{"id":3621,"date":"2019-05-23T00:00:00","date_gmt":"2019-05-23T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/proeuropaeische-haltung-unerwuenscht\/"},"modified":"2021-08-23T08:55:18","modified_gmt":"2021-08-23T08:55:18","slug":"proeuropaeische-haltung-unerwuenscht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/proeuropaeische-haltung-unerwuenscht\/","title":{"rendered":"Proeurop\u00e4ische Haltung unerw\u00fcnscht?"},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Was das postfaktische Labor Ungarn hervorbringt, wird mit zunehmender Skepsis betrachtet. Mit ihrem EU-Wahlkampf trieb es Fidesz mit ihrer Euroskepsis so weit, dass sie sich eine Suspendierung der Mitgliedschaft in der Europ\u00e4ischen Volkspartei einhandelte. Die rigorose Medienkontrolle der Zentralregierung hat allerdings bislang eine realistische Darstellung der proeurop\u00e4ischen Haltung der ungarischen Bev\u00f6lkerung verhindert.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tEtablierte politische Parteien haben bei EU-Wahlen oft M\u00fche, ihre Unterst\u00fctzer zu mobilisieren. Die Fidesz-Regierung hat sich jedoch im diesj\u00e4hrigen Wahlkampf selbst \u00fcbertroffen. Ziel ihrer Attacken waren EU-Kommissionspr\u00e4sident Jean-Claude Juncker und US-Investor George Soros. Das Volk wurde \u00fcber die heimt\u00fcckischen Pl\u00e4ne aus Br\u00fcssel \u201einformiert\u201c. Das d\u00fcrfte nicht nur die ungarischen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler auf den Plan rufen, sondern hat nat\u00fcrlich auch bereits Europas politische Eliten mobilisiert \u2013 gegen Fidesz. Die langfristigen Bem\u00fchungen der Partei, die Spannungen zwischen den \u201eeurop\u00e4ischen Eliten\u201c und dem \u201eungarischen Volk\u201c zu versch\u00e4rfen, st\u00fctzen sich tats\u00e4chlich auf einige eklatante Konflikte. Allerdings scheint man die m\u00f6glichen Folgen der Kampagne falsch eingesch\u00e4tzt zu haben, n\u00e4mlich die Suspendierung von Fidesz aus der Europ\u00e4ischen Volkspartei.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIm Gegensatz zu vielen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern, in denen Politikerinnen und Politiker versuchen, auf der Welle der in der W\u00e4hlerschaft bereits vorhandenen Euroskepsis zu reiten, hat Ministerpr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n versucht, in ruhigen Gew\u00e4ssern Wellen zu schlagen. W\u00e4hrend seine Rhetorik das genaue Gegenteil suggeriert, ist das Vertrauen der Ungarinnen und Ungarn in die EU h\u00f6her als im EU-Durchschnitt. Und w\u00e4hrend die euroskeptische W\u00e4hlerschaft im Westen die proeurop\u00e4ischen Eliten loswerden will, geht es der EU-feindlichen Elite in Ungarn darum, die Menschen von ihrer proeurop\u00e4isch Haltung abzubringen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Im postfaktischen Labor<\/strong><br><br>Die Mittel: aggressive Kampagnen einer riesigen, zunehmend zentralisierten, von der Zentralregierung unterst\u00fctzten Maschinerie der Fake News und Verschw\u00f6rungstheorien, die Ungarn zum alleinigen \u201epostfaktischen Regime\u201c unter den Mitgliedstaaten machen. Hier betreffen die einzigen Neuigkeiten aus der EU die ankommenden \u201eMigrationsschw\u00e4rme\u201c und George Soros.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDies hat sich bereits negativ auf die Haltung gegen\u00fcber der EU ausgewirkt. Orb\u00e1n m\u00f6chte das Image der EU aus dreierlei Gr\u00fcnden zerst\u00f6ren. Erstens hat er ein starkes Interesse daran, die europ\u00e4ische Integration zu stoppen. Denn je weiter dieser Prozess voranschreitet, desto schwieriger wird es, ein hybrides, auf nepotistischer Korruption basierendes Regime zu errichten und aufrechtzuerhalten. Zweitens sieht er in der EU einen politischen Gegner, der in Ungarn obendrein ziemlich popul\u00e4r ist. Drittens will Orb\u00e1n die EU von innen heraus ver\u00e4ndern. Zum Gl\u00fcck f\u00fcr die EU wird dies aus der politischen Peripherie zunehmend schwieriger \u2013 und genau dort steuert er hin.<br><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Original auf Englisch. Erstmals publiziert am 23. April 2019 auf <a href=\"https:\/\/www.eurozine.com\/fear-torn-apart\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Eurozine<\/a>.<br>Aus dem Englischen von <a href=\"http:\/\/www.wordpool.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Barbara Maya<\/a>.<\/em><br><br><em>Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 P\u00e9ter Krek\u00f3 \/ Eurozine. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der <a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/erste-stiftung\/impressum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Redaktion<\/a>.<br>Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Riga, Lettland. Foto: \u00a9 iStock \/ tunart<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10    wrapper__divider-bottom-large\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Mood of the Union<\/strong><br><br>Die Serie <a href=\"https:\/\/www.eurozine.com\/mood-of-the-union\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mood of the Union<\/em><\/a> sammelt Artikel zur Wahl zum Europ\u00e4ischen Parlament aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten. Die Serie wird von der ERSTE Foundation und dem <a href=\"https:\/\/www.ned.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">National Endowment for Democracy<\/a> unterst\u00fctzt.<br><br>In der Serie <em>The Mood of the Union<\/em> berichten Redakteure des Magazins <a href=\"https:\/\/www.eurozine.com\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Eurozine<\/a> \u00fcber die Lage in der gesamten Europ\u00e4ischen Union und diskutieren mit Journalisten und Analysten die Einstellungen zu den EU-Wahlen und \u00fcber das, was auf nationaler Ebene auf dem Spiel steht. Ziel der Serie ist es, \u00fcber die Berichterstattung nationaler Medien hinaus, einen detaillierteren Einblick in die Stimmung vor Ort zu liefern. Die Serie wird von <a href=\"https:\/\/www.eurozine.com\/authors\/agnieszka-rosner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Agnieszka Rosner<\/a> kuratiert und vom mitwirkenden Redakteur Ben Tendler editiert.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ungarn vor den Wahlen zum Europ\u00e4ischen Parlament<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1760,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[433,360],"tags":[318,476,312],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3621"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3621"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3621\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5493,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3621\/revisions\/5493"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1760"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3621"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3621"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}