{"id":3722,"date":"2020-07-28T00:00:00","date_gmt":"2020-07-28T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/frauen-wollen-es-mit-populisten-aufnehmen\/"},"modified":"2022-04-29T12:46:34","modified_gmt":"2022-04-29T12:46:34","slug":"frauen-wollen-es-mit-populisten-aufnehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/frauen-wollen-es-mit-populisten-aufnehmen\/","title":{"rendered":"Frauen wollen es mit Populisten aufnehmen"},"content":{"rendered":"\n\n\t\n\t\t\t
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\n\tIn der tschechischen Politik sind Frauen noch immer stark unterrepr\u00e4sentiert, aber eine neue Welle an Aktivismus erweckt die Hoffnung, dass die Tage der m\u00e4nnlichen Hegemonie bald gez\u00e4hlt sein k\u00f6nnten.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAls Zuzana \u010caputov\u00e1 infolge der Entr\u00fcstungswelle \u00fcber den Mord an einem Journalisten die Pr\u00e4sidentschaftswahlen in der Slowakei im M\u00e4rz 2019 gewann, blickten viele tschechische Progressive mit Neid auf ihr Nachbarland. Immerhin war es einer bis dahin v\u00f6llig unbekannten 45-j\u00e4hrigen Umweltjuristin gelungen, ihre populistischen und nationalistischen Mitstreiter zu besiegen \u2013 allesamt M\u00e4nner. Wenn das einer Frau in der Slowakei gelang, dann war auch die Zeit reif f\u00fcr eine \u201etschechische \u010caputov\u00e1\u201c, meinten sie.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eIn dem Augenblick, in dem eine potenzielle \u201atschechische \u010caputov\u00e1\u2019 gefunden ist, wird sie sofort in den Kampf um die Pr\u00e4sidentschaft geschickt\u201c, sagt Ad\u00e9la Hor\u00e1kov\u00e1, eine Anw\u00e4ltin der NGO Jsme F\u00e9r, die f\u00fcr gleiches Eherecht f\u00fcr die LGBT-Community eintritt. Trotz einer wachsenden Zahl an Aktivistinnen unter j\u00fcngeren tschechischen Frauen, berichten Aktivistinnen und Aktivisten im Bereich der Geschlechtergleichstellung, dass Frauen es noch immer sehr schwer haben, sich im \u00f6ffentlichen Leben in Tschechien zu profilieren. Die Slowakei hatte immerhin schon einmal eine Ministerpr\u00e4sidentin, bevor \u010caputov\u00e1 ins Palais Grassalkovich einzog. In Polen hat es bereits zwei Frauen an der Spitze der Regierung gegeben, und das trotz der konservativeren katholischen Tradition des Landes. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tIm Gegensatz dazu ist es in Tschechien bisher keiner Frau gelungen, auch nur ansatzweise in die N\u00e4he der Ministerpr\u00e4sidentschaft zu kommen, geschweige denn ernsthaft f\u00fcr die Pr\u00e4sidentschaftswahlen zu kandidieren. Als Mark\u00e9ta Adamov\u00e1 Ende November 2019 zur Vorsitzenden der konservativen Partei Top 09 gew\u00e4hlt wurde, war sie erst die zweite Frau, die je eine tschechische Parlamentspartei angef\u00fchrt hat. Die wichtigste Aufgabe der 35-j\u00e4hrigen Vorsitzenden ist es, die Partei davor zu bewahren, unter die F\u00fcnf-Prozent-Marke zu fallen, wodurch sie dann nicht mehr im Parlament vertreten w\u00e4re. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tSie hofft aber auch, eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Parteien im Kampf gegen die populistische Regierung von Ministerpr\u00e4sident Andrej Babi\u0161 zu erwirken. \u201eFrauen sind nicht so stark von ihrem Ego getrieben wie so viele M\u00e4nner an den Parteispitzen\u201c, wird sie in Reporting Democracy<\/em> zitiert. Die Aussage deutet darauf hin, dass Adamov\u00e1 eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit f\u00f6rdern m\u00f6chte<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDas tschechische Abgeordnetenhaus wird von m\u00e4nnlichen Abgeordneten dominiert. Nur 45 \u2013 das sind 22,5 Prozent \u2013 der 200 Sitze im Abgeordnetenhaus werden von Frauen besetzt. Damit steht das Land auf Platz 85 von 192 auf der parlamentarischen Gleichstellungsrangliste der Interparlamentarischen Union<\/a>, eines globalen Netzwerkes von Parlamenten, und liegt somit ex aequo mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und hinter China, Afghanistan und Somalia.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tK\u00fcrzlich haben sich einige der weiblichen Abgeordneten in einer medienwirksamen Aktion bei ihren m\u00e4nnlichen Kollegen daf\u00fcr \u201eentschuldigt<\/a>\u201c, die Frechheit besessen zu haben, sich in die Politik einzumischen. Die Wut hinter dem sp\u00f6ttischen L\u00e4cheln war sp\u00fcrbar. \u201eIn Tschechien scheint es im \u00f6ffentlichen Leben eine 20-Prozent-H\u00fcrde zu geben, egal ob in der Politik, Justiz, Wissenschaft, Wirtschaft oder sonst wo\u201c, so Hor\u00e1kov\u00e1 von Jsme F\u00e9r.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tVers\u00e4umnisse<\/strong>

Der niedrige Anteil von Frauen in der Landespolitik \u201esteht im krassen Gegensatz zum hohen Frauenanteil im Bereich Bildung und Arbeit\u201c, schreiben Jitka Gelnarov\u00e1 und Marie Fouskov\u00e1 von der Karls-Universit\u00e4t in Prag
in einer Studie aus dem Jahr 2016<\/a>. Das Parlament war nicht immer schon so unausgeglichen, aber das hatte in Wirklichkeit wenig zu bedeuten. Die kommunistische Ideologie schrieb dem alten Regime vor, dass es sich zumindest den Anschein von Gleichberechtigung geben sollte, und somit gab es vor 1989 eine 30-Prozent-Quote.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tFrauen in Prag mit “Love Trumps Hate”-Bannern, die an einem offiziellen Schwestern-Protest zum Frauenmarsch in Washington im Januar 2017, teilnahmen. Nach der offiziellen Amtseinf\u00fchrung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, fanden in Solidarit\u00e4t mit dem Frauenmarsch in Washington in \u00fcber 30 L\u00e4ndern der Welt Protestkundgebungen zur Verteidigung der Pressefreiheit, der Frauen- und Menschenrechte statt. Foto: \u00a9 CTK Photo\/Ondrej Deml\/ picturedesk.com<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDennoch gab es kaum Frauen an der Spitze der Kommunistischen Partei, der eigentlichen Machtzentrale, und als vor 30 Jahren der Kommunismus zusammenbrach, flogen alle Frauen aus der Regierung. Pavlina Janebov\u00e1, stellvertretende Leiterin der Forschungsabteilung der Association for International Affairs, einem Think-Tank in Prag, ist der Meinung, dass Frauen oft gern auf eine berufliche T\u00e4tigkeit verzichten, da dies neben Haushalt und Kindern eine zus\u00e4tzliche B\u00fcrde bedeuten w\u00fcrde. Janebov\u00e1 stellt eine Datenbank von Expertinnen zusammen, um die Pr\u00e4senz der Frauen in der politischen Debatte Tschechiens zu st\u00e4rken. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tExpertinnen und Experten finden es kaum \u00fcberraschend, dass die Geschlechtergleichstellung w\u00e4hrend der Samtenen Revolution zu kurz kam, als man damit besch\u00e4ftigt war, ein demokratisches System von Grund auf aufzubauen und den \u00dcbergang zur Marktwirtschaft zu vollziehen. Dass Frauen heute noch immer kaum im \u00f6ffentlichen Leben vertreten sind, sagt viel \u00fcber die Vers\u00e4umnisse von damals aus. J\u00fcngere Generationen versuchen jetzt diesen Fehler zu beheben und m\u00f6chten geh\u00f6rt werden. Das hei\u00dft aber nicht automatisch, dass sie ins Abgeordnetenhaus dr\u00e4ngen. Studien weisen immer wieder darauf hin, dass Frauen gr\u00f6\u00dftenteils kein Interesse an Politik haben, so Hor\u00e1kov\u00e1. \u201eDas \u00fcberrascht nicht. Nicht nur, dass sie nicht ermutigt werden sich zu engagieren, sie werden vielmehr aktiv entmutigt. Und es fehlt auch an Vorbildern.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t“Nicht nur, dass sie nicht ermutigt werden sich zu engagieren, sie werden vielmehr aktiv entmutigt. Und es fehlt auch an Vorbildern.”<\/p>

\n\t\u2014 \u2013 Ad\u00e9la Hor\u00e1kov\u00e1, Jsme F\u00e9r<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDennoch gibt es einige, die versuchen, die T\u00fcren weit aufzusto\u00dfen. Eine davon ist Olga Richterov\u00e1, stellvertretende Vorsitzende der Tschechischen Piratenpartei, der st\u00e4rksten Oppositionskraft in der tschechischen Politik. Sie ist ein wahres Energieb\u00fcndel und betont, dass ihre Partei durch eine starke Arbeitsethik und Durchsetzungskraft Frauen wieder in die Politik holen m\u00f6chte. \u201eDas viele Gerede in der Politik vergrault die Frauen\u201c, sagt Richterov\u00e1. \u201eH\u00e4ufig sind es in erster Linie die Frauen, die sich um die Kinder k\u00fcmmern und es fehlt ihnen dadurch oft an Zeit und Energie. Wenn sie also diese Ressourcen irgendwo einsetzen, m\u00f6chten sie auch Ergebnisse sehen.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAnalysen haben ergeben, dass aufgrund dieser praktischen Ausrichtung und Flexibilit\u00e4t, die Kinderf\u00fcrsorge den Frauen abverlangt, Teilhabe auf Ebene der Kommunalpolitik eher f\u00fcr sie geeignet ist. Richterov\u00e1 begann ihre politische Karriere in einem Bezirk im Osten von Prag. Dort war sie die Mitbegr\u00fcnderin der B\u00fcrgerInnenvereinigung Zaostrenona 10, bevor sie in die Kommunalpolitik wechselte. Der beste Rat, den sie bekam, als sie in die Nationalpolitik einstieg, war, ein gutes Kinderm\u00e4dchen f\u00fcr ihre zwei Kinder zu suchen, erz\u00e4hlt sie. Dennoch haben Frauen laut aktuellen Zahlen der EU <\/a>mit knapp unter 30 Prozent der Abgeordneten noch immer eine schwache Pr\u00e4senz in der Kommunalpolitik.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDom\u00e4nen<\/strong>

Viele junge Frauen scheinen das Interesse an Politik verloren zu haben. Nur 5,5 Prozent der weiblichen Abgeordneten sind unter 40 Jahre alt, im Vergleich zu 24 Prozent ihrer m\u00e4nnlichen Kollegen. Das bedeutet aber keineswegs, dass sie passiv sind. Sie suchen andere M\u00f6glichkeiten der Teilhabe am \u00f6ffentlichen Leben. Untersuchungen zeigen, dass gerade j\u00fcngere Frauen im Kampf gegen die populistische Politik, die in Mittel- und Osteuropa Fu\u00df gefasst hat, sowie gegen den harten Kurs in Sachen Immigration, Umweltschutz und Gleichstellung an vorderster Front stehen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eDie gleichberechtigte Mitwirkung von Frauen und M\u00e4nnern in diesem Prozess der tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen ist von enormer Bedeutung\u201c, hei\u00dft es im Bericht. \u201eGesellschaften k\u00f6nnen es sich heute mehr denn je nicht leisten, auf die F\u00e4higkeiten, Ideen und Sichtweisen einer H\u00e4lfte der Menschheit zu verzichten, wenn es darum geht, das Versprechen einer durch gut geregelte Innovation und Technologie herbeigef\u00fchrten prosperierenden Zukunft einzul\u00f6sen, in der der Mensch im Mittelpunkt steht.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tSo\u0148a Jon\u00e1\u0161ov\u00e1 sagt, dass sie das Institute for Circular Economy<\/a> (INCIEN), eine Umwelt-NGO, gegr\u00fcndet habe, weil sie mit der tschechischen Politik im Bereich der Abfallentsorgung und Umwelt unzufrieden war. \u201eWenn ich der Meinung bin, dass etwas anders gemacht geh\u00f6rt, beschwere ich mich nicht \u2013 ich tu es einfach selbst\u201c, erkl\u00e4rt sie.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t“Wenn ich der Meinung bin, dass etwas anders gemacht geh\u00f6rt, beschwere ich mich nicht \u2013 ich tu es einfach selbst.”<\/p>

\n\t\u2014 \u2013 So\u0148a Jon\u00e1\u0161ov\u00e1, Institut f\u00fcr Kreislaufwirtschaft<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tEinfaches praktisches Denken beschreibt auch die Art, wie INCIEN auf die Bed\u00fcrfnisse von Frauen eingeht, die die Hauptverantwortung f\u00fcr die Kinderbetreuung tragen. \u201eViele unserer Angestellten sind M\u00fctter, was bedeutet, dass sie besondere Bed\u00fcrfnisse in Bezug auf ihre Arbeitszeit haben. Wir m\u00fcssen also immer flexibel sein\u201c, meint Jon\u00e1\u0161ov\u00e1. Dennoch beharrt sie darauf, dass sie nicht politisch ist und lehnt sogar die Bezeichnung \u201esoziale Unternehmerin\u201c ab. Auch P\u0159ikryllov\u00e1 h\u00e4lt ihre Arbeit f\u00fcr nicht politisch, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es mancherorts Bem\u00fchungen gibt, \u201etraditionelle\u201c Rollenbilder in der tschechischen Gesellschaft neu zu verankern, ist vielleicht jegliche Art der Teilhabe am \u00f6ffentlichen Leben politisch. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u010caputov\u00e1s Wahlsieg im M\u00e4rz 2019 hat etwa Tomio Okamura sehr irritiert. Der Politiker japanischer Abstammung ist der Vorsitzende der Rechtsau\u00dfenpartei Freiheit \u2013 direkte Demokratie. Er warf ihr sofort vor, \u201edie Zerst\u00f6rung der traditionellen Familie, traditioneller europ\u00e4ischer, christlicher Werte und der Unabh\u00e4ngigkeit des Nationalstaates\u201c zu f\u00f6rdern. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tNat\u00fcrlich w\u00fcrde eine \u201etschechische \u010caputov\u00e1\u201c nicht die Korruption, die Vorurteile oder den Nationalismus aus der Welt schaffen, sie k\u00f6nnte aber dazu beitragen, die demokratischen Werte zu verankern, so Jan Burianec gegen\u00fcber heimischen Medien anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung einer Studie seiner Agentur STEM\/MARK \u00fcber potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten f\u00fcr die n\u00e4chsten Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2023.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eDie Befragten h\u00e4tten mehr oder weniger lieber einen Mann in diesem Amt\u201c, erkl\u00e4rte er. \u201eWenn es aber eine charismatische Kandidatin g\u00e4be, h\u00e4tte sie gro\u00dfe Chancen. Eine Kandidatin k\u00f6nnte sogar Menschen, die politisch weniger aktiv sind, an die Wahlurnen bringen … [und] sie k\u00f6nnte Eigenschaften mitbringen, die dem Pr\u00e4sidenten fehlen: jemand mit Charisma und diplomatischem Geschick, eine Person, die das Land vereinen k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDer Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und repr\u00e4sentiert nicht den Standpunkt von BIRN oder der ERSTE Stiftung.<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tOriginal auf Englisch. Erstmals publiziert am 9. Dezember 2019 auf\u00a0Reportingdemocracy.org<\/a>, einer journalistischen Plattform des Balkan Investigative Reporting Network.
Aus dem Englischen von
Mandana Taban<\/a>.\u00a0<\/em>

Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 Tim Gosling \/ Reporting Democracy. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der\u00a0
Redaktion<\/a>.\u00a0Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Frauen in Prag mit “Love Trumps Hate” Bannern, w\u00e4hrend sie an einem offiziellen Schwesterprotest zum Frauenmarsch in Washington im Januar 2017, teilnehmen. Nach der offiziellen Amtseinf\u00fchrung von dem US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump, fanden in Solidarit\u00e4t mit dem Frauenmarsch in Washington in \u00fcber 30 L\u00e4ndern der Welt Protestkundgebungen zur Verteidigung der Pressefreiheit, der Frauen- und Menschenrechte statt. Foto: \u00a9 Ondrej Deml \/ CTK \/ picturedesk.com<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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