{"id":3573,"date":"2018-12-12T00:00:00","date_gmt":"2018-12-12T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/kunst-als-protest-ist-nicht-genug\/"},"modified":"2022-04-21T09:45:44","modified_gmt":"2022-04-21T09:45:44","slug":"kunst-als-protest-ist-nicht-genug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/kunst-als-protest-ist-nicht-genug\/","title":{"rendered":"Kunst als Protest ist nicht genug."},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Uns geht es um die Gesellschaft, nicht die Kunst \u2013 sagt Joanna Mytkowska, Direktorin des Museums f\u00fcr Moderne Kunst in Warschau. F\u00fcr ihre au\u00dferordentlichen Leistungen, die sie auf kuratorischem Gebiet vollbracht hat, sowie f\u00fcr ihre ausgezeichneten Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Kunst aus Mittel- und Osteuropa wurde sie mit dem Igor-Zabel-Preis 2018 ausgezeichnet. Im Gespr\u00e4ch mit Marek Beylin erz\u00e4hlt sie von ihrer kuratorischen Praxis gegen\u00fcber ihrem Publikum, vergangenen Ausstellungen und utopischen \u00dcberlegungen.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Beginnen wir mit Ihren Erfahrungen aus S\u0142upsk [Stolp], einer mittelgro\u00dfen Stadt in den ehemaligen deutschen Gebieten an der Westgrenze Polens, wo Sie aufgewachsen sind. Viele Zuwanderer kamen nach dem Krieg hierher; die einheimische Bev\u00f6lkerung macht nur einen geringen Anteil aus. Wie hat S\u0142upsk Sie gepr\u00e4gt?<\/strong><br><br>Ich lebte bis zum Abschluss der Oberschule in S\u0142upsk. Es gab dort wirklich viele Migranten, Menschen, die keine Wurzeln hatten. Keiner der Einwohner hatte Gro\u00dfeltern, die von dort stammten. Es war eine junge Stadt. Wie viele andere kamen meine Eltern in jungen Jahren als Arbeitskr\u00e4fte auf Anordnung des Staates hierher. All das f\u00fchrte zu einem gewissen Enthusiasmus, eine neue Ordnung zu schaffen; abgesehen von einem kleinen Familien- und Freundeskreis war aber auch ein starker Einfluss der kommunistischen Machthaber zu sp\u00fcren. Gleichzeitig gab es keinen konservativen Druck \u2013 es fehlte eine starre Mittelschicht bzw. ein Bildungsb\u00fcrgertum, wie man es aus traditionsreicheren St\u00e4dten kannte. Die katholische Kirche hatte auch keinen gro\u00dfen Einfluss, da sie in Pommern ebenfalls zu den \u201eNeuank\u00f6mmlingen\u201c geh\u00f6rte. Au\u00dferdem gab es keine dieser g\u00f6nnerhaften \u201eOnkel\u201c, die immer alles besser wussten und deren ganzer Stolz die l\u00e4cherlichen Schwerter an den W\u00e4nden ihrer Wohnungen waren. Zugegeben, bisweilen legten auch manche unserer Freunde derartige Verhaltensweisen an den Tag, was aber in unserer Wohngegend doch ziemlich grotesk anmutete.<br><br>Was ich aus S\u0142upsk mitgenommen habe, waren deshalb ein Faible f\u00fcr Gleichberechtigung und eine Abneigung gegen Einschr\u00e4nkungen aufgrund sozialer Herkunft. Diese Erfahrung war grundlegend, was ich erst Jahre sp\u00e4ter verstand, als ich mit einem Kollegen von mir sprach, einem Briten und damaligen Leiter einer Kunstinstitution in Schweden. Er erz\u00e4hlte mir, dass er aufgrund seiner Herkunft aus einer sozial schw\u00e4cheren Schicht nicht in Gro\u00dfbritannien arbeiten k\u00f6nnte. Wenn er mit Leuten vom Schlag eines Nicholas Serota spreche, sei ihm der Klassenunterschied so stark bewusst, dass sein Akzent automatisch st\u00e4rker wurde. Das war f\u00fcr ihn derart belastend, dass er sich entschied, im Ausland zu arbeiten.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Das bringt uns zum Museum f\u00fcr Moderne Kunst in Warschau (MSN) und seine Politik, die sich gewisserma\u00dfen mit den Erfahrungen, die Sie eben beschrieben haben, deckt. Das Programm des MSN beruht, so wie ich das sehe, auf einer Reihe von Konfliktachsen: Zentrum versus Peripherie bzw. Semi-Peripherie, das Vertraute versus das Fremde sowie Identit\u00e4t als etwas Festgeschriebenes versus Identit\u00e4t, die sich aus zahlreichen Geschichten \u00fcber sich selbst und die Welt zusammensetzt.<\/strong><br><br>Es gibt auch eine gewisse Dynamik, die mein Team als emanzipatorisch bezeichnet. Diese Achsen entstammen einer Fantasie, die wir nun auf den Pr\u00fcfstand stellen m\u00fcssen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Was f\u00fcr eine Fantasie?<\/strong><br><br>Wir haben sie zu Beginn unserer Arbeit am Museum schrittweise konstruiert, da wir uns in der Realit\u00e4t, die wir gemeinsam zu schaffen glaubten, eigentlich ganz wohl f\u00fchlten. Wir dachten, dass unsere Rolle darin bestand, zu vermitteln und die verschiedenen Konflikte zu erkl\u00e4ren. Und wir befanden bald, dass das, worum es f\u00fcr uns in erster Linie ging, nicht die Kunst, sondern die Gesellschaft war. Wir stellten au\u00dferdem fest, dass unsere urspr\u00fcnglichen Versuche, die Kunst zu revolutionieren bzw. eine Ver\u00e4nderung in der Kunst herbeizuf\u00fchren, und so mit unseren BesucherInnen zu kommunizieren, in eine Sackgasse f\u00fchrten \u2013 kaum wer war an unserem Angebot interessiert; wir standen allein da.<br><br>Fr\u00fcher hatte ich mir um solche Dinge keine Gedanken gemacht. Als ich f\u00fcr die Warschauer Galeria Foksal bzw. die Foksal Gallery Foundation und sp\u00e4ter f\u00fcr das Centre Pompidou in Paris arbeitete, hatte ich mit dem Publikum nichts zu tun. Meine Aufgabe bestand darin, die bestm\u00f6gliche Ausstellung zu organisieren, die bestm\u00f6gliche Publikation zu produzieren oder erfolgreich mit den K\u00fcnstlerInnen zusammenzuarbeiten. Im MSN musste ich jedoch zum ersten Mal mit der \u00d6ffentlichkeit kommunizieren. <br><br>Irgendwann gelang es uns, die \u201egl\u00e4serne Decke\u201c zu durchbrechen. Die Kunst wurde f\u00fcr uns zu einem Modus Operandi, der uns lehrte, strategisch zu denken und unsere Vorstellungskraft zu nutzen. Sie wurde mehr zu einer Methode, um Menschen zu erreichen, als zu einem Ziel an sich. Und so kristallisierten sich diese Konfliktachsen heraus, die Sie zuvor erw\u00e4hnten. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<div class=\"block-columns block-columns__gutter-large--10 block-columns__vertical-spacing-large--0\">\n\t\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--5 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t\n<div class=\"block-infobox\">\n\t<h2 class=\"heading heading__color--primary heading__size--small heading__align--left heading__font--secondary block-infobox__heading\">\n\tJoanna Mytkowska<\/h2>\n\t<div class=\"block-infobox__content\">\n\t\t\n<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--default paragraph__align--left paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-infobox__paragraph\">\n\tJoanna Mytkowska (48) ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und seit 2007 Leiterin des <a href=\"https:\/\/artmuseum.pl\/en\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Museums f\u00fcr Moderne Kunst<\/a> (MSN) in Warschau. Sie wurde mit dem <a href=\"https:\/\/www.igorzabel.org\/en\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Igor-Zabel-Preis<\/a> 2018 ausgezeichnet. Mit dem Preis zeichnet die Jury &#8220;die au\u00dferordentlichen Leistungen aus, die Joanna Mytkowska auf intellektuellem und kuratorischem Gebiet sowie als Staatsb\u00fcrgerin im Laufe der vergangenen f\u00fcnfzehn Jahre an der Spitze des Warschauer MSN vollbracht hat. Hervorzuheben sind ihre ausgezeichneten Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Kunst aus Mittel- und Osteuropa  sowie ihr au\u00dfergew\u00f6hnlicher Einsatz f\u00fcr die St\u00e4rkung der Beziehung zwischen Kunst und Gesellschaft in Zeiten radikaler gesellschaftspolitischer Ver\u00e4nderungen in Polen und dar\u00fcber hinaus.&#8221;<br><br><em>Foto: \u00a9 Nada \u017dgank<\/em><\/p>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--7 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Welche Strategien haben Sie daher angesichts des Vorsto\u00dfes nationalistischer Populismen entwickelt, die man mittlerweile \u00fcberall in Europa und den USA beobachten kann?<\/strong><br><br>Jedes Kunstwerk von Bedeutung hat immer etwas Warnendes an sich. Wenn ich mir die Sammlung ansehe, die begonnen wurde, als noch niemand den Nationalismus ernst nahm, der nur ein Nischendasein fristete, erkenne ich, dass viele der Kunstwerke dieses warnende Element in sich trugen.<br><br>Vor 2015 sahen wir darin jedoch nur ein Fragment einer ansonsten positiven Erfahrung mit den allgemeinen Ver\u00e4nderungen nach 1989. Zugleich stellten wir die Transformation unseres Landes nicht als Einzelfall dar, weil solche Ver\u00e4nderungen auch in anderen Teilen der Welt stattfanden \u2013 und zu \u00e4hnlichen Konflikten f\u00fchrten. Radikale Verschiebungen schaffen immer einen Raum, der sukzessive von zusehends tribalistischen Ideen und Haltungen besetzt wird. Wir dachten, dass die Darstellung dieser Prozesse mittels pers\u00f6nlicher, durch die Kunst evozierter Erfahrungen uns zeigen w\u00fcrde, wie man gegen die Anziehungskraft nationalistischer oder xenophobischer Ideologien immun bleiben kann.<br><br>Aus diesem Grund waren unsere ersten gro\u00dfen Pr\u00e4sentationen der Sammlung im alten Emilia-Pavillon [ein modernistisches M\u00f6belhaus im Zentrum von Warschau, das mittlerweile abgerissen wurde], wie etwa <em>In the Heart of the Country<\/em> und <em>In the Near Future<\/em>, voll mit Beispielen, wie mit der Situation an verschiedenen Orten der Welt umgegangen wurde &#8230;<\/p>\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Eine sehr optimistische Sichtweise &#8230;<\/strong><br><br>Durchaus. Zur selben Zeit gab es aber die Ausstellung <em>The New National Art<\/em>, die dem Widerspruchsgeist von \u0141ukasz Ronduda und dem anthropologischen Wissensdurst von Sebastian Cichocki zu verdanken war. Die Initiatoren dieser Schau pr\u00e4sentierten nationalistische, in zeitgen\u00f6ssische Sprachen der Kunst \u00fcbersetzte Ideen. Das war unsere erste Begegnung mit einer Welt, die uns bald alle umgeben sollte. <br><br>Das Jahr 2015, mit all den politischen Ver\u00e4nderungen, die es mit sich brachte, war ein Schock f\u00fcr uns, so wie andere Entwicklungen der vergangenen Jahre f\u00fcr viele Europ\u00e4erInnen ein Schock waren. Wir hatten die Rechnung f\u00fcr unseren Optimismus und den einer ganzen \u00c4ra zu zahlen \u2013 daraus entstand die 2016 begonnene Ausstellungserie, im Besonderen <em>Bread and Roses<\/em>. Hier ging es darum, wie die Kunstwelt ihre avantgardistischen Wurzeln verraten hatte, da K\u00fcnstlerInnen still und heimlich die soziale Leiter hochgestiegen waren und nun von irgendwo dort oben herab phrasendreschend \u00fcber die Unterschicht herzogen. Kein Wunder, dass diese Unterschicht kein Interesse an ihnen zeigt. Es mag eine Binsenweisheit sein, doch schadet es nicht, daran zu erinnern. <br><br>Die Arbeit von Jacek Adamas war in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung: eine Gegen\u00fcberstellung des Titelbildes des <em>Art Forum<\/em>, auf dem Pawe\u0142 Althamers goldenes Flugzeug zu sehen ist, mit Aufnahmen des Absturzes bei Smole\u0144sk [der Flugzeugabsturz 2010, der 96 Todesopfer forderte, darunter der polnische Pr\u00e4sident und hochrangige Regierungsmitglieder]. Besser lie\u00df sich nicht zeigen, wie sehr diese beiden Welten auseinandergedriftet waren. Zu lange hatten wir geglaubt, dass die Welt der goldenen Menschen echt ist. <br><br>Der Fokus der zweiten Ausstellung, <em>Making Use<\/em>, war auf Praktiken, die \u00fcber die Kunst hinausgehen, gerichtet. Sie zeigte, dass der emotionale Bereich der Kunst nur einen kleinen Teil ihrer Welt ausmacht, die auch den Markt, die Institutionen und den Austausch von Meinungen umfasst. Es ging auch darum, dass Kunst von verschiedenen au\u00dferk\u00fcnstlerischen Kreisen und f\u00fcr andere, vornehmlich soziale Zwecke in Dienst genommen werden kann. <br><br>Die dritte Schau trug den Titel <em>Why We Have Wars<\/em> und widmete sich modernen Au\u00dfenseiterk\u00fcnstlerInnen, deren Gr\u00fcnde, Kunst zu machen, sich von \u201eBerufsk\u00fcnstlerInnen\u201c unterscheiden. Das war unsere L\u00e4uterung.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Dieser Liste an Ausstellungen, die unser aller unbedarften Optimismus revidieren, w\u00fcrde ich die k\u00fcrzlich gezeigte Schau <em>What is Enlightenment?<\/em> hinzuf\u00fcgen.<\/strong><br><br>Das war sp\u00e4ter, 2018. Die drei von mir erw\u00e4hnten Ausstellungen waren die emotionale und pers\u00f6nliche Reaktion auf aktuelle politische Entwicklungen und bezogen sich auch auf unsere eigene berufliche Praxis als Kulturinstitution. <em>What is Enlightenment?<\/em> war eine klinische Arbeit, ein Aufruf zu einem Universalismus in Zeiten einer akuten Wertekrise \u2013 dazu z\u00e4hlten auch die Werte der Aufkl\u00e4rung. Wir sch\u00f6pften aus der unglaublichen F\u00fclle der grafischen Sammlung der Bibliothek der Universit\u00e4t Warschau und setzten diese Arbeiten zeitgen\u00f6ssischen Werken gegen\u00fcber.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t&#8220;Wir m\u00fcssen uns weniger elit\u00e4ren Bereichen widmen , wenn wir eine \u00f6ffentliche Wirkung erzielen wollen.&#8221;<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tAngesichts der Ver\u00e4nderungen in Polen und Europa beschlossen wir, dass wir nicht an unseren Positionen festhalten durften, dass wir versuchen sollten, Br\u00fccken zu bauen, anstatt neue Gr\u00e4ben zu ziehen. Einerseits ist unser Programm deutlich genug umrissen, um unsere Identit\u00e4t aufrechtzuerhalten, andererseits ist klar, dass wir uns weniger elit\u00e4ren Bereichen widmen m\u00fcssen, wenn wir eine \u00f6ffentliche Wirkung erzielen wollen. Um das zu erreichen, mussten wir uns gegen\u00fcber anderen Sprachen der Kunst \u00f6ffnen und eine noch gr\u00f6\u00dfere Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber dem Publikum entwickeln.<br><br>Der erste Schritt in diese Richtung war die Ausstellung <em>The Beguiling Siren is Thy Crest<\/em>, die im neuen, aber nach wie vor provisorischen Sitz des Museums am Flussufer der Weichsel gezeigt wurde. Dabei entdeckten wir, dass schwierige Themen zug\u00e4nglicher werden, wenn sie sich der klassischen Sprachen der Kunst oder Kunstwerken bedienen. Au\u00dferdem wurde uns bewusst, dass es notwendig war, eine klare These aufzustellen, so wie wir das in der Ausstellung \u00fcber die Aufkl\u00e4rung getan hatten. Eine solche These kann dann auch mithilfe der experimentellsten Ausdrucksformen veranschaulicht werden.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Die Ausstellungen, die Sie erw\u00e4hnten, zeigen die untersch\u00e4tzte Welt der Marginalit\u00e4t, der guten und schlechten Ideen, Denk- und Entwicklungsfallen. Wir wissen jedoch, dass wir eine Utopie brauchen, wenn wir eine Zukunft schaffen wollen. Haben Sie, hat das Museum eine Utopie?<\/strong><br><br>Wir hatten eine optimistische Utopie. Dieses Bild des Ganzen wurde jedoch zerschlagen und kann nicht von heute auf morgen neu aufgebaut werden. Deshalb laden wir das Publikum immer wieder ein, mit uns in Dialog zu treten. Das war das Ziel der Ausstellung \u00fcber die Aufkl\u00e4rung oder auch der aktuellen Schau <em>Niepodleg\u0142e: Women, Independence and National Discourse<\/em>, in der es um Frauen im Kontext von Unabh\u00e4ngigkeitsdiskursen geht. Das wird zum Beispiel auch das Ziel der Ausstellung von Daniel Rycharski sein, einem K\u00fcnstler, der seine Identit\u00e4t in Bezug auf die katholische Kirche verhandelt. Eine spannende Sache, sehr anspruchsvoll.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/img_1594-kopie.png\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Bartosz Stawiarski\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tDie Ausstellung &#8220;The Beguiling Siren is Thy Crest&#8221; war der erste strategische Schritt in eine neue k\u00fcnstlerische Richtung des Museums f\u00fcr Moderne Kunst in Warschau, um letztendlich eine gr\u00f6\u00dfere Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber dem Publikum zu entwickeln und die \u00d6ffentlichkeit zu erreichen. Foto: \u00a9 Bartosz Stawiarski<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Sehen Sie in der modernen Kunst Bem\u00fchungen, ein koh\u00e4rentes Bild des Ganzen zu schaffen?<\/strong><br><br>Eigentlich nicht. Ich sehe in erster Linie Protest. Besonders im Theater: Nehmt uns unsere Welt nicht weg! <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Ich finde, gerade im Theater ist ein G\u00e4rprozess zu bemerken. Man denke nur an die Aneignung nationaler Traditionen durch die queere Kunst, die eine Bereicherung und Ausweitung gesellschaftlicher Themen darstellt.<\/strong><br><br>M\u00f6glicherweise ist es tats\u00e4chlich so, dass das einzige koh\u00e4rente Bild durch die Queer-Community und ihre Ausdrucksformen geschaffen wird. Die Arbeiten von Miko\u0142aj Sobczak sind ein gutes Beispiel daf\u00fcr. Wir versuchen, Teil dieses von Ihnen erw\u00e4hnten G\u00e4rprozesses zu sein, der in der Ausstellung <em>Sirens<\/em> definitiv sp\u00fcrbar war. Dennoch sind dies nach wie vor Nischenph\u00e4nomene, w\u00e4hrend wir auf ein breiteres Publikum abzielen, mit all den Schwierigkeiten, die das mit sich bringen mag. Ich habe auch nicht das Gef\u00fchl, dass solche G\u00e4rprozesse, auch wenn sie wichtig sind, ausreichen werden, um ein neues Projekt f\u00fcr die Zukunft zu schaffen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<div class=\"block-columns block-columns__gutter-large--10 block-columns__vertical-spacing-large--0\">\n\t\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--5 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t\n<div class=\"block-infobox\">\n\t<h2 class=\"heading heading__color--primary heading__size--small heading__align--left heading__font--secondary block-infobox__heading\">\n\tIgor-Zabel-Preis<\/h2>\n\t<div class=\"block-infobox__content\">\n\t\t\n<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--default paragraph__align--left paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-infobox__paragraph\">\n\tSeit 2008 zeichnet der <a href=\"https:\/\/www.igorzabel.org\/en\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Igor Zabel Award for Culture and Theory<\/a> au\u00dferordentliche Leistungen bedeutender Pers\u00f6nlichkeiten des kulturellen Lebens aus, deren Werk die visuelle Kunst und Kultur in Mittel-, Ost- und S\u00fcdosteuropa unterst\u00fctzt, f\u00f6rdert und untersucht. Ein mit drei internationalen Expertinnen und Experten besetztes Komitee w\u00e4hlt den Gewinner oder die Gewinnerin aus zehn Nominierungen aus und vergibt zwei Arbeitsstipendien; ein drittes Stipendium wird vom Preistr\u00e4ger bzw. der Preistr\u00e4gerin vergeben.<\/p>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--7 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Die MSN-Sammlung umfasst viele K\u00fcnstlerInnen aus dem vormals sowjetischen Mittel- und Osteuropa. War das eine ideologische Entscheidung?<\/strong><br><br>Wir lassen uns bei der Auswahl der Werke f\u00fcr die Sammlung nicht von Regionalismen leiten, sondern durch Affinit\u00e4t. Als wir uns zum Beispiel entschlossen, uns schwerpunktm\u00e4\u00dfig auf Alina Szapocznikow zu konzentrieren, kauften wir auch Werke von Maria Bartuszov\u00e1. Da wir \u00fcber ein sehr solides Portfolio polnischer neoavantgardistischer Kunst verf\u00fcgen, wie es unserer Tradition entspricht, w\u00e4hlen wir auch \u00e4hnliche Positionen aus der Region aus \u2013 daher haben wir zugleich Arbeiten der rum\u00e4nischen K\u00fcnstlerin Geta Br\u0103tescu im Programm. Das ist auch eine Bereicherung f\u00fcr unseren Schwerpunkt auf Frauen in der Kunst. <br><br>Wir organisierten zum Beispiel eine Einzelausstellung des K\u00fcnstlers Ion Grigorescu, weil wir der Meinung waren, dass seine Aktionen gewisse Haltungen von Leuten wie Grzegorz Kowalski oder Pawe\u0142 Althamer begreiflich machen \u2013 radikale, zutiefst spirituelle Kunst. Das waren also konkrete individuelle Entscheidungen.<\/p>\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Mit anderen Worten, Sie gehen nicht davon aus, dass der Region und ihrer Kunst etwas sehr Besonderes innewohnt?<\/strong><br><br>Regionalit\u00e4t und im Besonderen die Gemeinsamkeit von Erfahrungen sind wichtig f\u00fcr mich. Was jedoch die Erfahrung von Ver\u00e4nderungen betrifft, ist es essenziell, ihren universellen Charakter hervorzuheben, mehr als die Tatsache, dass Osteuropa diese Ver\u00e4nderungen auf irgendeine besondere Weise durchlebt hat. Dar\u00fcber hinaus widerstrebt mir die Schaffung eines osteurop\u00e4ischen Ghettos, was ich in meiner Jugend erlebt habe. Ich hasste die Ausstellung <em>After the Wall<\/em> 1999, bei der verschiedene K\u00fcnstlerInnen aus der Region nach kolonialem Muster in ein einziges Projekt gestopft wurden.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>MSN baut eine Sammlung auf, inszeniert Ausstellungen, Performances und Theaterst\u00fccke, organisiert Workshops, Vortr\u00e4ge und Konferenzen und besch\u00e4ftigt sich mit Ideen und gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen. Was hat es mit dem eigenartigen Beruf des Kurators auf sich?<\/strong><br><br>Es gibt viele Kunstinstitutionen, die heute auf diese Art und Weise arbeiten. Zu Beginn unserer Arbeit im Museum waren wir in dieser Hinsicht jedoch tats\u00e4chlich \u00e4u\u00dferst hyperaktiv. Es gab keine Kuratoren, als ich meine berufliche Laufbahn begann, nur einen \u2013 Hans Ulrich Obrist. Wir halfen den K\u00fcnstlerInnen einfach \u2013 das war unsere Aufgabe. Da ich ziemlich schnell in die Rolle einer Animateurin einer ganzen Institution schl\u00fcpfte, \u00fcbernehme ich selten die Funktion einer Kuratorin, deren Aufgabe es ist, in enger Zusammenarbeit mit dem K\u00fcnstler, der K\u00fcnstlerin ein Projekt abzuwickeln. Meine j\u00fcngeren KollegInnen \u00fcben diese Profession jedoch mit aller gebotenen Ernsthaftigkeit aus. Sie sind auch anderen Bereichen gegen\u00fcber offen; Natalia Sielewicz ist zum Beispiel Dramaturgin geworden.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t&#8220;Ein Museum darf letzten Endes nicht nur eine simple Sammlung zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlter Projekte sein.&#8221;<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIch versuche auf Teamwork zu setzen, da es nur so m\u00f6glich ist, die besten Ergebnisse zu erzielen und weil es \u00e4u\u00dferst befriedigend ist. Deshalb machen wir so viele Dinge gemeinsam; Kurator zu sein hat keine Priorit\u00e4t in unserer Arbeit. Zu Beginn erw\u00e4hnten wir nicht einmal die Namen der Initiatoren einer Ausstellung, es war einfach eine Kooperationsarbeit. Ab und zu arbeiten wir immer noch nach diesem Ansatz, da er den Gemeinschaftssinn st\u00e4rkt und den Austausch von Ideen ankurbelt. Dar\u00fcber hinaus ergibt sich dadurch eine koh\u00e4rente Linie f\u00fcr das Museum, das letzten Endes nicht nur eine simple Sammlung zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlter Projekte sein darf.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/igorzabel2018_award_ceremony_064by-nada_-zgank_.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Nada \u017dgank\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tDer Igor Zabel Award for Culture and Theory 2018 ging an Joanna Mytkowska, Polen. Die Igor-Zabel-Stipendien wurden an Edith Je\u0159\u00e1bkov\u00e1 (Tschechische Republik), den Verein f\u00fcr junge K\u00fcnstler Oberliht (Moldawien) und das Visual Culture Research Center (Ukraine) vergeben. Foto: \u00a9 Nada \u017dgank<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<ol class=\"block-footnotes js-footnote-list\">\n\n<\/ol>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Original auf Polnisch. Aus dem Englischen von <a href=\"http:\/\/wordpool.at\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Barbara Maya<\/a>.<\/em><br><em><br>Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz ver\u00f6ffentlicht: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">CC BY-NC-ND 3.0<\/a>. Der Name des Autors\/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden. Autor: Marek Beylin \/ erstestiftung.org.<br>Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Ausstellungsansicht der Ausstellung &#8220;A Beast, a God, and a Line&#8221; im Museum an der Weichsel (&#8220;The Museum on the Vistula&#8221;). Foto: \u00a9 Daniel Chrobak.<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uns geht es um die Gesellschaft, nicht die Kunst, sagt Joanna Mytkowska, Igor-Zabel-Preistr\u00e4gerin 2018.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1504,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[433,245,434],"tags":[559,264,267],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3573"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3573"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3573\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7535,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3573\/revisions\/7535"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3573"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}