{"id":3723,"date":"2020-08-06T00:00:00","date_gmt":"2020-08-06T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/die-visuellen-kabinette-des-wandels\/"},"modified":"2021-08-17T13:47:45","modified_gmt":"2021-08-17T13:47:45","slug":"die-visuellen-kabinette-des-wandels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/die-visuellen-kabinette-des-wandels\/","title":{"rendered":"Die visuellen Kabinette des Wandels"},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Die Kunstkritikerin der <a href=\"https:\/\/artportal.hu\/kategoria\/east-art-mags\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">East Art Mags<\/a>, Wiktoria Kozio\u0142, besuchte w\u00e4hrend der Feierlichkeiten anl\u00e4sslich des 30. Jahrestags der Samtenen Revolution Bratislava und Ko\u0161ice. Hier berichtet sie \u00fcber ihre Eindr\u00fccke aus dem Bereich der zeitgen\u00f6ssischen Kunst.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Das Ende von Orsinien, das Ende des autotelischen Konzeptualismus<\/strong><br><br>Genau vor 30 Jahren gingen die Einwohnerinnen und Einwohner von Ursula le Guins fiktivem, zentraleurop\u00e4ischem Land Orsinien auf die Stra\u00dfe und protestierten mit klimpernden Schl\u00fcsseln. Das war in <em>Unlocking the Air <\/em>(1990), der letzten Orsinien-Geschichte, nach deren Ende das Volk h\u00f6chstwahrscheinlich das Regime st\u00fcrzte. Wir wissen vielleicht nicht genau, wo dieses Land liegt, wir k\u00f6nnen aber davon ausgehen, dass die Handlung in einer slowakischen Stadt angesiedelt ist.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIch besuchte Bratislava und Ko\u0161ice w\u00e4hrend der Feierlichkeiten anl\u00e4sslich des 30. Jahrestags der Samtenen Revolution am 17. November 1989, um die aktuellen Trends der politischen und gesellschaftspolitischen Kunst der Slowakei zu erkunden. Ich war auf der Suche nach visuellen Darstellungen von Ver\u00e4nderung auf unterschiedlichen Ebenen: direkt, symbolisch, durch Meinungs\u00e4nderung oder (Selbst-)Reflexion, durch die bewusste Einordnung der pers\u00f6nlichen Stellungnahme in den abstrakten Kontext eines Geflechts aus unterschiedlichen Entscheidungsm\u00f6glichkeiten. Viele Menschen waren auf den Stra\u00dfen, dennoch waren die Diskussionen, die im \u00f6ffentlichen Raum stattfanden, eher verhalten und hatten Slogans wie \u201eWir sind gro\u00dfe Helden\u201c und \u201eDie Wahrheit wird siegen\u201c als Leitmotiv, ein symbolhaftes Narrativ,<sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\">Philip Smith nennt diesen Prozess \u201enarrative inflation\u201c und beschreibt damit die Tendenz, eher transzendentale und mythologische Motivationen zu suchen als allt\u00e4gliche. Das Anliegen wird dadurch idealisiert und abstrakter, wie zum Beispiel \u201eDer Kampf um Freiheit\u201c, \u201eMacht\u201c, \u201eDer Kampf f\u00fcr die Wahrheit\u201c und \u201eDer Kampf zwischen Gut und B\u00f6se\u201c; Philip Smith, <em>Why War? The Cultural Logic of Iraq, the Gulf War and Suez<\/em>, University of Chicago Press, Chicago, London 2005, S. 21. <\/sup> das die Rolle eines neuen Mythos einnimmt. Ist es drei Jahrzehnte sp\u00e4ter nicht Zeit f\u00fcr ein neues Verst\u00e4ndnis des Prozesses? Sogar ein K\u00fcnstler der \u00e4lteren Generation wie Rudolf Sikora, der in den 1940ern geboren wurde, stellte sich selbst mit einem Kreuz auf seinen Schultern dar. Auf diesem Kreuz in seinem Werk <em>Verili sme&#8230; \/ Wir glaubten&#8230;<\/em> (19.11.1989, 6:00) aus dem Jahr 2019<sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\"><em>Wir glaubten<\/em>\u2026 ist Rudolf Sikoras zweite Version des Kreuzes. In der ersten Version, <em>My verili\u2026 \/ Wir glaubten<\/em>&#8230; (2017), beschriftete er es mit den Namen von russischen Avantgarde-K\u00fcnstlerinnen und -K\u00fcnstlern und das abstrakte Gebilde, das er tr\u00e4gt, \u00e4hnelt eher einem Kreuz als in der zweiten Version, in der es auch an einen Pfeil erinnert. <\/sup> stehen die Namen der Helden der Samtenen Revolution geschrieben. Das legt nahe, dass die damalige Erfahrung m\u00f6glicherweise als Belastung empfunden wird.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tW\u00e4hrend meines Aufenthalts bekam ich oft zu h\u00f6ren, dass die bildende Kunstszene lange Zeit in einer autonomen, selbstbezogenen, metanarrativen, postkonzeptuellen Kunst festgefahren war.<sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\">An sich spricht nichts gegen diese Art von Kunst, aber mangelnde Vielfalt kann durchaus zu kognitiver Unterforderung f\u00fchren. <\/sup> Um 2005 wurde jegliches Zeichen von gesellschaftlichem oder politischem Engagement diskreditiert, da es automatisch mit totalit\u00e4rer Propaganda in Verbindung gebracht wurde. Anscheinend hielt sich diese Art konzeptueller Neutralit\u00e4t in der Slowakei l\u00e4nger als in Polen. Nebenbei bemerkt: War das etwa auf die von Vladimir Me\u010diar<sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\">Vladimir Me\u010diar (geb. 1942) war von 1990 bis 1991, von 1992 bis 1994 und von 1994 bis 1998 Ministerpr\u00e4sident der Slowakischen Republik. <\/sup> verfolgte autorit\u00e4re Politik zur\u00fcckzuf\u00fchren?<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/rudolf-sikora-1.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Martin Sipt\u00e1k\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tRudolf Sikora, &#8220;Verili sme\u2026 \/ Wir glaubten\u2026&#8221; (19.11.1989, 6:00), 2019. Das Werk wurde im Rahmen der Ausstellung &#8220;Podoby Slobody \/ Gesichter der Freiheit&#8221; pr\u00e4sentiert,<br>kuratiert von Omar Mirza in der Galerie Nitra; Foto: \u00a9 Martin Sipt\u00e1k, zur Verf\u00fcgung gestellt von der Galerie Nitra<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie Verschiebung vom postkonzeptuellen Ansatz hin zu Arbeiten, die wohldurchdachte, engagierte Narrative hervorbringen, wird in der Verwandlung der Poetik in den Werken von Ilona N\u00e9meth sichtbar. In den 1990ern schuf sie postminimalistische Installationen, die entweder keinen oder einen recht d\u00fcrftigen assoziativen Bezug zur Realit\u00e4t aufweisen. Diese Spuren wurden nach 2005<sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\">Das ist meine pers\u00f6nliche Meinung auf Basis der Sichtung von N\u00e9meths Portfolio. Vgl.: <a href=\"https:\/\/www.ilonanemeth.sk\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">www.ilonanemeth.sk<\/a>, Zugriff am 10.01.2019. <\/sup> st\u00e4rker sichtbar. Die Entt\u00e4uschung \u00fcber die Zeit nach 1989 kommt in ihrem interessanten Film <em>Hmla \/ Nebel<\/em> (2013) zum Ausdruck. Der Film dokumentiert eine ihrer Kunstaktionen auf dem Platz der Freiheit (N\u00e1mestie slobody) in Bratislava, einem bedeutenden Schauplatz der Proteste gegen das kommunistische Regime im November 1989.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tW\u00e4hrend N\u00e9meths Aktion verh\u00fcllt ein k\u00fcnstlicher Nebel den Platz. <em>Nebel<\/em> entzieht sich einer eindeutigen Interpretation. Der Platz ist ein Ort, an dem mehrere Erinnerungsspuren aufeinandertreffen. Zwar befindet sich dort heute der Regierungssitz der Slowakischen Republik, der Platz wurde aber zur Zeit des sozialistischen Realismus umgestaltet und nach einem kommunistischen Politiker in Gottwald-Platz umbenannt. Zur selben Zeit wurde im Zentrum des Platzes der Springbrunnen der Freundschaft (Font\u00e1na Dru\u017eby) errichtet. Der Platz spielte also eine wichtige Rolle in der sozialistischen Propagandamaschinerie. In den aktuellen Umbaupl\u00e4nen des Platzes kommt der Brunnen, der aufgrund von (wom\u00f6glich bewusster) Nachl\u00e4ssigkeit in einem desolaten Zustand ist, nicht mehr vor. <em>Nebel<\/em> k\u00f6nnte als Darstellung der Kurzlebigkeit des kollektiven Ged\u00e4chtnisses interpretiert werden, aber auch als Metapher f\u00fcr das \u201eIm-Nebel-Stehen\u201c, das Gef\u00fchl der Verwirrung, das in der neuen gesellschaftlichen und politischen Ordnung sp\u00fcrbar ist.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Politik und Fermentation<\/strong><br><br>Die slowakische Kunstszene ist gepr\u00e4gt von einem offensichtlichen Minderwertigkeitskomplex. Es wird st\u00e4ndig darauf hingewiesen, wie unbedeutend sie ist und wie weit sie \u201ehinterherhinkt\u201c. Ich bin der Meinung, dass man diese einschr\u00e4nkenden Gedanken von Zentrum und Peripherie,<sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\">Siehe Vladimir Beskid, <em>The Situation of Visual Culture in Post-War Slovakia<\/em>, in: <em>East Art Map: Contemporary Art and Eastern Europe<\/em>, IRWIN (Hg.), London, Cambridge 2006, S. 307. Da das gesellschaftliche \u00dcbereinkommen zwischen Millionen von Menschen, das wir \u201eStaat\u201c nennen, kein Leichtathlet ist, kann es meiner Meinung nach weder ein Rennen bestreiten, noch aufholen, noch zur\u00fcckbleiben. Das Konzept des \u201eAufholens\u201c ist vollkommen falsch und dar\u00fcber hinaus selbst-kolonialisierend. Zu behaupten, dass westliche Ideen \u201ebesser\u201c seien, weil sie eine gr\u00f6\u00dfere Beliebtheit genie\u00dfen, ist ein Missverst\u00e4ndnis, beruhend auf der Annahme, dass ein Konzept desto \u201ebesser\u201c sei, je beliebter es ist. <\/sup> dieses kitschige Narrativ von Gewinnern und Verlierern, einfach vergessen sollte. Es ist oberfl\u00e4chlich und auf lange Sicht sinnlos. Es geht nicht darum, ob die slowakische Kunst \u201emodern\u201c, \u201eneu\u201c oder \u201ealtmodisch\u201c ist, sondern vielmehr darum, ob sie interessant, bewegend und anregend ist.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIn ihrem Essay mit dem Titel <em>#11 sprev\u00e0dzaj\u00f9 diela Slavs and Tatars<\/em><sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\">IIvana Rumanov\u00e0, <em>#11 sprev\u00e0dzaj\u00f9 diela Slavs and Tatars<\/em>, in: \u201eKapit\u00e0l\u201c Nr. 11, November 2019, S. 3. <\/sup> erw\u00e4hnt die Kulturanthropologin Ivana Rumanov\u00e1 die Serie Pickle Politics des Kollektivs Slavs and Tatars und stellt fest, dass Fermentation sowohl im positiven als auch im ironischen Sinne als Metapher f\u00fcr politischen Wandel dienen kann. Sie ist ein Prozess, in dem einerseits Zersetzung stattfindet und andererseits ein neuer Lebensraum entsteht. Fermentation kombiniert die traditionelle Herstellungsmethode von eingelegten Gurken, den Massenvertrieb und einen physikalischen Prozess mit einem Austausch zwischen Bakterien, Pflanzen und Tieren.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tEs handelt sich jedoch um einen anaeroben Prozess, der keinen Sauerstoff ben\u00f6tigt, eine Transformation, die in einem \u201egeschlossenen\u201c Umfeld stattfindet. Braucht es zur Belebung der slowakischen Kunst frische Luft? Die metaphorische Fermentation ist aber auch zwiesp\u00e4ltig. Es handelt sich um einen unkontrollierten Prozess, vergleichbar mit Botulismus. Diese Krankheit wird ausgel\u00f6st durch ein Toxin, das von einer bestimmten Bakterienart produziert wird und oft in falsch konservierten Lebensmitteln vorkommt. Ein solcher Prozess ist nicht immer w\u00fcnschenswert: Dabei k\u00f6nnte sich ja unser Lieblingssaft in Wein oder Essig verwandeln.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/15-1.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Adam Sakovy\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tIlona N\u00e9meth, Lucia Tk\u00e1\u010dov\u00e1, &#8220;\u010cas tuhne uprostred \/ Die Zeit erstarrt in ihrem Kern&#8221;, Teil des kuratorischen Programms &#8220;Zlat\u00e9 \u010dasy \/ Goldene Zeiten&#8221; unter der Leitung von Lucia Tk\u00e1\u010dov\u00e1 in der Jozef-Koll\u00e1r-Galerie in Bansk\u00e1 \u0160tiavnica; Foto: \u00a9 Adam Sakovy<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDas Thema der Fermentation erinnert an ein Konzept, das D\u00e1vid Koroncz\u00ed in einer Arbeit mit dem Titel <em>DP.OCH \u2013 Do\u010dasn\u00e1 platforma. O chlebe \/ Tempor\u00e4re Plattform: \u00dcber Brot<\/em> darlegt. Die Arbeit war Teil einer Ausstellung der Finalistinnen und Finalisten des Osk\u00e1r \u010cepan Preises 2019 in der Ostslowakischen Galerie in Ko\u0161ice. Der kritische Diskus konzentriert sich zur G\u00e4nze auf &#8230; Brot. Auch Brot ist das Ergebnis eines Austauschs zwischen den Arten, der dazu f\u00fchrte, dass Getreide mithilfe des Menschen die Erde kolonisiert hat. Die Brotproduktion ist eng mit der technologischen Entwicklung verbunden. Als gemeinsam verzehrte Mahlzeit verbindet Brot Menschen. Der Mangel an Brot ist eine der Hauptursachen von Revolutionen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/8.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Leont\u00edna Berkov\u00e1\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tD\u00e1vid Koroncz\u00ed, &#8220;DP.OCH \u2013 Do\u010dasn\u00e1 platforma. O chlebe \/ Tempor\u00e4re Plattform: \u00dcber Brot&#8221;, im Rahmen der Ausstellung der Finalistinnen und Finalisten des Osk\u00e1r \u010cepan Preises 2019, kuratiert von V\u00e1clav Jano\u0161\u010d\u00edk, Ostslowakische Galerie, Ko\u0161ice; Foto: \u00a9 Leont\u00edna Berkov\u00e1<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tUnd f\u00fcr seine Herstellung ist ein Fermentationsprozess erforderlich. F\u00fcr die Verwirklichung dieses Konzepts bediente sich Koroncz\u00ed des Mediums des Musikvideos und der \u00c4sthetik des Rap.<sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\">Offenbar ist die Musikszene ein wichtiger Vermittler der k\u00fcnstlerischen Konzepte der slowakischen Kunst, und zwar in gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df als in Polen. F\u00fcr die j\u00fcngste Generation scheinen nicht so sehr Kunsteinrichtungen als Konzerte, Musiklokale und Clubs, wie zum Beispiel Fuga und A4, die wahren Zentren der k\u00fcnstlerischen Inspiration zu sein. <\/sup> Dennoch scheint die k\u00fcnstlerische Umsetzung der interessanten Idee, die diesem Werk zugrunde liegt, nicht gelungen zu sein. Funktioniert hier die Idee, einen Tisch als Einladung zu einem gemeinsamen Treffen in den Raum zu stellen? Das bezweifle ich. Dennoch sehe ich einiges an Potenzial in Koroncz\u00eds visuell durchaus ansprechendem Werk. Laut Ausstellungstext ist das Ziel des K\u00fcnstlers, \u201eZust\u00e4nde, Dinge und Werte zu ver\u00e4ndern\u201c, mit gro\u00dfem Augenmerk auf Beziehungen. In ihrer Gesamtheit befasst sich die Ausstellung <em>\u00d6kologie der Sehnsucht<\/em>, die die Arbeiten der Finalistinnen und Finalisten pr\u00e4sentiert, mit der dynamischen Interaktion zwischen Organismen, deren Bed\u00fcrfnissen und Umfeld.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Mehr Luft. Das geheime Potenzial eines Lagerraums<\/strong><br><br>Aktuell gibt es in der Slowakei nur wenig institutionelle Kritik. Die Institutionen werden als schwach empfunden, also ist nicht Konfrontation, sondern vielmehr Unterst\u00fctzung angesagt. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die aktivistische Bewegung <em>Stoj\u00edme pri kult\u00fare \/ Wir halten der Kultur die Stange<\/em>, die eine Erneuerung der slowakischen Kunsteinrichtungen fordert. Dieses Thema erfordert gesonderte Beachtung und einen eigenen Artikel, um seiner Komplexit\u00e4t gerecht zu werden. Der interessanteste Ort institutioneller Kritik ist einer, an dem man sie am wenigsten erwartet und bietet ein in allen Richtungen offenes Projekt ohne besondere politische Agenda: die kleine Jozef-Koll\u00e1r-Galerie in Bansk\u00e1 \u0160tiavnica und ihr einj\u00e4hriges kuratorisches Programm <em>Zlat\u00e9 \u010dasy \/ Goldene Zeiten<\/em> unter der Leitung von Lucia Tk\u00e1\u010dov\u00e1. W\u00e4hrend dieser Zeit wird die Galerie zu einer zeitgen\u00f6ssischen Filiale der Galerie HIT.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tTk\u00e1\u010dov\u00e1 holte die au\u00dferk\u00fcnstlerischen Objekte aus den Winkeln der Ausstellungsr\u00e4ume hervor und verwendete sie f\u00fcr die Installationen. Die Idee dahinter war, die Galerie zu entr\u00fcmpeln und zu \u201ebefreien\u201c. Sie r\u00e4umte auch den Lagerraum<sup style=\"color: gray\" class=\"js-footnote\">Das R\u00e4umen des Lagerraums war ein untergeordneter Teil des Projekts, das sich auf alle au\u00dferk\u00fcnstlerischen Gegenst\u00e4nde im Museum konzentrierte. <\/sup> aus, in dem sich vergessene Objekte angeh\u00e4uft hatten. Dann entsorgte sie einen Teil des angesammelten \u201eGer\u00fcmpels\u201c und schuf somit im Lagerraum Platz f\u00fcr eine Installation. Der Lagerraum befindet sich im Untergeschoss, einst Teil des Stollensystems eines Bergwerks. Die W\u00e4nde tr\u00e4nen vor Feuchtigkeit. Fragmente eines beeindruckenden, modernen Basreliefs liegen dort verlassen auf Stapeln. Eine skurrile Soundinstallation, <em>Stumme Gezeiten<\/em>, erf\u00fcllt den Raum. Die polnische K\u00fcnstlerin Zorka Wollny schuf dieses Werk in Zusammenarbeit mit dreizehn einheimischen Frauen. Diese menschlichen Stimmen im d\u00fcsteren Tunnel sind wie eine Beschw\u00f6rung der \u201ed\u00f6rflichen\u201c Geschichten von \u00fcbernat\u00fcrlichen Wesen, die unsichtbar in den G\u00e4ngen der Bergwerke lauern. Gleichzeitig k\u00f6nnte die R\u00e4umung des Lagerraums als eine weitgefasste Metapher f\u00fcr die Ver\u00e4nderungen gesehen werden, die die Funktionsweise der Institution zu Tage bringen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<div class=\"block-columns block-columns__gutter-large--10 block-columns__vertical-spacing-large--0\">\n\t\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--5 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t\n<div class=\"block-infobox\">\n\t<h2 class=\"heading heading__color--primary heading__size--small heading__align--left heading__font--secondary block-infobox__heading\">\n\tRead EAST ART MAGS on erstestiftung.org magazine<\/h2>\n\t<div class=\"block-infobox__content\">\n\t\t\n<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-infobox__paragraph\">\n\t<a href=\"https:\/\/artportal.hu\/kategoria\/east-art-mags\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EAST ART MAGS<\/a> is a project of four art magazines in the East Central European region: <a href=\"http:\/\/artalk.cz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artalk<\/a> (CZ\/SK), <a href=\"https:\/\/artportal.hu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artportal<\/a> (HU), <a href=\"http:\/\/revistaarta.ro\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Revista Arta Online<\/a> (RO) and <a href=\"https:\/\/magazynszum.pl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SZUM<\/a> (PL). EAM is a content making and publishing platform with the aim of capacity building in art journalism in the region,\u00a0supported by <a href=\"http:\/\/visegradfund.org\/home\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VISEGRAD FUND<\/a> and <a href=\"http:\/\/www.afcn.ro\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AFCN<\/a>.<br><br>erstestiftung.org magazine shares selected articles\u00a0from EAM and translates them\u00a0into German and &#8211; if not yet available &#8211; English.<\/p>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--7 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tTk\u00e1\u010dov\u00e1 und N\u00e9meth verwendeten, was dort und an anderen Ecken und Enden der Galerie gefunden wurde, um eine ortbezogene Installation zu bauen, die sich \u00fcber das gesamte Museum erstreckt. Dabei entstanden einige Werke, wie die im Eingangsbereich der Galerie aufgestellte, fast minimalistische Skulptur aus Rahmen, ein aus alten M\u00f6beln bestehendes Objekt im Flur des zweiten Stocks oder die Strukturen auf Basis des 1989 von Vojtech Novotn\u00fd und J\u00e1n Mutkovi\u010d f\u00fcr die Jozef-Koll\u00e1r-Galerie entworfenen Ausstellungssystems. Die einzelnen Elemente des Systems sind massiv, altmodisch, ja beinahe surreal. N\u00e9meth und Tk\u00e1\u010dov\u00e1 machten daraus totem\u00e4hnliche Figuren. Echte Totems dienen als gemeinsames Zeichen f\u00fcr eine Gruppe von Menschen, wie zum Beispiel eine Familie, einen Stamm oder einen Klan. In diesem Fall sind sie ein Symbol f\u00fcr diese Galerie.<\/p>\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tTotems stehen auch f\u00fcr die Verbindung zwischen Menschen und Naturerscheinungen, eine Symbolik, die in der dritten Installation von Tk\u00e1\u010dov\u00e1 und N\u00e9meth noch st\u00e4rker zum Ausdruck kommt. Die Installation besteht aus 22 Umgebungskontrollsystemen f\u00fcr den Innenbereich, die f\u00fcr das geeignete Mikroklima in Museen sorgen. In der Installation schalten sie sich st\u00fcndlich mit einem Programm aus Ger\u00e4usch- und Lufteffekten ein. Die Ger\u00e4te wurden auf dem Ausstellungsgel\u00e4nde gefunden, \u201eversteckt\u201c in diversen Winkeln des Museums. Sie wurden aus den Mitteln der Norway Grants angeschafft, waren aber selten bis gar nicht im Einsatz. Somit sind sie ein Symbol f\u00fcr die unn\u00f6tigen Anschaffungen, die get\u00e4tigt werden, wenn das Ende der Frist f\u00fcr die Verwendung von F\u00f6rdermitteln herannaht \u2013 ein typisches Ph\u00e4nomen dieser Zeit. Die Installation wurde in dem Bereich der Galerie aufgebaut, in dem Edmund Gwerks und Jozef Koll\u00e1rs Landschaftsmalereien pr\u00e4sentiert werden. Beide K\u00fcnstler legten besonderes Augenmerk auf das Wetter und die unterschiedlichen Bedingungen der Luftfeuchtigkeit, Wolken und Wind. Diese traditionellen Arbeiten stehen in einer Beziehung zu den Ger\u00e4ten, die einen k\u00fcnstlichen Sturm im Raum kreieren. Der \u00dcbertitel der Intervention von Tk\u00e1\u010dov\u00e1 und N\u00e9meth lautet <em>Die Zeit erstarrt in ihrem Kern<\/em>. Das kann als eine Anspielung auf die im Laufe der Zeit entstandene Ansammlung von Gegenst\u00e4nden verstanden werden sowie als Erkl\u00e4rung, dass die Kunsteinrichtungen frischen Wind brauchen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<ol class=\"block-footnotes js-footnote-list\">\n\n<\/ol>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Original auf Polnisch.<br>Erstmals publiziert am 24. Januar 2019 auf <a href=\"https:\/\/artportal.hu\/magazin\/the-visual-imaginaria-of-change-the-slovakian-art-scene-part-1-unlocking-the-air\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artportal.hu<\/a>.<br>Aus dem Englischen von <a href=\"http:\/\/www.translatingfilms.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mandana Taban<\/a><\/em><br><br><em>Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 Wiktoria Kozio\u0142.Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der\u00a0<a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/erste-stiftung\/impressum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Redaktion<\/a>.<br>Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: D\u00e1vid Koroncz\u00ed: &#8220;DP.OCH \u2013 Do\u010dasn\u00e1 platforma. O chlebe \/ Tempor\u00e4re Plattform&#8221;. Photo: \u00a9 Leont\u00edna Berkov\u00e1<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Slowakische Kunstszene (Teil 1): Unlocking the Air<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2414,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[299,434],"tags":[264,267],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3723"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3723"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3723\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5002,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3723\/revisions\/5002"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3723"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3723"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3723"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3723"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}