{"id":3530,"date":"2018-09-04T00:00:00","date_gmt":"2018-09-04T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/am-abgrund\/"},"modified":"2021-07-01T06:10:49","modified_gmt":"2021-07-01T06:10:49","slug":"am-abgrund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/am-abgrund\/","title":{"rendered":"Am Abgrund"},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Ausl\u00e4ndische Unternehmen ziehen sich aus dem Zeitungsgesch\u00e4ft zur\u00fcck, national gesinnte Regierungen \u00fcbernehmen die Kontrolle \u00f6ffentlich-rechtlicher Sender. Zur Lage der Medien in Mittel- und Osteuropa.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tTam\u00e1s Bodoky steht im Eingang zur Dachkammer zwischen Bierkisten und einem altem Schlagzeug und sagt, dass es ihm hier gef\u00e4llt. Alles sieht sehr nach Provisorium aus. Aber seit Bodoky mit seiner Redaktion den Raum \u00fcber dem j\u00fcdischen Kulturzentrum &#8220;Aurora&#8221; angemietet hat, erspart er sich eine Menge Geld. Drau\u00dfen auf der Stra\u00dfe ist es nicht unbedingt einladender. Von den Fassaden br\u00f6ckelt der Verputz. In einer Hauseinfahrt schl\u00e4ft ein Obdachloser unter speckigen Wolldecken. An einer Stra\u00dfenecke liegen gebrauchte Spritzen auf dem Gehsteig. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Dank an \u201eGott und Viktor Orb\u00e1n&#8221;<\/strong><br><br>Ein weiteres Crowdfunding-Projekt wurde in Ungarn vor zwei Jahren gegr\u00fcndet. \u201eDirekt36\u201c arbeitet eng mit internationalen Rechercheteams wie OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project) zusammen und verfolgte unter anderem die ungarischen Spuren der Panama Papers und Paradise Papers. Als Konkurrenten sehen sich die neuen Internet-Projekte nicht, sagt Bodoky: \u201eUnserer Gegner sind die staatlich gelenkten Medien, die t\u00e4glich falsche Nachrichten produzieren.\u201c Diese Gegner sind \u00fcberm\u00e4chtig: Drei staatliche Fernseh- und sechs Radiosender plus eine Agentur, die alle Sender zentral mit Nachrichten versorgt. Alle Personen in leitenden Funktionen wurden von der regierenden Partei ausgesucht. Auch die Eigent\u00fcmer der gr\u00f6\u00dften privaten TV- und Radiosender stehen der Regierung nahe. Fast alle Regionalzeitungen geh\u00f6ren einem Freund des Ministerpr\u00e4sidenten, der in wenigen Jahren vom Heizungsmonteur zum reichsten Mann Ungarns aufstieg. Diese sagenhafte Karriere verdanke er \u201eGott und Viktor Orb\u00e1n\u201c, bekannte er einmal freim\u00fctig.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tGleich nach den ungarischen Parlamentswahlen im April 2018 wurde Ungarns letzte regierungskritische Tageszeitung, \u201eMagyar Nemzet\u201c, eingestellt. Sie geh\u00f6rte dem Oligarchen Lajos Simicska, der sich mit Orb\u00e1n \u00fcberworfen hatte. Nachdem Orb\u00e1ns Partei Fidesz die Wahlen gewonnen hatte, zog sich Simicska aus dem Mediengesch\u00e4ft zur\u00fcck.  <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tAllerdings sinkt die Bedeutung aller gedruckten Nachrichten dramatisch: In Ungarn, einem Land mit fast 10 Millionen Einwohnern, erscheint nur mehr die Boulevardzeitung \u201eBlikk\u201c mit einer Auflage \u00fcber 100.000. Alle anderen Tageszeitungen drucken h\u00f6chstens zwischen 15.000 und 25.000 St\u00fcck. Die Zeitungen \u201eleben noch in der Vergangenheit\u201c, sagt Marius Dragomir, der Leiter des Medienzentrums an der Budapester \u201eCentral European University\u201c: \u201eSie werden sich schnell anpassen m\u00fcssen, oder sie werden untergehen.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie Medien im Osten Europas k\u00e4mpfen mit denselben Problemen wie im Westen: Ihre Auflagen sinken, Werbeeinnahmen gehen dramatisch zur\u00fcck, Leser wandern zu Gratisangeboten ins Internet ab. Medienexperte Dragomir beurteilt die Krise des Journalismus in Mittel- und Osteuropa dennoch als viel schwerwiegender. Der wirtschaftliche Druck werde durch Regierungen verst\u00e4rkt, die unliebsamen Medien durch hohe Strafen f\u00fcr angeblich unseri\u00f6se Berichte sowie durch Inseratenboykott in die Knie zwingen wollen. Wer sich dem Druck nicht beugt, wird als Verr\u00e4ter gebrandmarkt. Unabh\u00e4ngig und neutral zu bleiben, ist unter solchen Bedingungen f\u00fcr Journalisten fast unm\u00f6glich. In Polen, in der Ukraine, in Serbien oder in Ungarn werden Medien nach zwei Kategorien unterschieden:  \u201eRegierungstreu\u201c und \u201eregierungskritisch\u201c. Die Konsumenten aber vertrauen beiden nicht mehr. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\tW\u00e4hrend in Deutschland 57 Prozent der Befragten \u00f6ffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio als haupts\u00e4chliche Informationsquellen nennen, sind es in den vier Visegr\u00e1d-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn nur 33 Prozent.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDas Interesse der B\u00fcrger an den klassischen Medien sinke im Osten viel schneller als im Westen, sagt Wojciech Przybylski, Chefredakteur des Magazins \u201eVisegrad Insight\u201c und Stiftungsrat des polnischen Think tank \u201eRes publica\u201c. Przybylski nennt Zahlen: W\u00e4hrend in Deutschland 57 Prozent der Befragten \u00f6ffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio als haupts\u00e4chliche Informationsquellen nennen, sind es in den vier Visegr\u00e1d-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn nur 33 Prozent. Hingegen informieren sich 23 Prozent der Befragten in den Visegr\u00e1d-Staaten t\u00e4glich oder fast t\u00e4glich durch sogenannte \u201ealternative Medien\u201c im Internet, also Medien, deren Berichte nicht redaktionell betreut und nicht auf ihren Wahrheitsgehalt gepr\u00fcft werden. In Deutschland sind es nur 11 Prozent. Aber woher kommt diese Diskrepanz?<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Erbe des realen Sozialismus<\/strong><br><br>Das mangelnde Vertrauen in klassische Medien ist auch ein Erbe des realen Sozialismus. Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs waren Zeitungen, Radio und Fernsehen in den Staaten des Warschauer Pakts Propagandainstrumente der Partei. Wer kein \u00fcberzeugter Genosse war, misstraute ihnen prinzipiell. In der \u00dcbergangsphase zu Marktwirtschaft und Demokratie entstanden neue Zeitungen, Fernseh- und Radiosender. Doch das Misstrauen blieb. \u201eAnders als im Westen, entstand im Osten niemals Loyalit\u00e4t zu den Medien\u201c, erkl\u00e4rt Przybylski: \u201eEine Zeitung ist f\u00fcr die Leser einfach ein Produkt, nicht Ausdruck ihrer Weltanschauung.\u201c <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tErst die neuen investigativen Online-Medien k\u00f6nnen ihr Publikum auch emotional binden. \u201e\u00c1tl\u00e1tsz\u00f3\u201c oder \u201eDirekt36\u201c in Ungarn, \u201eAktuality\u201c in der Slowakei, \u201eHlidacipes\u201c (Der Wachhund) in Tschechien oder \u201eKrik\u201c (der Schrei) in Serbien haben treue Leser, die regelm\u00e4\u00dfig spenden und sich h\u00e4ufig mit Hinweisen an Recherchen beteiligen. Doch selbst wenn diese Medien Skandale \u00f6ffentlich machen, die bis in h\u00f6chste Regierungskreise reichen. Es passiert: Nichts. Regierungstreue Massenmedien bleiben stumm, die Polizei ermittelt nicht, die Justiz richtet nicht. Oft l\u00f6sen die ins Englische \u00fcbersetzten Artikel im Ausland gro\u00dfe Emp\u00f6rung aus. In den betroffenen Staaten werden sie totgeschwiegen. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tProbleme mit den Regierungen haben mittlerweile auch ausl\u00e4ndische Medienkonzerne. Als der Osten Europas die Marktwirtschaft wagte, waren sie schnell zur Stelle, um das Bed\u00fcrfnis nach neuen, von der Vergangenheit unbelasteten Medien zu decken. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung WAZ oder Axel Springer, der Schweizer Verlag Ringier oder die \u00f6sterreichische Styria brachten knallige, leicht lesbare Zeitungen auf dem Markt, die schnell enorme Auflagen erreichten und entsprechend Gewinn machten. Nun aber wollen nationalistisch gesinnte Regierungen ihre \u201enationalen\u201c Medien zur\u00fcck und machen den Ausl\u00e4ndern das Leben mit Steuern und neuen Gesetzen schwer. Mit Erfolg: \u201eDie ausl\u00e4ndischen Unternehmen ziehen sich aus dem Medienmarkt in Mittel- und Osteuropa zur\u00fcck\u201c, stellt Marius Dragomir fest. Die WAZ gab ihre Beteiligungen in den Balkanl\u00e4ndern auf, Axel Springer und Ringier fusionierten ihre Ostgesch\u00e4fte.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tUm von der ungarischen Regierung gr\u00fcnes Licht f\u00fcr diese Fusion zu bekommen, verkaufte Ringier die renommierte regierungskritische Tageszeitung \u201eN\u00e9pszabads\u00e1g\u201c an einen \u00d6sterreicher, der sie kurze Zeit sp\u00e4ter einstellte und die Redaktion auf die Stra\u00dfe setzte. Ungarns gr\u00f6\u00dfte unabh\u00e4ngige Zeitung verschwand \u00fcber Nacht vom Markt. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie ausl\u00e4ndischen Medienunternehmen setzen nun ganz auf Online only. Investiert wird in den Kauf von Internet-Marktpl\u00e4tzen f\u00fcr Autos und Immobilien sowie in digitale Jobb\u00f6rsen. Aber die neuen Zeiten lassen auch die Nachfrage nach kleinen, unabh\u00e4ngigen Online-Medien wachsen. Wie zum Beispiel nach der slowakischen Internet-Zeitung aktuality.sk. In der Redaktion von aktuality.sk in einem grauen B\u00fcrohaus am Stadtrand von Bratislava gehen heute Journalisten aus ganz Europa und den USA ein und aus. Der Eingang wird von Polizei und einer Security-Firma bewacht. An einem Schreibtisch hier arbeitete J\u00e1n Kuciak. Gemeinsam mit Kollegen in Tschechien und Italien recherchierte der junge Journalist \u00fcber Verbindungen der italienischen Mafia zur slowakischen Regierung. Irgendjemanden muss er dabei sehr gest\u00f6rt haben. Am 25. Februar wurden Kuciak und seine Verlobte Martina Ku\u0161nirov\u00e1 in ihrem Haus erschossen. Seither herrscht Ausnahmezustand in der Redaktion und im ganzen Land. \u201eSelbst in den von Korruption und Gewalt gepr\u00e4gten 1990er Jahren wurden Journalisten bei uns bedroht oder auch verpr\u00fcgelt, aber nicht umgebracht\u201c, sagt der slowakische Schriftsteller Michal Hvoreck\u00fd. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t\u201eSelbst in den von Korruption und Gewalt gepr\u00e4gten 1990er Jahren wurden Journalisten bei uns bedroht oder auch verpr\u00fcgelt, aber nicht umgebracht\u201c<\/p><p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__author\">\n\t\u2014  Michal Hvoreck\u00fd, slowakischer Schriftsteller<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDas brutale Verbrechen l\u00f6ste eine Regierungskrise aus, f\u00fchrte aber auch zur Solidarisierung unter slowakischen Journalisten. \u201eKonkurrenz gibt es nicht mehr, wir arbeiten alle zusammen\u201c, sagt die Fernsehjournalistin Lydia Kokavcov\u00e1. Wie wichtig die Unterst\u00fctzung von Kollegen ist, hat Kokavcov\u00e1 selbst erlebt. Sie arbeitet f\u00fcr \u201eReporteri\u201c, der einzigen investigativen Sendung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehens RTVS. Im J\u00e4nner 2018 verk\u00fcndete der Fernsehdirektor \u00fcberraschend die Einstellung wegen zu hoher Kosten. Die betroffenen Journalisten vermuteten jedoch, dass sie zu kritisch waren. Und die Zivilgesellschaft reagierte: Journalisten, K\u00fcnstler, Wissenschaftler protestierten lautstark f\u00fcr die Fortsetzung von \u201eReporteri\u201c. Der Druck wurde so stark, dass der Fernsehdirektor die Einstellung in eine mehrmonatige Unterbrechung umwandeln musste. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tTrotz solcher kleinen Erfolge bleibt die Lage der \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender in Mittel- und Osteuropa schwierig. Anders als in \u00d6sterreich, Deutschland oder der Schweiz liegen ihre Marktanteile weit hinter den gro\u00dfen privaten Sendern. Diese aber bieten entweder gar keine Nachrichten oder h\u00f6chstens \u201eSex &amp; Crime\u201c. Damit treiben sie Einschaltquoten in die H\u00f6he und umschiffen Konflikte mit den Regierungen. Denn diese w\u00fcrden nur allzu gerne mit wirtschaftlichen oder rechtlichen Hebel die Privaten unter Kontrolle bringen. Polens Regierung plante 2017 ein Gesetz, das Medienbeteiligungen ausl\u00e4ndischer Unternehmen auf 15 bis 20 Prozent beschr\u00e4nken sollte. Das h\u00e4tte vor allem das amerikanische Scripps Network getroffen, das seit diesem Jahr zum Discovery-Konzern geh\u00f6rt und in Polen neben dem \u201eDiscovery Channel\u201c den Nachrichtensender TVN24 betreibt. Nach Protesten und Interventionen aus den USA wurde das Gesetz wieder verworfen. Doch das Imperium schlug zur\u00fcck: Im Dezember 2017 verurteilte die staatliche Medienaufsicht TVN24 zu einer hohen Geldstrafe wegen F\u00f6rderung von Propaganda und Gef\u00e4hrdung der \u00f6ffentlichen Sicherheit. Der Sender hatte \u00fcber Proteste gegen die Regierung berichtet. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/jan_kuciak_26744447978_704d6a28c7_o_c_peter-tkac.png\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"(cc) Peter Tkac\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tDemonstration zum Gedenken an den ermordeten Journalisten J\u00e1n Kuciak und seine Verlobte Martina Ku\u0161n\u00edrov\u00e1 in Bratislava am 2. M\u00e4rz 2018. Foto: (CC BY-SA 2.0) Peter Tk\u00e1\u010d.<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Nationalistische Stimmung und Nationalstolz<\/strong><br><br>Der nationalistischen Stimmung k\u00f6nnen sich jedoch weder \u00f6ffentlich-rechtliche, noch private Sender entziehen. Die h\u00f6chsten Quoten erreichen in der Slowakei ein Ratespiel namens \u201eIch liebe die Slowakei\u201c und der Wettbewerb \u201eDas Land singt\u201c, in dem Ch\u00f6re in traditionellen Trachten die Sch\u00f6nheit der Heimat besingen. Vor einem Jahrzehnt w\u00e4ren solche Sendungen kaum erfolgreich gewesen, sagt die Journalistin Lydia Kokavcov\u00e1, \u201eaber heute k\u00f6nnen sich die Menschen in einer globalisierten Welt nicht mehr orientieren. Sie suchen ihre Wurzeln, sie wollen wieder stolz auf ihre Nation sein.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tWenn sich Regierungen oder Staatspr\u00e4sidenten als einzige legitime Vertreter der Nation sehen, wird Kritik an ihnen zum Vaterlandsverrat laut. Dann k\u00f6nnen Journalisten selbst von den ersten M\u00e4nnern im Staat \u00f6ffentlich ver\u00e4chtlich gemacht, f\u00fcr vogelfrei erkl\u00e4rt werden. Bei einem Treffen mit Wladimir Putin erkl\u00e4rte der tschechische Pr\u00e4sident Milos Zeman: \u201eEs gibt zu viele Journalisten. Man m\u00fcsste sie liquidieren.\u201c Der mittlerweile zur\u00fcckgetretene slowakische Regierungschef Robert Fico beschimpfte Journalisten als \u201eschmutzige, antislowakische Prostituierte\u201c. Dennoch sieht die amerikanische NGO \u201eFreedom House\u201c Tschechien und die Slowakei bei der Pressefreiheit noch im gr\u00fcnen Bereich. Polen hingegen f\u00fchrte im Bericht 2017 die Statistik der \u201egr\u00f6\u00dften R\u00fcckschritte\u201c an. In der j\u00e4hrlichen Statistik von \u201eReporter ohne Grenzen\u201c schneidet die Pressefreiheit in Polen, Serbien oder Bosnien-Herzegowina zwar schlecht ab, aber immer noch etwas besser als in Ungarn &#8211; und deutlich besser als im EU-Land Kroatien.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<ol class=\"block-footnotes js-footnote-list\">\n\n<\/ol>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tHat sich die Sicherheitslage seither verbessert? Nein, sagt der kroatische Journalist Zeljko Peratovi\u0107. Er bekam f\u00fcr seine Recherchen \u00fcber kroatische Kriegsverbrechen von Reporter ohne Grenzen den \u201ePress Freedom Award\u201c, wurde in seiner Heimat aber von Polizei und Kriminellen so massiv bedroht, dass er ins Schweizer Exil ging. Eine R\u00fcckkehr will sich der 51-j\u00e4hrige Peratovi\u0107 derzeit nicht vorstellen: \u201eWeder k\u00f6nnte ich genug verdienen, um zu \u00fcberleben, noch k\u00f6nnte ich unabh\u00e4ngig arbeiten.\u201c Zwar gebe es heute mehr Medienprodukte als vor zehn Jahren, aber die Qualit\u00e4t der kroatischen Medien habe sich massiv verschlechtert:  \u201eDas Infotainment setzt sich durch.\u201c <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Traditionsh\u00e4user versus &#8220;innovative Medienprojekte&#8221;<\/strong><br><br>Als kroatisches Erfolgsmodell gilt der Youtube-Kanal \u201eJoomBoos\u201c, der zur gr\u00f6\u00dften Boulevardzeitung des Landes, \u201e24 sata\u201c (24 Stunden), geh\u00f6rt. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt in den USA als \u201eweltweit innovativstes Medienprojekt\u201c ausgezeichnet. Der Eigent\u00fcmer von 24 Sata, der \u00f6sterreichische Styria-Verlag, stellte einen deutschsprachigen Spin-off ins Netz. Mit klassischen Medien hat \u201eJoomBoos\u201c gar nichts mehr zu tun. Die Seite ist ein Spielplatz f\u00fcr Influencer und solche, die es noch werden wollen. Es geht um Frisuren, Reisen, Prominente oder die gr\u00f6\u00dfte Pizza der Welt. Ganz \u00e4hnlich funktioniert \u201eNoizz\u201c, das digitale Medienservice\u201c von Ringier Axel Springer. Es versorgt die \u201eGeneration C\u201c der jungen, gut vernetzten St\u00e4dter mit Berichten \u00fcber Mode, Musik, Lifestyle und Showbiz. Politik, Wirtschaft kommen nicht vor. Noizz-Seiten gibt es in Varianten f\u00fcr Polen, Serbien, Rum\u00e4nien und der Slowakei.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tTraditionelle Medien k\u00f6nnten ihre Rolle als kontrollierende Gewalt im Staat nicht mehr wahrnehmen, das rasante Wachstum der sozialen Medien setze die Gesellschaften purer politischen Propaganda aus, warnt Wojciech Przybylski: \u201eMitteleuropa ist diesem gef\u00e4hrlichen Ph\u00e4nomen noch viel mehr ausgesetzt, als die USA oder andere EU-Partner\u201c. Das tschechische Radio erstellt jedes Jahr einen Vertrauensindex in die Medien und kommt jetzt zu einem dramatischen Ergebnis: Hatten 2006 noch \u00fcber 50 Prozent der Konsumenten Vertrauen in Zeitungen, waren es 2016 nur mehr 30 Prozent. Einen \u00e4hnlich starken Vertrauensverlust erleben Fernsehen und Radio in Tschechien. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIn der Gruppe der 15 bis 19-j\u00e4hrigen informieren sich in Tschechien 71 Prozent nur mehr im Internet und dort vor allem \u00fcber Soziale Medien. \u201eSie bekommen falsche Nachrichten von unseri\u00f6sen Webseiten und verbreiten diese ungepr\u00fcft weiter\u201c, sagt der Politologe Vojtech Bruk. Um die Jugend \u00fcber Manipulation und Desinformation aufzukl\u00e4ren, hat der 26-j\u00e4hrige Bruk gemeinsam mit ehemaligen Studienkollegen die Initiative \u201eZvol si info\u201c (W\u00e4hle deine Infos) gegr\u00fcndet. In einer PowerPoint-Pr\u00e4sentation erkl\u00e4ren sie die h\u00e4ufigsten Methoden von Manipulation und zeigen Beispiele. Seit vergangenem Jahr bieten sie den Vortrag tschechischen Schulen an, und sind immer noch \u00fcber die enorme Nachfrage \u00fcberrascht: \u201eViele Sch\u00fcler wollen wissen, wie sie mit Freunden reden k\u00f6nnen, die fake news f\u00fcr Wahrheit halten\u201c, sagt Bruk. <\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tGemeinsam mit Wissenschaftlern der Uni Br\u00fcnn hat \u201eZvol si info\u201c das \u201eBeste Buch \u00fcber Fake News\u201c herausgebracht \u2013 eine Anleitung zum Erkennen und Abwehren von Desinformation. Tschechische Schauspieler reisen durchs Land und lesen in Bibliotheken aus dem Buch vor. \u201eWir wollen niemanden vorschreiben, was er zu lesen hat\u201c, sagt Vojtech Bruk. \u201eWir sagen nur: Seid kritisch.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz ver\u00f6ffentlicht: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(CC BY-NC-ND 3.0)<\/a>. Der Name der Autorin\/Rechteinhaberin soll wie folgt genannt werden. Autor: Bernhard Odehnal\/erstestiftung.org.<br>Titelbild: Zeitungskiosk in Budapest. 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