{"id":3727,"date":"2020-09-03T00:00:00","date_gmt":"2020-09-03T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/neuschreibung-der-geschichte-nach-prespa\/"},"modified":"2021-07-06T15:22:56","modified_gmt":"2021-07-06T15:22:56","slug":"neuschreibung-der-geschichte-nach-prespa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/neuschreibung-der-geschichte-nach-prespa\/","title":{"rendered":"Neuschreibung der Geschichte nach Prespa"},"content":{"rendered":"\n\n\t\n\t\t\t
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\n\tKontroversen um Statuen und Geschichtsunterricht m\u00f6gen in Gro\u00dfbritannien und den USA f\u00fcr Aufsehen sorgen \u2013 in Nordmazedonien sind sie nichts Neues. Dort werden sie auf diplomatischem Wege beigelegt.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tMehr als 2000 Jahre nach dem Tod Alexander des Gro\u00dfen erheben zwei nach dem legend\u00e4ren Eroberer benannte Teenager Anspruch auf sein Verm\u00e4chtnis. \u201eAlexander der Gro\u00dfe ist unser Held\u201c, bekundet der 16-j\u00e4hrige Aleksandar* aus der Stadt Bitola in Nordmazedonien, nahe der Grenze zu Griechenland. Griechenland habe Aristoteles und Sophokles, so der Teenager, das Verm\u00e4chtnis Alexander des Gro\u00dfen, des \u201eK\u00f6nigs des alten Mazedoniens\u201c, geh\u00f6re jedoch seinem Land. Drei\u00dfig Autominuten von Bitola entfernt, jenseits der Grenze im griechischen Dorf Niki, beharrt der 16-j\u00e4hrige Alexandros darauf, dass Alexander der Gro\u00dfe ein griechischer Held war \u2013 \u201eer sprach griechisch\u201c \u2013 und wies den Anspruch Nordmazedoniens auf dessen Verm\u00e4chtnis zur\u00fcck. \u201eIch kenne ihre Schulb\u00fccher nicht, aber manche behaupten, dass sie unsere Geschichte stehlen\u201c, meint er.
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\n\tVom Westbalkan \u00fcber den Nahen Osten bis nach Zentralasien findet sich das Verm\u00e4chtnis Alexander des Gro\u00dfen in der Folklore, alten M\u00fcnzen, verfallenden Denkm\u00e4lern und in den Namen, die einer Handvoll St\u00e4dten und zahllosen Kindern gegeben wurden. Doch nirgendwo ist das Erbe des Eroberers so umstritten wie in der Region, in der sein Reich seinen Ausgang nahm.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAlexandros lebt in der Provinz Makedonien im Nordwesten Griechenlands, wo sich auch der Geburtsort Alexander des Gro\u00dfen befindet. Aleksandar ist Einwohner des Nachbarlandes Nordmazedonien, das nach dem Zerfall Jugoslawiens 1991 entstanden ist.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDer Name der neuen unabh\u00e4ngigen Republik Mazedonien entfachte einen jahrzehntelangen Streit mit Griechenland, blockierte den Weg Mazedoniens in die Europ\u00e4ische Union und warf Fragen zur Identit\u00e4t und fr\u00fchen Geschichte des Landes auf. Der Streit wurde vor zwei Jahren, am 17. Juni 2018, offiziell beigelegt, als die Regierungschefs beider L\u00e4nder das Prespa-Abkommen schlossen, benannt nach dem See, an dessen Ufer die Unterzeichnungszeremonie stattfand.
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\n\tMan einigte sich als Kompromiss auf den Namen Nordmazedonien, um die Bef\u00fcrchtungen Griechenlands zu zerstreuen, der n\u00f6rdliche Nachbar k\u00f6nnte Gebietsanspr\u00fcche auf seine nordwestliche Provinz stellen. Die Bev\u00f6lkerung Nordmazedoniens behielt indes das Recht, sich selbst als \u201eMazedonierinnen und Mazedonier\u201c und ihre Sprache als \u201emazedonisch\u201c zu bezeichnen. Was aber das Wichtigste war: Griechenland beendete seinen Widerstand gegen das seit Langem auf Eis liegende EU-Beitrittsgesuch Nordmazedoniens.
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\n\tDie Unterzeichnung des Prespa-Abkommens im Juni 2018 markierte den H\u00f6hepunkt jahrelanger diplomatischer Bem\u00fchungen. Photo: \u00a9 Sakis Mitrolidis \/ AFP \/ picturedesk.com<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tNeben anderen Bestimmungen sah das Prespa-Abkommen die Bildung einer gemeinsamen Kommission vor, die in jedem Land jene Aspekte des Geschichtslehrplans \u00fcberpr\u00fcfen sollte, die vom jeweils anderen Land beanstandet werden. Im Laufe der vergangenen hundert Jahre haben \u00e4hnliche bilaterale Kommissionen dazu beigetragen, dass sich Frankreich und Polen mit Deutschland \u00fcber die schulische Vermittlung ihrer gemeinsamen, bewegten Vergangenheit einigen konnten.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tIn diesem Artikel von BIRN, der auf Interviews mit Historikern und Kommissionsmitgliedern basiert, wird untersucht, wie den Differenzen \u00fcber die ferne Vergangenheit auf dem Balkan mit Diplomatie begegnet wird. Die Bereinigung der meisten dieser Differenzen steht noch aus, da die Arbeit der Historiker der gemeinsamen Kommission von Wahlzyklen im Land und den unsicheren Fortschritten Nordmazedoniens auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft abh\u00e4ngig ist.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eHauptbeweggrund f\u00fcr die Teilnahme mazedonischer Historiker an diesem Prozess ist die Tatsache, dass er ihrem Land den Weg in die Europ\u00e4ische Union ebnen k\u00f6nnte\u201c, meint Ulf Brunnbauer, der wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts f\u00fcr Ost- und S\u00fcdosteuropaforschung in Regensburg. \u201eWenn sich die Opportunit\u00e4tsstruktur \u00e4ndert, l\u00e4uft die ganze Sache ins Leere.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eReproduktion negativer Stereotype\u201c<\/strong>

W\u00e4hrend das Prespa-Abkommen von der EU begr\u00fc\u00dft wurde, erwies es sich auf beiden Seiten der Grenze als unpopul\u00e4r und l\u00f6ste Stra\u00dfenproteste nationalistischer und rechtsextremer Gruppen aus. Keine der durch den Vorwurf des Verrats geschw\u00e4chten Regierungen, die den Vertrag ratifiziert haben, ist noch im Amt. Dass das Abkommen selbst diese zwei Jahre \u00fcberdauert hat, zeugt vom gro\u00dfen Einsatz seiner Unterst\u00fctzer und dem enormen Einfluss der EU in der Region. Dennoch ist sein Fortbestehen alles andere als sicher.
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\n\tNordmazedonien bewarb sich 2004 um einen EU-Beitritt und bekam im darauffolgenden Jahr offiziell Kandidatenstatus. Die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen, dem n\u00e4chsten Schritt in Richtung Mitgliedschaft, wurde jedoch aufgrund des Namensstreits mit Griechenland blockiert. Als eine neue Regierung unter Ministerpr\u00e4sident Zoran Zaev im Jahr 2018 das Prespa-Abkommen unterzeichnete, rechnete man damit, dass der wahrgenommene Vorteil, der EU ein St\u00fcck n\u00e4her zu r\u00fccken, den innenpolitischen Preis eines unpopul\u00e4ren Deals wettmachen w\u00fcrde.
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\n\tIn den zwei Jahren seit der Unterzeichnung des Abkommens sind jedoch neue H\u00fcrden aufgetaucht, die Zweifel an der Erreichung des Ziels einer EU-Mitgliedschaft und damit an der Durchf\u00fchrbarkeit von Prespa aufkommen lassen. Bei einem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs im vergangenen Oktober wurde weithin erwartet, dass Zaevs politischer Poker mit der Aufnahme von Beitrittsgespr\u00e4chen mit Nordmazedonien belohnt werden w\u00fcrde. Das diesbez\u00fcgliche Scheitern des Gipfels angesichts des Vetos Frankreichs machte deutlich, dass die m\u00e4chtigsten L\u00e4nder der Union, was ihr gr\u00f6\u00dftes au\u00dfenpolitisches Projekt \u2013 die Erweiterung auf dem Westbalkan \u2013 anbelangt, uneins waren.
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\n\tObwohl die EU ihre Entscheidung in diesem Jahr r\u00fcckg\u00e4ngig machte, nachdem die Bedenken Frankreichs zerstreut werden konnten, unterstrich der tempor\u00e4re R\u00fcckschlag, auf welch wackeligen Beinen die Hoffnungen Nordmazedoniens auf eine Mitgliedschaft stehen. Die mazedonische Bev\u00f6lkerung wurde daran erinnert, dass jedes der 27 EU-Mitglieder sein Vetorecht bzw. die blo\u00dfe Androhung eines Vetos w\u00e4hrend des langen Beitrittsprozesses jederzeit als Instrument zur Erreichung von Zugest\u00e4ndnissen oder innenpolitischen Vorteilen nutzen k\u00f6nnte.
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\n\tZusammenst\u00f6\u00dfe zwischen nationalistischen und rechtsextremen Demonstranten und der griechischen Bereitschaftspolizei in Thessaloniki. Photo: \u00a9 Sakis Mitrolidis \/ AFP \/ picturedesk.com<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tMit seinem \u00f6stlichen Nachbarn Bulgarien ist Mazedonien ebenfalls in einen langj\u00e4hrigen Streit verwickelt. Auch hier geht es um die Vergangenheit. Im Jahr 2018 setzten beide L\u00e4nder eine gemeinsame Kommission zur Revision der Geschichtsb\u00fccher ein. Bulgarien ist ebenso wie Griechenland Mitglied der EU und hat das Recht, sein Veto gegen die Aufnahme neuer Mitglieder einzulegen. Auch wenn Bulgarien die Hoffnungen Nordmazedoniens auf einen EU-Beitritt bislang lautstark unterst\u00fctzt hat, verf\u00fcgt das Land mit dem Vetorecht \u00fcber ein gewisses Druckmittel in den Auseinandersetzungen um die Geschichte.
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\n\tDer Streit zwischen den beiden L\u00e4ndern konzentriert sich auch hier auf eine einzelne Person<\/a> aus der Vergangenheit, die beide Seiten f\u00fcr sich beanspruchen: den Revolutionshelden Goce Delcev, der an der Wende zum 20. Jahrhundert einen Aufstand gegen die osmanische Herrschaft anf\u00fchrte.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tPetar Todorov, Dozent am Institut f\u00fcr Nationalgeschichte in Skopje und Mitglied der mazedonischen Delegation in der Kommission mit Bulgarien, meint, es sei \u201ebedauerlich\u201c, dass die bulgarische Regierung \u201edie ethnische und kulturelle Identit\u00e4t ihres unmittelbaren Nachbarlandes verleugnet\u201c. Auf dem gesamten Balkan \u2013 einschlie\u00dflich seines Landes \u2013 m\u00fcsse der Geschichtsunterricht einer Revision unterzogen werden. \u201eDie Lehrpl\u00e4ne in den Schulen der Region reproduzieren negative Stereotype \u00fcber andere Kulturen, was Nationalismus und Verhetzung sch\u00fcrt \u2026 Es ist an der Zeit, althergebrachte ethnozentrische Ans\u00e4tze hinter sich zu lassen und die Art und Weise, wie wir die Vergangenheit lehren, zu entpolitisieren.\u201c
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\n\tDie Forderungen des Prespa-Abkommens werden angesichts der in diesem Sommer bevorstehenden Wahlen in Nordmazedonien voraussichtlich erneut zur Debatte stehen. Obwohl die Oppositionspartei VMRO-DPMNE dem Abkommen nicht mehr so ablehnend gegen\u00fcbersteht, hat sie die M\u00f6glichkeit offen gelassen, den Pakt wenn n\u00f6tig neu zu verhandeln.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eGeschichte als nationale Ideologie\u201c<\/strong>

Politische Umw\u00e4lzungen und gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungsbewegungen kennzeichnen die Geschichte des Balkans. Der Zerfall des Osmanischen Reichs, der Erste und Zweite Weltkrieg sowie die Balkankriege zu Beginn und am Ende des 20. Jahrhunderts waren begleitet von massenhaften freiwilligen und erzwungenen Migrationen. Infolgedessen gibt es in den nach ethnischen und sprachlichen Kriterien gebildeten Nationalstaaten immer noch gro\u00dfe ethnische und sprachliche Minderheiten. Sowohl Bulgarien als auch Griechenland haben in ihrem Land etwa Minderheiten aufgenommen, die sich selbst als ethnische Mazedonier bezeichnen. In Nordmazedonien selbst gibt es eine gro\u00dfe Minderheit ethnischer Albaner, die etwa ein Viertel der Bev\u00f6lkerung ausmacht.
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\n\t\u201eIm europ\u00e4ischen Kontext ist der Balkan durch ein hohes Ma\u00df an politischer Diskontinuit\u00e4t gekennzeichnet\u201c, erkl\u00e4rt Brunnbauer vom Leibniz-Institut f\u00fcr Ost- und S\u00fcdosteuropaforschung in Regensburg gegen\u00fcber BIRN. \u201eAls Gegenreaktion, denke ich, haben viele Menschen Mythen \u00fcber ihre Herkunft konstruiert, die bis in die Antike und noch weiter zur\u00fcckreicht. Es geht ihnen um die Verteidigung der Vorstellung von Kontinuit\u00e4t, indem sie behaupten, dass ihre Ahnen aus dieser Gegend kamen und sie daher hierher geh\u00f6ren \u2013 auch wenn sie wissen, dass ihre Vorfahren aus einer anderen Gegend stammen.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDer mazedonische Regierungschef Zoran Zaev (rechts) und Bulgariens Premierminister Boyko Borissov (links) w\u00fcrdigen Goce Delcev, einen Revolution\u00e4r, der sich der osmanischen Herrschaft widersetzte. Foto: \u00a9 Robert Atanasovski \/ AFP \/ picturedesk.com<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDiese Haltung spiegele sich auch h\u00e4ufig in den Schulb\u00fcchern der Region wider, so Brunnbauer, in denen Geschichte kaum mehr als eine Form von \u201eIdeologie zur Rechtfertigung des Staates\u201c sei. Infolgedessen st\u00fcnden die offiziellen Geschichtsnarrative oft \u201ein krassem Widerspruch zur ethnischen, demografischen, sozialen und historischen Realit\u00e4t des Balkans\u201c. Seit der Zeit Alexander des Gro\u00dfen war das Gebiet des heutigen Nordmazedoniens unter anderem Teil des R\u00f6mischen, Byzantinischen und Osmanischen Reichs. In den vergangenen 100 Jahren wurde das Land auch von den Hauptst\u00e4dten des heutigen Serbiens und Bulgariens aus regiert.
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\n\tBrunnbauer zufolge st\u00fcnden L\u00e4nder wie Nordmazedonien, was die Gestaltung einer nationalen Geschichte betrifft, vor einem zus\u00e4tzlichen Problem. \u201eDa ihre Staatswerdung sp\u00e4ter als anderswo erfolgte, sind sie im Nachteil, weil ihnen alles, was ihnen lieb und teuer ist, bereits von anderen weggenommen wurde.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tIn den neuen Denkm\u00e4lern sah Griechenland einen Angriff auf sein hellenisches Erbe \u2013 eine Form der kulturellen Vereinnahmung \u2013 und ein weiteres Zeichen daf\u00fcr, dass sein n\u00f6rdlicher Nachbar Anspr\u00fcche auf die griechische Provinz stellte. \u201eDie Menschen in Nordmazedonien sollten voller Stolz sagen, dass sie slawischer [und nicht hellenischer] Herkunft sind\u201c, meint Markos Bolaris, stellvertretender Au\u00dfenminister unter der fr\u00fcheren griechischen, von Syriza gef\u00fchrten Regierung und ehemaliger Leiter der griechischen Delegation im gemeinsamen Ausschuss f\u00fcr die Revision von Geschichtsb\u00fcchern. \u201eStattdessen entstand in Nordmazedonien eine politische Mythologie f\u00fcr geopolitische, geostrategische Ziele.\u201c
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    \n\tEine 12,5 Meter hohe Statue von Alexander dem Gro\u00dfen auf seinem Pferd Bucephalus steht auf einem zehn Meter hohen Sockel auf dem Hauptplatz von Skopje in 2011. Die Installation der Skulptur war ein Teil des Kulturprojekts “Skopje 2014”, das der Stadt ein klassischeres Aussehen verleihen sollte. Foto: \u00a9 Georgi Licovski \/ EPA \/ picturedesk.com<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tHistoriker in Nordmazedonien verweisen jedoch auf Artefakte und alte Aufzeichnungen, um ihren Anspruch auf das Verm\u00e4chtnis Alexander des Gro\u00dfen zu untermauern. \u201eIm gesamten Land gibt es Zehntausende M\u00fcnzen mazedonischer K\u00f6nige\u201c, erz\u00e4hlt Viktor Lilchic, Professor f\u00fcr Arch\u00e4ologie an der Universit\u00e4t St. Kyrill und Method in Skopje. Alexander der Gro\u00dfe habe auch mehrere Festungen in einem Gebiet errichtet, das heute zu Nordmazedonien geh\u00f6rt, so Lilchic.
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    \n\tDie griechische und die mazedonische Delegation sind seit der Unterzeichnung des Prespa-Abkommens bislang viermal zusammengekommen. Da die Zusammensetzung jeder Delegation von ihrer jeweiligen Regierung beschlossen wird, geht die Arbeit der Kommission nur schleppend voran. Auf ihre j\u00fcngste Sitzung \u2013 im Mai 2019 \u2013 folgte eine durch die im vergangenen Sommer abgehaltenen griechischen Wahlen bedingte Pause.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tBeschl\u00fcsse der EU \u00fcber die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien wie auch die Coronavirus-Pandemie f\u00fchrten zu weiteren Verz\u00f6gerungen. Die Arbeit der gemeinsamen Kommission liegt derzeit auf Eis, w\u00e4hrend sich Nordmazedonien auf eine f\u00fcr 15. Juli anberaumte Wahl vorbereitet. Die Wahlen waren letztes Jahr von der Regierung Zaevs ausgerufen worden, nachdem die EU den Antrag auf Aufnahme von Beitrittsverhandlungen abgelehnt hatte.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tEs \u00fcberrascht nicht, dass die ersten Sitzungen der gemeinsamen Kommission f\u00fcr die Revision von Geschichtsb\u00fcchern ganz im Zeichen der Debatte \u00fcber die Antike standen. \u201eDie Vertreter Skopjes taten ihre Meinung lautstark kund\u201d, erinnert sich Spyridon Sfetas, Professor f\u00fcr Geschichte an der Aristoteles-Universit\u00e4t in Thessaloniki, der als Mitglied der griechischen Delegation an den Sitzungen teilnahm.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\t\u201eWir haben unsere Forderungen kommuniziert. Vor allem ging es uns darum, zwischen den Mazedoniern von heute und den Mazedoniern der Antike zu differenzieren\u201c, erkl\u00e4rte er gegen\u00fcber BIRN. \u201eEs ist l\u00e4cherlich, eine historische Kontinuit\u00e4t zwischen den beiden zu suchen.\u201c In einer offiziellen Erkl\u00e4rung der mazedonischen Delegation hie\u00df es, dass man die Kommission aufgrund \u201eder Sensibilit\u00e4t des Verhandlungsprozesses\u201c nicht kommentiere. Auch von einzelnen, von BIRN kontaktierten Mitgliedern der Delegation war \u00c4hnliches zu h\u00f6ren. Man sei nicht befugt, mit den Medien zu sprechen, meinten diese.
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    \n\tEine Statue von Alexander dem Gro\u00dfen \u00fcberblickt den Hafen von Thessaloniki in Griechenland. Foto: \u00a9 Sakis Mitrolidis \/ AFP \/ picturedesk.com<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tAus BIRN vorliegenden Dokumenten geht jedoch hervor, dass die mazedonischen Unterh\u00e4ndler eine ausf\u00fchrlichere Erw\u00e4hnung ihres Landes und seiner Vergangenheit in den griechischen Geschichtslehrb\u00fcchern forderten. Sfetas r\u00e4umte ein, dass die Bindungen Griechenlands zu Europa in den griechischen Lehrpl\u00e4nen mehr Ber\u00fccksichtigung finden als s\u00e4mtliche Beziehungen zum Balkan. \u201eGriechische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wissen nicht einmal, dass es einen Staat namens Jugoslawien gab\u201c, sagte er. \u201eWir wissen nichts \u00fcber den Balkan. Wir m\u00f6gen Nachbarn sein, aber wir sind uns fern \u2026 Jetzt m\u00fcssen wir etwas \u00fcber die Geschichte der Region schreiben.\u201c
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    \n\tKonstruktion von Kontinuit\u00e4t<\/strong>

    Todor Cepreganov, ein mazedonischer Historiker, der Schulb\u00fccher f\u00fcr das Bildungsministerium verfasst hat, kritisiert die Arbeit der Kommission. Allein die Idee, \u00fcber die historische Wahrheit zu verhandeln, sei falsch. \u201eGeschichte ist eine Wissenschaft der Fakten \u2013 es gibt keine roten Linien in der Geschichte. Rote Linien gibt es nur in der Politik, und diese Kommissionen sind politisch.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tEin internationaler Experte f\u00fcr den Einsatz gemeinsamer Kommissionen zur Revision von Schulb\u00fcchern betont jedoch, dass der Prozess unweigerlich von den politischen Bedingungen abh\u00e4nge, wobei die Auswahl der Kommissionsmitglieder als solche schon ein politischer Akt sei. \u201eEs ist klar ersichtlich, ob jemand [ein potenzielles Kommissionsmitglied] bereit und in der Lage ist, Dinge zu \u00e4ndern, oder ob er oder sie Widerstand leisten wird\u201c, meint Falk Pingel, Professor am George-Eckert-Institut f\u00fcr Internationale Schulbuchforschung in Deutschland.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tLaut Brunnbauer vom Leibniz-Institut f\u00fcr Ost- und S\u00fcdosteuropaforschung sollte sich die Kommission davor h\u00fcten, sich auf Fragen der historischen Wahrheit zu konzentrieren \u2013 vor allem dort, wo die betreffende Geschichte mehrere tausend Jahre alt ist. \u201eJe weiter wir in die Vergangenheit blicken, desto schwieriger wird es, geeignete Quellen zu finden\u201c, so Pingel. \u201eEs gibt viele Dinge, die wir nicht wissen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tPolitische Entscheidungstr\u00e4ger in \u00e4hnlichen Kommissionen w\u00fcrden dazu neigen zu glauben, dass \u201ewenn sie nur alle Fakten kennen, sie zu einer gemeinsamen Wahrheit kommen w\u00fcrden.\u201c Die moderne Geschichtsschreibung sei sich jedoch dessen \u201esehr bewusst, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, sondern man sich verschiedener Sichtweisen bedienen kann \u2026 Au\u00dferdem \u00e4ndern sich die Narrative mit der Zeit, sodass das, was wir heute f\u00fcr die Wahrheit halten, in 20 Jahren ganz anders aussehen k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tBrunnbauer, der nicht an der gemeinsamen Kommission beteiligt ist, zeigt sich insbesondere skeptisch gegen\u00fcber jedem Versuch \u2013 ob von griechischer oder mazedonischer Seite \u2013, eine \u201edirekte Linie der Kontinuit\u00e4t\u201c zwischen den Bev\u00f6lkerungen der Gegenwart und denen, die in der Antike dort lebten, geltend zu machen. \u201eEs ist einfach nicht begreiflich, dass man in einer Region, in der gewaltige V\u00f6lkerwanderungen, Zwangsmigrationen und verschiedenste Assimilationsprozesse stattgefunden haben, behaupten kann, von jemandem abzustammen, der vor mehr als 2000 Jahren dort gelebt hat,\u201c so Brunnbauer.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tMazedoniens Fortschritte auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft werden voraussichtlich \u00fcber das Fortbestehen des Prespa-Abkommens entscheiden. Foto: \u00a9 Ognen Teofilovski \/ Reuters \/ picturedesk.com<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tDie Kommission w\u00fcrde ihrem Zweck besser gerecht werden, wenn sie sich darauf konzentrieren w\u00fcrde, bei Schulkindern in beiden L\u00e4ndern zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der Sichtweisen des jeweils anderen beizutragen. In diesem Fall k\u00f6nnten Geschichtsb\u00fccher \u201edie Argumente daf\u00fcr liefern, dass die Antike f\u00fcr die nationale Identit\u00e4t, f\u00fcr die Konstruktion von Kontinuit\u00e4t wichtig ist.\u201c \u201eIm besten Fall k\u00f6nnen solche Projekte Empathie erzeugen\u201c, erkl\u00e4rte er gegen\u00fcber BIRN. \u201eSie k\u00f6nnen uns helfen zu verstehen, warum Mitglieder einer anderen Nation eine unterschiedliche Sicht auf eine Geschichte haben, die auch wir als unsere Geschichte betrachten\u201c, so Brunnbauer.
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    \n\tNeuer Einband, selber Inhalt<\/strong>

    In den verbleibenden Sitzungen der Kommission wird es voraussichtlich um Karten und Illustrationen in mazedonischen Schulb\u00fcchern gehen, die sich auf die r\u00f6mische, byzantinische und osmanische Epoche beziehen \u2013 f\u00fcr die griechische Seite allesamt Hinweise auf Gebietsanspr\u00fcche auf ihre Provinz Makedonien. Pingel vom George-Eckert-Institut f\u00fcr Internationale Schulbuchforschung warnt davor, schnelle Ergebnisse zu erwarten. \u201eMan muss wissen, dass der gesamte Prozess Jahrzehnte dauern k\u00f6nnte.\u201c
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    \n\tVorl\u00e4ufig arbeiten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Nordmazedoniens mit den gleichen Texten wie bisher. Eine Lehrerin aus Skopje, die nicht namentlich genannt werden wollte, meinte, sie sei \u201everunsichert\u201c, wenn sie \u00fcber das Land sprechen m\u00fcsse. \u201eDer Name muss in den Lehrb\u00fcchern noch ge\u00e4ndert werden, deshalb spreche ich von \u201aunserem Land\u2018, anstatt irgendeinen Namen zu nennen\u201c, erz\u00e4hlte sie BIRN. \u201eIch wei\u00df, dass das nicht korrekt ist, aber ich habe wirklich keine Ahnung, was ich den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sagen soll. Es gibt keine Anweisungen seitens des Bildungsministeriums.\u201c
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    \n\tLaut Bildungsminister Arbr Ademi m\u00fcssten allf\u00e4llige \u00c4nderungen von der Regierung ratifiziert werden, bevor sie Eingang in die Schulb\u00fccher finden. Wenn die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im September in die Schule zur\u00fcckkehren, w\u00fcrden sich die Schulb\u00fccher nur in einem Punkt unterscheiden: \u201eAuf dem Einband wird k\u00fcnftig darauf hingewiesen werden, dass die B\u00fccher in der Republik Nordmazedonien und nicht in der Republik Mazedonien gedruckt wurden.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\t* Aleksandar und Alexandros werden zum Schutz ihrer Identit\u00e4t nicht mit vollem Namen genannt.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tOriginal auf Englisch. Erstmals publiziert am\u00a017 Juni\u00a02020 auf\u00a0Balkaninsight.com<\/a>.<\/em>

    Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 Katerina Topalova,\u00a0bearbeitet von Neil Arun. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der\u00a0
    Redaktion<\/a>.
    Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Mazedonische M\u00e4nner,\u00a0gekleidete als alte Soldaten,\u00a0posieren unter der Statue eines berittenen Kriegers in Skopje. Foto: \u00a9\u00a0Nake Batev \/ EPA \/ picturedesk.com<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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    \n\tDieser Artikel entstand im Rahmen des\u00a0Balkan Fellowship for Journalistic Excellence<\/a>, unterst\u00fctzt von der ERSTE Stiftung in Kooperation mit dem\u00a0Balkan Investigative Reporting Network<\/a>.<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

    Nordmazedonien und Griechenland und langj\u00e4hrige Diplomatie<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2370,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[433,299],"tags":[246,492,374,307],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3727"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3727"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3727\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4984,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3727\/revisions\/4984"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2370"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3727"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3727"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}