{"id":3547,"date":"2018-09-20T00:00:00","date_gmt":"2018-09-20T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/eine-notschlafstelle-alleine-reicht-nicht\/"},"modified":"2021-07-01T06:09:02","modified_gmt":"2021-07-01T06:09:02","slug":"eine-notschlafstelle-alleine-reicht-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/eine-notschlafstelle-alleine-reicht-nicht\/","title":{"rendered":"Eine Notschlafstelle alleine reicht nicht."},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>14.827 Gefl\u00fcchtete \u00fcbernachteten von Mitte September bis Dezember 2015 am Erste Campus, ehrenamtlich betreut von MitarbeiterInnen der Erste Bank und ERSTE Stiftung. Jetzt treffen sie einander im Zuge der <a href=\"https:\/\/www.shades-tours.com\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">SHADES TOURS<\/a> wieder.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t1.500 kg Bananen, 20.000 Flaschen Mineralwasser und mehr als 60.000 Hygieneartikel hat man hier an Gefl\u00fcchtete ausgegeben, doch heute erinnert nichts mehr daran. B\u00fccher reihen sich R\u00fccken an R\u00fccken in den hohen Regalen. Im Erdgeschoss des Geb\u00e4udes am Erste Campus ist mittlerweile die Stiftungs-Bibliothek eingezogen, hier ist der Alltag l\u00e4ngst eingekehrt.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/img_3903.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tDie Ankommenden werden in der Notschlafstelle mit dem N\u00f6tigsten versorgt. Etwa 600.000 Gefl\u00fcchtete passierten 2015 \u00d6sterreich. Knapp 15.000 davon schliefen von September bis Dezember in der Notschlafstelle in der ERSTE Stiftung. Foto: \u00a9 Dejan Petrovi\u0107<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIm Sp\u00e4tsommer und Herbst 2015 sind in kurzer Zeit sehr viele Menschen an den Wiener Bahnh\u00f6fen angekommen. Direkt neben dem Hauptbahnhof waren die R\u00e4umlichkeiten der ERSTE Stiftung noch nicht bezogen. Man musste den Rohbau im Erdgescho\u00df also nur adaptieren und eine gute Versorgung zur Verf\u00fcgung stellen. \u201eDa gab es keine Diskussion. Jedem hier war klar, dass wir das machen. Ich war \u00fcberrascht, nein, eigentlich begeistert, wie schnell wir uns als Organisation darauf eingestellt und zusammengearbeitet haben\u201c, meint Andreas Treichl, Chef der Erste Group r\u00fcckblickend. Damals haben in diesen R\u00e4umlichkeiten bis zu 240 Menschen pro Nacht Unterkunft gefunden. Zahlreiche Erste Bank- und ERSTE StiftungsmitarbeiterInnen k\u00fcmmerten sich in dieser Zeit um die Erstversorgung von knapp 15.000 am Hauptbahnhof angekommener Gefl\u00fcchteter. Sie haben Schlafm\u00f6glichkeiten bereitgestellt, Hungrige und Frierende betreut und medizinische Beratung und Versorgung erm\u00f6glicht.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t\u201eTheoretisch \u00fcber Flucht zu sprechen, das ist die eine Sache, die T\u00fcre aber aufzusperren und diese Menschen zu empfangen, ist eine ganz andere! Das ist schon ein emotionaler Moment.\u201c<\/p><p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__author\">\n\t\u2014  Renate Tomaschek, Objektmanagement Erste Bank<br><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<div class=\"block-columns block-columns__gutter-large--10 block-columns__vertical-spacing-large--0\">\n\t\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--5 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t\n<div class=\"block-infobox\">\n\t<h2 class=\"heading heading__color--primary heading__size--small heading__align--left heading__font--secondary block-infobox__heading\">\n\tHuhn, Fisch &amp; Rind<\/h2>\n\t<div class=\"block-infobox__content\">\n\t\t\n<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-infobox__paragraph\">\n\tDiese Lebensmittel wurden an fast 15.000 Gefl\u00fcchtete w\u00e4hrend der drei Monate ausgeteilt:<br><br><strong><\/strong><br><strong>30.000 Teebeutel<\/strong> &#8211; Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 0,75g pro Teebeutel macht das 52,5 kg Tee, die aufgebr\u00fcht wurden. Weiters wurden 20.000 Flaschen Mineralwasser und 1.000 Liter Milch ausgegeben. <br><strong><\/strong><br><strong>1.500 kg Brot<\/strong> &#8211; Bei den Grundnahrungsmitteln stand Brot an erster Stelle. Gefolgt von 600kg K\u00e4se und jeweils 200kg Gurken und Tomaten, die ausgegeben wurden. <br><strong><\/strong><br><strong>375 kg M\u00fcsli- und Schokoriegel<\/strong> &#8211; Zucker und Zuckerhaltiges war begehrt, wohl weil es schnelle Energie bereitstellen kann. Zus\u00e4tzlich zu den 15.000 M\u00fcsli- und Schokoriegel wurden 1.500kg Bananaen verteilt, umgerechnet entspricht das ca. 13.500 St\u00fcck, und 1.000kg Zucker konsumiert. <br><br><em><br>Huhn, Fisch &amp; Rind: Um sprachlichen Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen, wurden mitunter auch Bilder zur Hilfe gezogen. Foto: \u00a9 Dejan Petrovi\u0107<\/em><\/p>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--7 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tBegonnen hatte alles am 5. September 2015, als die ehemalige Erste-Bank-Filiale am Europaplatz beim Westbahnhof kurzerhand f\u00fcr 70 Schutzsuchende ge\u00f6ffnet wurde. Bereits eine Woche sp\u00e4ter wurde aufgrund des wachsenden Bedarfs nach einer weiteren M\u00f6glichkeit gesucht, auch in der N\u00e4he des Hauptbahnhofs ein Quartier zu schaffen. Da boten sich die zuk\u00fcnftigen R\u00e4ume der ERSTE Stiftung an, deren Adaption damals noch in der Planungsphase war und die somit leer standen.<br><br>\u201eIch h\u00e4tte ja selbst nicht geglaubt, wozu wir in der Lage waren\u201c, meint Renate Tomaschek vom Erste-Objektmanagement. Mit ihren KollegInnen Andrea Besenhofer, David Krieber, Gerhard Ruprecht (Vorstand <a href=\"https:\/\/www.sparkasse.at\/diezweitesparkasse\/bank-der-zweiten-chance\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Zweite Sparkasse<\/a>), und Svegy Duman (Fl\u00fcchtlingskoordination Erste Bank) hat sie kurzerhand die Initiative ergriffen und die damaligen Ereignisse ma\u00dfgeblich gelenkt. Innerhalb von wenigen Stunden wurden 120 Stockbetten aufgebaut, Sanit\u00e4ranlagen errichtet, die medizinische Versorgung vorbereitet und Lebensmittel, Decken und Kleidung herangekarrt. Die hunderte freiwilligen MitarbeiterInnen der Erste Bank, ERSTE Stiftung, des <a href=\"https:\/\/www.samariterbund.net\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Arbeitersamariterbundes<\/a>, der <a href=\"https:\/\/www.johanniter.at\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Johanniter<\/a> und der Initiative <a href=\"http:\/\/www.trainofhope.at\/_www_\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Train of Hope<\/a> haben dann f\u00fcr alles Weitere gesorgt.<br><br>\u201eTheoretisch \u00fcber Flucht zu sprechen, das ist die eine Sache, die T\u00fcre aber aufzusperren und diese Menschen zu empfangen, ist eine ganz andere! Das ist schon ein emotionaler Moment. Da wird man pl\u00f6tzlich mit individuellen Schicksalen konfrontiert\u201c, erinnert sich Renate Tomaschek. Sie hat die T\u00fcren der Notschlafstelle t\u00e4glich um 7 Uhr abends ge\u00f6ffnet. MitarbeiterInnen des \u201eTrain of Hope\u201c haben zuvor am Hauptbahnhof jeweils 240 Armb\u00e4nder abgez\u00e4hlt, sie an die Ankommenden verteilt und diese anschlie\u00dfend zu den R\u00e4umen der ERSTE Stiftung gef\u00fchrt. Familien mit Kindern zuerst, dann alleinreisende Frauen und erst zum Schluss alleinreisende M\u00e4nner. Wichtig war es die Familien keinesfalls zu trennen. Verschiedene Nationalit\u00e4ten hingegen wurden meist separat untergebracht.<\/p>\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Zakarya, einer von 600.000 Gefl\u00fcchteten, f\u00fchrt heute durch \u201esein\u201c Wien<\/strong><br><br>2015 sind nach Angaben des <a href=\"http:\/\/www.unhcr.org\/dach\/at\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">UN-Fl\u00fcchtlingshochkommissariats (UNHCR) <\/a> \u00fcber 800.000 Schutzsuchende \u00fcber den See- und Landweg nach Europa gekommen. Etwa 600.000 davon passierten \u00d6sterreich. Zwischen 90.000 und 95.000 Asylantr\u00e4ge sind damals in \u00d6sterreich gestellt worden, allein in den Monaten September und Oktober \u00fcber 20.800. Selten zuvor waren so viele Menschen auf der Flucht. Aber auch selten zuvor waren Mitgef\u00fchl und Solidarit\u00e4t gegen\u00fcber jenen Menschen, die nahezu alles verloren hatten, so gro\u00df.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tZakarya war einer von ihnen. Der gro\u00dfgewachsene Mann mit dunklem Bart sitzt heute in der Zentrale der SHADES TOURS und erz\u00e4hlt von seiner monatelangen Reise von Syrien \u00fcber Griechenland bis nach \u00d6sterreich. Von der Boots\u00fcberquerung auf die Insel Lesbos, wie sie in Kleingruppen Fl\u00fcsse und S\u00fcmpfe durchquert haben und sich immer wieder gegenseitig aufgemuntert haben. Aber auch von den Motiven f\u00fcr seinen Reiseantritt erz\u00e4hlt er: Er wollte den Milit\u00e4rdienst in seinem Land nicht antreten. Keine Menschen t\u00f6ten.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div class=\"embed-code\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/e.infogram.com\/f91d06a0-61b4-4d1c-b6f5-f348e95d8534?src=embed\" title=\"Anzahl und Verteilung der \u00dcbernachtungen von Gefl\u00fcchteten in der Notschlafstelle am Erste Campus\" width=\"550\" height=\"\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none;\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/div>\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tEr, der sich vor drei Jahren von Damaskus nach Wien aufgemacht hat, arbeitet jetzt f\u00fcr SHADES TOURS und f\u00fchrt Schulklassen und interessierte Einzelpersonen und Gruppen durch seine neue Heimatstadt. Das besondere an den Touren ist f\u00fcr ihn die direkte Begegnung. Jenen, die im Schatten von Krieg und Verfolgung stehen, ein Gesicht zu geben, den Menschen hinter der Zahl zu zeigen. Der thematische Bogen der von den Gefl\u00fcchteten selbst durchgef\u00fchrten Touren spannt sich von der Ankunft in \u00d6sterreich, den ersten Eindr\u00fccken an den Bahnh\u00f6fen, bis zum Ankommen in der Gesellschaft. Denn \u201eeine Notschlafstelle alleine reicht da nicht\u201c meint Zakarya.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/zakarya-auf-tour-c-shades-tours.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tWien mit den Augen eines Gefl\u00fcchteten sehen: Zakarya Ibrahem f\u00fchrt Sch\u00fclerInnen im Rahmen der Shades Tours durch \u201esein\u201c Wien. Foto: \u00a9 SHADES TOURS<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie speziell f\u00fcr diese thematischen F\u00fchrungen entwickelte Route f\u00fchrt vom Hauptbahnhof Campus \u00fcber das Bundesamt f\u00fcr Fremdenwesen und Asyl, die Wohndrehscheibe der Volkshilfe und den Rochusmarkt, bis zum \u00f6sterreichischen Integrationsfonds und zum Bahnhof Wien Mitte. Dabei thematisieren Zakarya und drei Kollegen nicht nur ihre individuelle Fluchtgeschichte, sondern jene einer ganzen Generation. Sie erz\u00e4hlen von der Notschlafstelle am Erste Campus oder am Europaplatz und vermitteln Wissenswertes zu den Themen Flucht und Asyl sowie Wohnen, Arbeiten und Spracherwerb in \u00d6sterreich. \u201eIch beginne meine Tour immer in der N\u00e4he des Erste Campus\u201c, meint Zakarya. Denn dort sind die Fl\u00fcchtlinge angekommen und vom \u201eTrain of Hope\u201c-Team zu den Erste-Bank-MitarbeiterInnen weitergeleitet worden. Dort hat f\u00fcr viele ein zweites Leben begonnen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tPerrine Schober, die Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von SHADES TOURS, betreibt ihre <a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/im-schatten-der-armut\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Initiative schon seit 2015<\/a>. Begonnen wurden die sozialpolitischen Stadtf\u00fchrungen mit obdachlosen Menschen, welche das Wiener Sozialsystem im Bereich Obdach- und Wohnungslosenhilfe erkl\u00e4ren. \u201eSeit aber in Folge der sogenannten Fl\u00fcchtlingskrise eine neue Bed\u00fcrfnislage entstanden ist, haben wir unser Angebot durch Touren zum Thema Flucht und Integration erweitert\u201c, erz\u00e4hlt sie. SHADES TOURS versteht es als seine Aufgabe, ein Bewusstsein f\u00fcr und Begegnungen mit \u201eRandgruppen\u201c zu schaffen, um Vorurteile abzubauen, \u00fcber die Komplexit\u00e4t sozialpolitischer Themen aufzukl\u00e4ren und langfristig Wege f\u00fcr die (Re-) Integration von Betroffenen zu finden.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/1-familie.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tAus anfangs 70 Betten wurden \u00fcber 200 Schlafpl\u00e4tze. Von September 2015 bis M\u00e4rz 2016 \u00fcbernachteten im \u00dcbergansquartier Erste-Bank-Filiale-Europaplatz vorzugsweise Frauen und Familien f\u00fcr einen durchschnittlichen Zeitraum von 4-6 Wochen. Foto: \u00a9 David Krieber<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Was aber bleibt vom Herbst 2015?<\/strong><br><br>Die Erste Group tr\u00e4gt als einer der wichtigsten Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa nicht nur zum Wohlstand in Europa bei, sondern bekennt sich auch zu sozialer Verantwortung, die seit 1819 in einer gemeinwohlorientierten Wirtschaftskultur zum Ausdruck kommt. Andreas Treichl f\u00fcgt hinzu: \u201eIch lass\u00b4 jetzt Gr\u00fcndungsgedanke und so beiseite, aber unser Umgang mit den Menschen auf der Flucht zeigt, welche Kraft in uns steckt.\u201c Deshalb ist der Eigent\u00fcmer der Erste Group eine gemeinn\u00fctzig t\u00e4tige Stiftung. Und deshalb wurde im Anschluss an die Notschlafstelle ein Fl\u00fcchtlingsfonds, dotiert mit einer halben Million Euro, ins Leben gerufen und so Integrationsprojekte auf Gemeindeebene erm\u00f6glicht.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tHeute, drei Jahre sp\u00e4ter, treffen MitarbeiterInnen der Erste Bank und ERSTE Stiftung Zakarya und seine Kollegen im Zuge der SHADES TOURS wieder und schlagen gemeinsam die Br\u00fccke zu den damaligen Ereignissen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tUnd wer will, kann sich eines der Stockbetten aus den Herbsttagen 2015 ansehen. Es befindet sich nun im Unternehmensarchiv, dort, wo die Erste Group ihr Ged\u00e4chtnis und Verm\u00e4chtnis verwaltet, gleich neben der Gr\u00fcndungsurkunde der Ersten \u00f6sterreichischen Spar-Casse.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 ERSTE Stiftung\/Manuel Oberlader. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der <a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/erste-stiftung\/impressum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Redaktion<\/a>.<\/em><br><em>Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Wien mit den Augen eines Gefl\u00fcchteten sehen: Zakarya Ibrahem f\u00fchrt Sch\u00fclerInnen im Rahmen der Shades Tours durch \u201esein\u201c Wien. Foto: \u00a9 SHADES TOURS.<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10    wrapper__divider-bottom-large\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<ol class=\"block-footnotes js-footnote-list\">\n\n<\/ol>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehemals Gefl\u00fcchtete f\u00fchren im Zuge der SHADES TOURS durch ihre neue Heimatstadt Wien.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3548,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[433,299,436],"tags":[303,338,449],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3547"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3547"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3547\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4509,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3547\/revisions\/4509"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3548"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3547"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}