufer aufgrund der h\u00f6heren L\u00f6hne und besseren Arbeitsbedingungen nach Moldau. Nach Verh\u00e4ngung der Notstandsma\u00dfnahmen blieben sie zu Hause. Die Auflage einer 14-t\u00e4gigen Quarant\u00e4ne bei ihrer R\u00fcckkehr nach Transnistrien schreckte sie ab. Nach Angaben des B\u00fcros f\u00fcr Reintegration der Republik Moldau, das sich mit Fragen im Zusammenhang mit dem Konflikt mit Tiraspol befasst, konnten 95 Personen \u2013 die meisten von ihnen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte \u2013 w\u00e4hrend des Lockdowns nicht zur Arbeit ans Westufer fahren.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tBIRN stellte fest, dass es an mindestens sechs medizinischen Einrichtungen am moldauischen Westufer \u2013 darunter Bezirkskrankenh\u00e4user und Kliniken \u2013 an diensthabenden \u00c4rztinnen, \u00c4rzten und Pflegekr\u00e4ften mangelte. Das Bezirkskrankenhaus in Rezina am Westufer des Dnjestr war am schlimmsten betroffen. Siebzehn seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leben in der Stadt Rabnita am Ostufer, die in den Zust\u00e4ndigkeitsbereich der Verwaltung in Tiraspol f\u00e4llt. \u201eDas Krankenhaus hatte praktisch keine Fach\u00e4rzte mehr\u201c, erz\u00e4hlte die Leiterin der Einrichtung, Nina Postu, gegen\u00fcber BIRN. Der Personalmangel zwang die verbliebenen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte zu \u00dcberstunden, freie Tage wurden gestrichen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-04.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"Foto: \u00a9 Viorica Tataru\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tF\u00fcr die moldauischen Beh\u00f6rden sind die Kontrollposten gesetzwidrig. <br>Foto: \u00a9 Viorica Tataru<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tZu Beginn der Pandemie gab es nur einen Facharzt f\u00fcr Infektionskrankheiten, der sich um Covid-19-Patientinnen und -Patienten k\u00fcmmerte, so Postu. Dieser Arzt habe das Krankenhaus jedoch im Mai verlassen und seither sei die Stelle vakant. Das Spital verf\u00fcgt \u00fcber zwei Covid-19-Stationen mit einer Kapazit\u00e4t von 54 Betten, von denen 46 derzeit belegt sind. \u201eCoronavirus-Patienten werden von Allgemeinmedizinern und Therapeuten behandelt\u201c, erz\u00e4hlte Postu gegen\u00fcber BIRN. Zwischen Mai und September seien 150 Covid-19-Patientinnen und -Patienten behandelt worden, von denen drei verstorben seien.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Pandemie als \u201eVorwand\u201c<\/strong><br><br>Die Bewegungseinschr\u00e4nkungen betrafen auch medizinisches Personal, das auf derselben Seite des Flusses lebt und arbeitet \u2013 etwa wenn es ihre Arbeit erforderte, zwischen Gebieten, die von der jeweils anderen Seite kontrolliert werden, hin- und herzufahren. Im April verhafteten die transnistrischen Beh\u00f6rden zwei aus einer von Moldau verwalteten Ortschaft stammende Ambulanzfahrer, die ihrer Arbeit in einer von Transnistrien verwalteten Stadt nachgingen. Sie wurden wegen Versto\u00dfes gegen die Quarant\u00e4nevorschriften angeklagt und kurzzeitig festgenommen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie Restriktionen wirkten sich besonders akut auf die von Moldau verwaltete, zwischen Molovata Nou\u0103 und Dub\u0103sari gelegene Stadt Cocieri am Ostufer des Dnjestr aus. \u201eDer gesamte Umkreis der Ortschaft war von Kontrollposten umgeben\u201c, erz\u00e4hlte B\u00fcrgermeisterin Raisa Spinovschi gegen\u00fcber BIRN. \u201eDer transnistrische Grenzschutz sperrte alle Stra\u00dfen, die hierher f\u00fchren. Sogar Leute aus Transnistrien, die in der Notaufnahme [der \u00f6rtlichen Klinik] arbeiteten, durften nicht einreisen.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIn der gr\u00f6\u00dften Klinik oblag es zwei Monate lang einer einzigen, \u00fcber sechzigj\u00e4hrigen \u00c4rztin, etwa 8.000 Menschen zu versorgen. Nach moldauischem Recht darf eine \u00c4rztin oder ein Arzt nicht mehr als 1.500 Menschen versorgen. Auch die Apotheken der Stadt wurden vom 16. M\u00e4rz bis zum 3. Juni geschlossen, da die Angestellten, die im transnistrisch verwalteten Gebiet lebten, nicht zur Arbeit kommen konnten.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-05.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"Foto: \u00a9 Ilie Gulca\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tB\u00fcrgermeisterin Raisa Spinovschi zufolge sei Cocieri aufgrund der Kontrollposten v\u00f6llig abgeschnitten gewesen. Foto: \u00a9 Ilie Gulca<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tLaut Spinovschi fand sich die Bev\u00f6lkerung mit den Einschr\u00e4nkungen weitgehend ab, um Konflikte zu vermeiden. \u201eDie Menschen sind geduldig, weil sie keinen Krieg mehr wollen\u201c, meinte sie. \u201eWir haben den Krieg und all diese Torturen hinter uns.\u201c Die Beschr\u00e4nkungen seien ausschlie\u00dflich als Reaktion auf die Pandemie eingef\u00fchrt worden, hie\u00df es aus Transnistrien. In einer schriftlichen Erkl\u00e4rung an BIRN hielt die Verwaltung von Tiraspol fest, dass die Kontrollpunkte notwendig seien, um \u201edie Einhaltung der Quarant\u00e4nema\u00dfnahmen zu \u00fcberwachen, in erster Linie, um das Leben und die Gesundheit der Menschen zu sch\u00fctzen\u201c.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tSeitens der moldauischen Regierung, die die abtr\u00fcnnige Region als Teil ihres Staatsgebiets betrachtet, wird betont, dass die Kontrollposten gesetzwidrig sind. Die Leiterin des B\u00fcros f\u00fcr Reintegration, Cristina Lesnic, erz\u00e4hlte BIRN, dass die transnistrischen Beh\u00f6rden die Pandemie \u201eals Vorwand benutzen, sich zu isolieren und den freien Personen- und Warenverkehr k\u00fcnstlich einzuschr\u00e4nken\u201d.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tKritik an Transnistrien kam auch von der OSZE, die dem Land vorwirft, der Bev\u00f6lkerung den Zugang zu Arbeitspl\u00e4tzen und Gesundheitsversorgung zu versperren. \u201eBeide Seiten des Dnjestr sind miteinander verbunden und voneinander abh\u00e4ngig\u201c, so der Leiter der OSZE-Mission in Moldau, Claus Neukirch, gegen\u00fcber BIRN. \u201eDie Freiz\u00fcgigkeit ist eine Schl\u00fcsselfrage.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Keine F\u00e4hre, kein Essen<\/strong><br><br>Angesichts der sie umgebenden Stra\u00dfensperren waren die Bewohnerinnen und Bewohner des Ostufers des Dnjestr nun f\u00fcr die \u00dcberquerung des Flusses auf den Autof\u00e4hrdienst angewiesen. Auf der F\u00e4hre hatten jedoch nur 30 Fahrzeuge Platz. Mit der stark ansteigenden Nachfrage bildeten sich auf beiden Seiten des Ufers lange Schlangen mit Wartezeiten von in der Regel drei bis vier Stunden. Wollte man die erste F\u00e4hre am Ostufer um 7 Uhr 15 erwischen, galt es, sich ab 5 Uhr anzustellen. Unter den Passagieren befanden sich viele Kranke und \u00e4ltere Menschen mit komplexen medizinischen Bed\u00fcrfnissen. \u201eAm schwersten war es f\u00fcr \u00e4ltere Personen, die kein Auto und keine Verwandten haben\u201c, erz\u00e4hlte Valeriu Wladimirow, ein pensionierter Polizist und dekorierter Kriegsveteran aus Molovata Nou\u0103, der w\u00e4hrend des Lockdowns als freiwilliger Helfer Morphin f\u00fcr Krebspatientinnen und -patienten besorgte.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDa Morphium aufgrund der Stra\u00dfensperren nicht verf\u00fcgbar war, musste Wladimirow das Medikament aus einem Krankenhaus in Cosnita holen, einer anderen moldauisch verwalteten Stadt am Ostufer des Dnjestr, s\u00fcdlich von Molovata Nou\u0103. Wladimirow nahm dazu die F\u00e4hre zum Westufer, legte 60 Kilometer mit dem Auto zur\u00fcck, \u00fcberquerte die Br\u00fccke nach Co\u0219ni\u021ba und kehrte auf demselben Weg zur\u00fcck. F\u00fcr die Hin- und R\u00fcckfahrt auf der Stra\u00dfe und \u00fcber den Fluss legte er mehr als 120 Kilometer zur\u00fcck. Dabei musste er viermal den Dnjestr \u00fcberqueren, um die transnistrischen Kontrollposten zu umgehen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-06-1.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"Foto: \u00a9 Ilie Gulca\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tAutoschlangen vor der F\u00e4hre \u00fcber den Dnjestr. Foto: \u00a9 Ilie Gulca<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tAls es so schien, als k\u00f6nne das Leben am Ostufer nicht noch h\u00e4rter werden, wurde auch noch der F\u00e4hrbetrieb eingestellt. Am 9. Mai fiel der Wasserstand im Dnjestr unter den von den Betreibern als sicher erachteten Mindestpegel.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDer pl\u00f6tzliche R\u00fcckgang war auf eine Entscheidung zur\u00fcckzuf\u00fchren, die Wassermenge des flussabw\u00e4rts in Dubasari gelegenen und von den transnistrischen Beh\u00f6rden betriebenen wichtigsten Wasserkraftwerks der Republik Moldau zu erh\u00f6hen. Der Beschluss, mit dem offiziell eine \u00dcberschwemmungsgefahr verringert werden sollte, f\u00fchrte dazu, dass die Bev\u00f6lkerung am Ostufer v\u00f6llig von der Welt abgeschnitten war.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t\u201eEinerseits versperrte uns der Milit\u00e4rposten den Weg\u201c, meinte Oleg Gazea, der B\u00fcrgermeister von Molovata Nou\u0103, gegen\u00fcber BIRN. \u201eAuf der anderen Seite gab es keine Kommunikation mit dem Westufer des Dnjestr. Wir hatten keine Nahrungsmittelreserven mehr. Wir sa\u00dfen fest.\u201d Nach drei Tagen und starkem Druck aus Chi\u015fin\u0103u hob Tiraspol die Entscheidung auf, der Wasserpegel stieg, und der F\u00e4hrbetrieb konnte wieder aufgenommen werden.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Konfrontation bei Cocieri<\/strong><br><br>Mit dem Beginn des Sommers begannen Regierungen in ganz Europa mit der Lockerung ihrer Lockdown-Ma\u00dfnahmen. In der Sicherheitszone hingegen wurden einige Beschr\u00e4nkungen zwar gelockert, andere jedoch versch\u00e4rft. Am 2. Juni kochten die Emotionen vor der Stadt Cocieri am Ostufer \u00fcber. Die transnistrische Polizei hatte begonnen, die Grenzbeamten an einem der neuen Kontrollposten zu unterst\u00fctzen und erstmals Geldstrafen f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen den Lockdown zu verh\u00e4ngen. Als dies bekannt wurde, versammelte sich eine Menschenmenge von etwa 30 Personen vor Ort, darunter viele moldauische Veteranen des Kriegs von 1992.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t\u201eDie Menschen hatten all die bisherigen Dem\u00fctigungen satt\u201c, erz\u00e4hlte B\u00fcrgermeister Gazea gegen\u00fcber BIRN. Er sei besonders besorgt gewesen, dass es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den unbewaffneten Veteranen und der Polizei kommen k\u00f6nnte. Cocieris B\u00fcrgermeisterin Raisa Spinovschi berichtete BIRN, dass die Anwohner das transnistrische Polizeiauto umkippen h\u00e4tten wollen. \u201eDie Situation w\u00e4re beinahe eskaliert.\u201d Nach Telefongespr\u00e4chen mit der OSZE und lokalen Beh\u00f6rden konnte ein Gewaltausbruch gerade noch verhindert werden. Noch am selben Tag gab die transnistrische Grenzwache ihren Kontrollposten in Cocieri auf.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/image-07.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"Foto: \u00a9 Viorica Tataru\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tDie Kontrollposten bleiben laut Tiraspol, bis die Coronavirus-Pandemie \u201ev\u00f6llig besiegt\u201c ist.<br>Foto: \u00a9 Viorica Tataru<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDieser Zwischenfall d\u00fcrfte die Verantwortlichen wachger\u00fcttelt haben. Nach Gespr\u00e4chen mit dem moldauischen Pr\u00e4sidenten Igor Dodon im Sommer lockerten die transnistrischen Beh\u00f6rden zum Teil einige Beschr\u00e4nkungen der Bewegungsfreiheit in der Sicherheitszone und entfernten viele der neuen Kontrollposten. Die Forderungen Moldaus, alle Kontrollposten zu beseitigen, wurden jedoch weiterhin zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIn einer Stellungnahme an BIRN erkl\u00e4rten die Beh\u00f6rden von Tiraspol, man werde die Aufgabe aller Kontrollposten erst dann diskutieren, wenn die Coronavirus-Pandemie \u201ev\u00f6llig besiegt\u201c sei und sich die \u201eepidemiologische Situation im benachbarten Moldau wieder normalisiert\u201c habe. Die Haltung Tiraspols hat zu Spekulationen Anlass gegeben, dass die Kontrollposten dazu genutzt werden, dem moldauischen Pr\u00e4sidenten Zugest\u00e4ndnisse abzuringen. Dodon kandidiert f\u00fcr eine Wiederwahl im November, sieht sich aber einer starken proeurop\u00e4ischen Opposition gegen\u00fcber.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tAuch die Bev\u00f6lkerung Transnistriens darf bei dieser Wahl ihre Stimme abgeben, da sie in Chi\u015fin\u0103u als moldauische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gelten. Im Fall eines Kopf-an-Kopf-Rennens k\u00f6nnten die Stimmen aus Transnistrien, die eher russlandfreundliche Parteien bevorzugen, f\u00fcr Dodon entscheidend sein. Da Transnistrien die Wahl jedoch nicht anerkennt, w\u00e4re Dodon darauf angewiesen, dass Tiraspol Fahrten zu den Wahllokalen auf moldauisch verwaltetem Gebiet zul\u00e4sst. \u201eDodon will, dass so viele Transnistrier wie m\u00f6glich f\u00fcr ihn stimmen\u201c, meinte Wladimir Socor von der Jamestown Foundation gegen\u00fcber BIRN. \u201eKrasnoselski erpresst Dodon nat\u00fcrlich, indem er diese zus\u00e4tzlichen und tempor\u00e4ren Posten [Kontrollposten] als Druckmittel benutzt.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDer moldauischen Regierung wurde von der Opposition vorgeworfen, auf die transnistrische Provokation nicht hart genug reagiert zu haben. Kritikern zufolge habe Chi\u015fin\u0103u bestenfalls versucht, die Folgen der Restriktionen abzuschw\u00e4chen, anstatt sich ihrer Ursache zu widmen. Cristina Lesnic vom B\u00fcro f\u00fcr Reintegration berichtete BIRN jedoch, dass die Regierung \u201eHunderte\u201c Anfragen an Tiraspol sowie internationale Vermittler und Beobachter \u00fcbermittelt habe, um eine L\u00f6sung der Kontrollposten-Frage zu erreichen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tAnfang September teilten die moldauischen Beh\u00f6rden BIRN mit, dass 12 der 37 neuen Kontrollposten in der Sicherheitszone nach wie vor besetzt seien. Am 10. September wies der transnistrische Pr\u00e4sident Wadim Krasnoselski darauf hin, dass es wahrscheinlich noch mehr werden w\u00fcrden. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen, die er auf den Kontakt mit moldauischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zur\u00fcckf\u00fchrte, w\u00fcrden einige Kontrollposten wieder aufgebaut werden.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Dieser Artikel wurde mittels eines Stipendiums von Reporting Democracy finanziert. Mit dieser Plattform werden Reportagen gef\u00f6rdert, die aufzeigen, wie die Covid-19-Krise Politik und Gesellschaft in Mittel-, Ost- und S\u00fcdosteuropa ver\u00e4ndert.<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Original auf Englisch. Erstmals publiziert am\u00a021. September 2020 auf\u00a0<a href=\"https:\/\/balkaninsight.com\/2020\/09\/21\/moldova-pandemic-brinkmanship-brings-strife-to-security-zone\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reportingdemocracy.org<\/a>, einer journalistischen Plattform des Balkan Investigative Reporting Network.<\/em><br><em>Aus dem Englischen von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.wordpool.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Barbara Maya<\/a>.<\/em><br><br><em>Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 Ilie Gulca \/ Reporting Democracy, zus\u00e4tzliche Berichterstattung von Madalin Necsutu, editiert von Neil Arun. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der\u00a0<a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/erste-stiftung\/impressum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Redaktion<\/a>.<br>Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: \u00a9 Sanja Manakoski \/ BIRN\u00a0<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf welche Art und Weise f\u00fchrt die Pandemie zu Konflikten in der sogenannten \u201eSicherheitszone&#8221;?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2506,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[299,436],"tags":[445,368,398],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3737"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3737"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3737\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4967,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3737\/revisions\/4967"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3737"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}