{"id":3707,"date":"2020-07-02T00:00:00","date_gmt":"2020-07-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/albaniens-demografische-dividende\/"},"modified":"2021-07-07T09:29:35","modified_gmt":"2021-07-07T09:29:35","slug":"albaniens-demografische-dividende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/albaniens-demografische-dividende\/","title":{"rendered":"Albaniens \u201edemografische Dividende\u201c"},"content":{"rendered":"\n\n\t\n\t\t\t
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\n\tIn geschichtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht ist Albanien in vielen F\u00e4llen eine Ausnahmeerscheinung auf dem Balkan. Bis zum Zusammenbruch des Kommunismus galt dies auch f\u00fcr die Bev\u00f6lkerungsentwicklung. Seitdem deuten alle Daten aber unweigerlich in dieselbe Richtung: Die Menschen in Albanien altern, emigrieren und bekommen weniger Kinder \u2013 \u00e4hnlich der Bev\u00f6lkerung in den anderen L\u00e4ndern der Region.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t\u201eWir sind beunruhigt\u201c, meint Majlinda Nesturi, die Leiterin der Abteilung Sozialstatistiken des albanischen Statistikinstituts INSTAT. Nesturi hat allen Grund zur Sorge. Im Jahr 1958 brachten albanische Frauen im Durchschnitt 6,5 Kinder zur Welt, weshalb die Bev\u00f6lkerung stark anstieg. Nat\u00fcrlich w\u00fcnscht sich niemand diese Zeit zur\u00fcck, aber das letzte Mal, das Albaniens Geburtenziffer \u00fcber dem f\u00fcr den Erhalt der Bev\u00f6lkerung notwendigen Niveau von 2,1 lag, war 2003.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tIm Jahr 2018 erreichte das Land mit 1,37 den laut Nesturi \u201eniedrigsten Wert in der Geschichte\u201c. Im Jahr 1990, als der Kommunismus zusammenbrach, wurden in Albanien 82.125 Geburten und 18.193 Sterbef\u00e4lle verzeichnet. 2018 waren es nur 28.934 Geburten, aber 21.804 Sterbef\u00e4lle, was bedeutet, dass die Bilanz anders als anderswo auf dem Balkan nach wie vor positiv ist. Der Trend weist jedoch steil nach unten, und das Medianalter der albanischen Bev\u00f6lkerung nimmt zu. In neun Jahren ist es um mehr als vier Jahre von 32,6 im Jahr 2011 auf 36,7 im Jahr 2019 gestiegen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAlbanien \u2013 Demografische Kennzahlen. Abbildung: \u00a9 Ewelina Karpowiak \/ Klawe Rzeczy<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tUm Frauen zu ermuntern, Kinder zu bekommen, erhalten Familien bei der Geburt des ersten Kindes eine einmalige Zahlung von 300 Euro, 600 Euro f\u00fcr das zweite und 900 Euro f\u00fcr das dritte Kind. Vor dem Zusammenbruch des Kommunismus hatte Albanien zwar eine Geburtenrate, die der von Kosovo-Albanerinnen oder Montenegrinerinnen nicht un\u00e4hnlich war, aber was die Abwanderung betrifft, unterschied sich das Land v\u00f6llig von seinen Nachbarn.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAus Griechenland sind die Menschen lange Zeit emigriert, um der Armut zu entkommen, und ab den 1960er-Jahren zogen Hunderttausende aus dem damaligen Jugoslawien, darunter auch Kosovo-Albanerinnen und -Albaner, als Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter nach Deutschland und in andere L\u00e4nder. In Albanien war man jedoch durch das paranoide Regime von Diktator Enver Hoxha v\u00f6llig isoliert. Der Unterschied zwischen der 1991 zu Ende gegangenen Epoche und heute k\u00f6nnte nicht gr\u00f6\u00dfer sein.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDaut Dauti, ein kosovo-albanischer Journalist, kam 1985 nach London. Aus Einsamkeit machte er sich im Telefonbuch auf die Suche nach seinen Landsleuten. Er stie\u00df auf zehn Personen aus Albanien, die w\u00e4hrend der Zeit von K\u00f6nig Zogu ins Exil gingen, sowie zwei Kosovo-Albaner. INSTAT beziffert die Zahl der im Ausland lebenden albanischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger laut Personenstandsregister heute mit 1,64 Millionen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tBev\u00f6lkerungsver\u00e4nderung in Albanien. Abbildung: \u00a9 Ewelina Karpowiak \/ Klawe Rzeczy<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tF\u00fcr ein Land, das keinen Krieg erlebt hat, ist in sehr kurzer Zeit eine riesige Diaspora entstanden. Angesichts der vielen Auswanderer und der sinkenden Geburtenraten ist es nicht verwunderlich, dass auch die Wohnbev\u00f6lkerung des Landes, die Anfang 2019 bei 2,86 Millionen lag, abnimmt. Im Jahr 1991 waren es noch 3,29 Millionen. Laut INSTAT leben heute in Albanien 9,7 Prozent weniger Menschen als zum Zeitpunkt der Volksz\u00e4hlung von 1989.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tGem\u00e4\u00df der Volksz\u00e4hlung aus dem Jahr 1945 betrug die Bev\u00f6lkerung Albaniens 1,07 Millionen Menschen, verdreifachte sich also unter dem Kommunismus, nimmt aber seit dem Ende des Kommunismus in Albanien stetig ab. INSTAT geht davon aus, dass im Jahr 2031 in Albanien 2,75 Millionen Menschen leben werden. Laut einer UN-Prognose wird die Bev\u00f6lkerung bis 2050 auf 2,66 Millionen schrumpfen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tGr\u00f6\u00dfte demografische Verlierer. Abbildung: \u00a9 Ewelina Karpowiak \/ Klawe Rzeczy<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDie Abwanderung ist ein hochgradig politisiertes und umstrittenes Thema. Nach Angaben der albanischen Opposition haben allein in den letzten zehn Jahren mehr als eine halbe Million Menschen das Land verlassen. Z\u00e4hlt man die von INSTAT gesch\u00e4tzte Zahl der Emigranten in den zw\u00f6lf Jahren bis 2018 zusammen, sind es sogar noch mehr. Sch\u00e4tzungen \u00fcber die Zahl der Zur\u00fcckgekehrten belaufen sich laut INSTAT im gleichen Zeitraum jedoch auf mehr als 260.000.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tEUROPE’S FUTURES<\/h2>\n\t
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\n\tEuropa erlebt seine dramatischste und herausforderndste Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg. Das europ\u00e4ische Projekt steht auf dem Spiel und die liberale Demokratie wird sowohl von innen als auch von au\u00dfen gefordert. Von allen Seiten der staatlichen und nicht-staatlichen Akteure ist es dringend erforderlich, sich mit den brennenden Problemen zu befassen und das, was durch das politische Friedensprojekt sorgf\u00e4ltig erreicht wurde, zu bekr\u00e4ftigen.

Zwischen 2018 und 2021 engagieren sich jedes Jahr sechs bis acht f\u00fchrende europ\u00e4ische Expertinnen und Experten als\u00a0Europe\u2019s Futures<\/a>\u00a0Fellows. Sie schaffen damit eine einzigartige eine Plattform der Ideen, um grundlegende Ma\u00dfnahmen zu pr\u00e4sentieren, deren Ziel es ist, die Vision und Realit\u00e4t Europas zu st\u00e4rken und voranzutreiben. Europe\u2019s Futures basiert auf eingehenden Untersuchungen, konkreten politischen Vorschl\u00e4gen und dem Austausch mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, dem \u00f6ffentlichen Diskurs und Medien.<\/p>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n

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\n\tFerner gilt es zu ber\u00fccksichtigen, dass Personen mehrmals gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnen, wenn sie ins Ausland ziehen, aber immer wieder zur\u00fcckkommen, was h\u00e4ufig der Fall ist.

Der Trend geht eindeutig in Richtung Nettoauswanderung, auch wenn es nahezu unm\u00f6glich ist, genaue Zahlen zu ermitteln. Zirkul\u00e4re Migration, d.h. Menschen, die f\u00fcr kurze Zeit im Ausland arbeiten, \u201ek\u00f6nnen wir nicht messen\u201c, meint Nesturi.

Ein Problem bei dem Versuch, den Umfang der Abwanderungsbewegungen in Albanien zu ermitteln, besteht darin, dass eine betr\u00e4chtliche Anzahl an Menschen politisches Asyl beantragt, was aber in den Auswanderungsdaten von INSTAT nicht aufscheint, solange eine Person ihren Aufenthaltsstatus nicht legalisiert.

So gut wie niemand in Albanien erf\u00fcllt die Anforderungen f\u00fcr politisches Asyl im Ausland, aber f\u00fcr viele, vor allem aus armen Gegenden, lohnte und lohnt es sich durchaus, einen Antrag zu stellen und dann mehrere Monate in einem reichen EU-Land zu verbringen, wo sie eine Bleibe haben und sozial abgesichert sind, anstatt im eigenen Land arbeitslos oder schlecht bezahlt zu sein.

Bevor albanische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ab Dezember 2010 ohne Visum in den Schengenraum einreisen durften, versuchten dies nur sehr wenige \u2013 1.965 im gesamten EU-Raum im Jahr 2010.

Danach begannen die Zahlen jedoch zu steigen, bis sie 2015 mit 68.950 ihren H\u00f6chststand erreichten, wobei der h\u00f6chste Anteil auf Deutschland fiel.<\/p>\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tIm Jahr 2018 war die Zahl der Asylwerberinnen und Asylwerber aus Albanien in der EU auf 22.475 gesunken. Davon befanden sich jedoch die meisten (9.665) in Frankreich, wo die Asylverfahren und die Abschiebung abgelehnter Asylwerber im Gegensatz zu Deutschland lange dauern.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAuch wenn sich die Zahl der Auswanderer nur schwer exakt berechnen l\u00e4sst, lebten nach Angaben von Eurostat im Jahr 2017 etwa 869.455 albanische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in der EU. Davon hielten sich 429.966 in Italien und 383.371 in Griechenland auf, was bedeutet, dass eine vergleichsweise geringe Zahl in anderen L\u00e4ndern lebt.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDa die Gesamtzahl von Eurostat nur halb so hoch ist wie die von INSTAT ermittelte Zahl der albanischen Diaspora, gibt es offensichtlich irgendwo eine Diskrepanz, selbst wenn man jene Albanerinnen und Albaner, die sich in den USA und anderen Nicht-EU-L\u00e4ndern aufhalten, sowie diejenigen innerhalb der EU ber\u00fccksichtigt, die nicht mehr als Albanerinnen bzw. Albaner gez\u00e4hlt werden, weil sie eine EU-Staatsb\u00fcrgerschaft erworben haben. Tats\u00e4chlich haben laut Eurostat 286.677 Personen zwischen 2012 und 2017 genau das getan, die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit von ihnen in Griechenland und Italien. Klammert man die Menschen, die ihr Land aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden verlassen, aus, machen die neu in der EU eingeb\u00fcrgerten Albanerinnen und Albaner zumindest einen Teil der r\u00fcckl\u00e4ufigen Zahlen in diesen L\u00e4ndern aus.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tIn Italien ist die Zahl der als Albanerinnen bzw. Albaner registrierten Personen in den vergangenen Jahren deutlich zur\u00fcckgegangen, in Griechenland ist das weitaus weniger der Fall. Auch wenn die schrumpfende Bev\u00f6lkerung Albaniens eindeutig Anlass zur Sorge gibt, sind die Geldsendungen der Diaspora ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAuch wenn die schrumpfende Bev\u00f6lkerung Albaniens eindeutig Anlass zur Sorge gibt, sind die Geldsendungen der Diaspora ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDa Diaspora-Familien jedoch mehr Geld f\u00fcr die Selbstversorgung im Ausland ausgeben m\u00fcssen, ist der prozentuale Beitrag dieses Kapitals zum Bruttoinlandsprodukt im Laufe der Jahre zur\u00fcckgegangen. Nach Angaben der Weltbank entfielen 1993, als in Albanien fast nichts funktionierte und infolge eines ersten Exodus von Zehntausenden jungen M\u00e4nnern, sogar 28 Prozent des BIP auf R\u00fcck\u00fcberweisungen. Im Jahr 2018 waren es 9,6 Prozent.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tNoch etwas gibt im Hinblick auf die gesellschaftliche und demografische Entwicklung Anlass zur Sorge, n\u00e4mlich die Tatsache, dass nicht nur eine gro\u00dfe Zahl von Menschen ausgewandert ist, sondern dass viele auch innerhalb Albaniens umgezogen sind. W\u00e4hrend also viele Menschen aus dem S\u00fcden nach Griechenland und viele aus dem Norden nach Italien gezogen sind, sind zahlreiche Menschen aus ganz Albanien nach Tirana \u00fcbersiedelt, was zu einer zunehmenden Entv\u00f6lkerung vor allem der l\u00e4ndlichen Gebiete und Bergregionen gef\u00fchrt hat.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tZwischen 2019 und 2031 wird die Hauptstadt voraussichtlich der einzige Ort des Landes sein, dessen Bev\u00f6lkerung zunehmen wird, sodass dort etwa 35 Prozent der Bev\u00f6lkerung Albaniens leben werden. Was die Geburtenziffern und die Alterung der Bev\u00f6lkerung betrifft, so ist Albanien nicht nur mit dem Gro\u00dfteil der \u00fcbrigen Region, sondern auch anderen Teilen Europas vergleichbar. Im Gegensatz zu den \u00e4rmeren L\u00e4ndern des Balkans k\u00f6nnen die reicheren L\u00e4nder den Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang jedoch durch Zuwanderung ausgleichen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tAlbaniens Bev\u00f6lkerung ist jedoch noch immer vergleichsweise jung und der Anteil der \u00e4lteren Menschen relativ niedrig, was laut Nesturi eine \u201edemografische Dividende\u201c darstellt. Diese Situation werde aber nur wenige Jahre oder h\u00f6chstens eine Generation andauern, im Gegensatz zu Westeuropa, wo sie ein halbes Jahrhundert w\u00e4hrte. Das Land m\u00fcsse dies in vollem Umfang n\u00fctzen, meinte sie, was bedeute, dass die Regierung \u201eeine angemessene Wirtschafts- und Sozialpolitik\u201c sicherstellen m\u00fcsse, \u201eum diesen Menschen produktive Arbeitspl\u00e4tze zu bieten\u201c. Andernfalls werden sie das Land verlassen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDer Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und repr\u00e4sentiert nicht den Standpunkt von BIRN oder der ERSTE Stiftung.<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\t Original auf Englisch. Erstmals publiziert am 14. November 2019 auf Reportingdemocracy.org<\/a>, einer journalistischen Plattform des Balkan Investigative Reporting Network. Der vorliegende Text ist im Rahmen des Europe\u2019s Futures<\/a> Projekts entstanden.
Aus dem Englischen von
Barbara Maya<\/a>.<\/em>

Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 Tim Judah. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der
Redaktion<\/a>.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Illustration: \u00a9 Ewelina Karpowiak \/ Klawe Rzeczy<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

Albaniens Bev\u00f6lkerung ist noch immer vergleichsweise jung, der Anteil der \u00c4lteren relativ niedrig. Das k\u00f6nnte sich jedoch schnell \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2264,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[433,360,436],"tags":[355,224,126,366],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3707"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3707"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3707\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5020,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3707\/revisions\/5020"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3707"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3707"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3707"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3707"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}