{"id":3484,"date":"2018-04-17T00:00:00","date_gmt":"2018-04-17T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/im-schatten-der-armut\/"},"modified":"2021-08-23T15:14:37","modified_gmt":"2021-08-23T15:14:37","slug":"im-schatten-der-armut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/im-schatten-der-armut\/","title":{"rendered":"Im Schatten der Armut"},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Wohnungslosigkeit kann jede\/n treffen, von Jugendlichen bis zu AkademikerInnen. Sandra Knopp und Udo Seelhofer gingen der Frage nach, wieso immer mehr Menschen in Wohnungsnot geraten, und stie\u00dfen auf zum Teil \u00fcberraschende Antworten.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tGerade als sich Barbaras Krebsbehandlung dem Ende zuneigte, entschloss sich ihr Vermieter, den Mietvertrag nicht zu verl\u00e4ngern. Die Wohnung sollte verkauft werden. Somit stand Barbara pl\u00f6tzlich auf der Stra\u00dfe. Die Kaution f\u00fcr eine neue Wohnung konnte sie sich nicht leisten. \u201eIch war vorher selbstst\u00e4ndig, durch die kostspielige Behandlung waren meine finanziellen Ressourcen aufgebraucht.\u201c Aber Barbara lie\u00df sich nicht entmutigen. Die Suche nach einer neuen Bleibe hatte oberste Priorit\u00e4t. Der Wendepunkt kam f\u00fcr Barbara, als sie im Radio von den \u201e<a href=\"https:\/\/www.shades-tours.com\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Shades Tours<\/a>\u201c h\u00f6rte. Diese Stadtf\u00fchrungen unterscheiden sich deutlich von den \u00fcblichen gef\u00fchrten TouristInnentouren: Obdachlos gewordene Menschen zeigen die Stadt aus einer sozialpolitischen Perspektive. So erz\u00e4hlen die Guides sowohl von den Herausforderungen als auch von den L\u00f6sungsans\u00e4tzen und Einrichtungen f\u00fcr Obdachlose. \u201eIch habe dann gleich zum H\u00f6rer gegriffen und Perrine Schober, die Gr\u00fcnderin von Shades Tours, angerufen\u201c, erinnert sich Barbara. Bei einem Gespr\u00e4ch stellten beide fest, dass die Chemie passt, Barbaras Schulung zur F\u00fchrerin begann.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/aw1704-reportage-_mg_0028-cmichaelmazohl.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Michael Mazohl\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tPerrine Schober hat im Herbst 2015 \u201eShades Tours\u201c ins Leben gerufen. Obdachlose Guides zeigen Interessierten ihr Wien und geben Einblick in ihren Alltag. Das Ziel der mehrst\u00fcndigen Touren: Menschen sollen sich im Kontakt mit Obdachlosen nicht unwohl f\u00fchlen und agieren k\u00f6nnen, wenn es n\u00f6tig ist. Die Inspiration zu diesen F\u00fchrungen holte sich Perrine Schober in Amsterdam. Foto: \u00a9 Michael Mazohl.<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDas Wiener Stra\u00dfenbild hat sich in den letzten Jahren stark ver\u00e4ndert, erz\u00e4hlt Gr\u00fcnderin Perrine Schober: \u201eDie Menschen gehen jeden Tag an Armut und Obdachlosigkeit vorbei und wissen gar nicht, wie sie reagieren sollen.\u201c Die Inspiration f\u00fcr Shades Tours holte sich Schober unter anderem aus Amsterdam, wo Thementouren, die etwa durch das Rotlichtmilieu f\u00fchren, angeboten werden. \u201eIch habe nachgedacht, wie ich das in Wien realisieren kann.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t\u201eViele gehen in unsere Touren, um etwas Gutes zu tun, und sind \u00fcberrascht, wie viel sie selbst bekommen.\u201c<\/p><p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__author\">\n\t\u2014  Perrine Schober, Shades Tours<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tZiel sei es, die Menschen so zu bilden, dass sie sich nicht unwohl f\u00fchlen, wenn sie einen obdachlosen Menschen sehen, und agieren k\u00f6nnen, wenn es n\u00f6tig ist. \u201eEs ist ein Projekt der sozialen Bildung f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung.\u201c Viele gehen in die Touren, um etwas Gutes zu tun, und seien dann sehr \u00fcberrascht, wie viel sie eigentlich bekommen haben, so Schober.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Wohnraum dringend gesucht<\/strong><br><br>Die Lage am \u00f6sterreichischen Wohnungsmarkt ist seit Jahren angespannt und spitzt sich weiter zu. Mit 1. April 2017 wurden die Mietrichtwerte in \u00d6sterreich um 3,5 Prozent angehoben. Davon sind hierzulande rund 300.000 Haushalte betroffen. Im Durchschnitt bedeutet das f\u00fcr jeden Einzelnen rund 150 Euro Mehrkosten pro Jahr. Das kann sich nicht jeder leisten. Caritas-Wien-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Schwertner appelliert an VermieterInnen, Baubranche und Politik: \u201eWir suchen kleine, abgeschlossene Wohneinheiten mit Bad und Kochgelegenheit ab 25 Quadratmeter zu leistbaren Preisen, nach M\u00f6glichkeit unbefristet.\u201c Die Caritas mietet solche Wohneinheiten f\u00fcr KlientInnen an und \u00fcbernimmt in der ersten Zeit eine Ausfallshaftung.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tLaut Statistik werden wohnungslose Menschen stetig j\u00fcnger. Rund ein Drittel der Betroffenen ist unter 30 Jahre alt. Das <a href=\"https:\/\/www.caritas-wien.at\/hilfe-angebote\/obdach-wohnen\/wohnhaeuser\/fuer-jugendliche-junge-erwachsene\/juca\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">JUCA<\/a> im 16. Bezirk, das \u00dcbergangswohnhaus der Caritas f\u00fcr junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren, hat sich dieser Zielgruppe angenommen. Philipp wohnt seit einem halben Jahr hier. Davor schlief er im Freien, auf der Donauinsel und beim Museumsquartier. Zu Hause habe es einfach nicht mehr gepasst: \u201eMit meinen Eltern habe ich mich sehr viel gestritten. Das hat sich immer mehr hochgeschaukelt, bis ich rausgeflogen bin.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIm JUCA gef\u00e4llt es dem 21-J\u00e4hrigen sehr gut. \u201eDie Mitbewohner und Betreuer sind sehr gem\u00fctlich. Es gibt keine Streitereien und niemand geht mir auf die Nerven. Das ist recht angenehm\u201c, sagt er lachend. Vom JUCA erfuhr er durch einen Freund: \u201eIch bin hierhergekommen und man hat mir sofort ein Zimmer gegeben.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tJUCA-Leiterin Andrea Fichtinger betont, dass es im JUCA vor allem um Grundversorgung und Notunterkunft gehe: \u201eWir haben hier im Haus 67 Einzelzimmer und eine Notschlafstelle mit 16 Pl\u00e4tzen.\u201c Vielen Jugendlichen fehle es an famili\u00e4rem R\u00fcckhalt und tragf\u00e4higen sozialen Beziehungen. Einige haben Suchtprobleme, anderen fehlt der Schulabschluss. Die Jugendlichen k\u00f6nnen bis zu zwei Jahre im JUCA wohnen, in Einzelf\u00e4llen auch l\u00e4nger. Andrea Fichtinger betont, dass die Jugendlichen mehrfach ins JUCA kommen k\u00f6nnen: \u201eViele sind es nicht gewohnt, sich an Regeln zu halten, und ziehen vorzeitig wieder aus. Andere schaffen es nicht, die Miete fristgerecht zu zahlen. Es handelt sich um Jugendliche, die noch nie selbstst\u00e4ndig gewohnt haben und ihr eigenes Einkommen verwalten m\u00fcssen und sich damit schwertun.\u201c Etwaige VermieterInnen bittet sie um Verst\u00e4ndnis: \u201eUnsere Zielgruppe kann nicht nachweisen, schon jahrelang in eigenen Wohnungen gelebt zu haben. F\u00fcr sie ist es oft der erste Versuch.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIm Jahr 2016 wandten sich rund 6.000 Menschen wegen Wohnproblemen an die Caritas. Caritas-Wien-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Schwertner betont, dass steigende Mieten ein \u00f6sterreichweites Problem sind. \u201eSeit 2008 sind die Wohnkosten um mehr als 18 Prozent gestiegen. Bei armutsgef\u00e4hrdeten Haushalten betrug die Steigerung gar 31 Prozent.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDiese Fakten liegen schon lange auf dem Tisch, aber die Regierung hat die Probleme untersch\u00e4tzt oder ignoriert\u201c, kritisiert Schwertner. Das f\u00fchrt dazu, dass sich viele Menschen trotz Arbeit den notwendigen Wohnraum nicht mehr leisten k\u00f6nnen. Schwertner zitiert aus Wohnannoncen: F\u00fcr eine 33-m2-Wohnung in Wien-Favoriten sind 678 Euro Miete veranschlagt, in Salzburg Stadt kostet eine 46 m2 gro\u00dfe Unterkunft 745 Euro Miete. Dazu kommt eine Kaution von mehr als 2.000 Euro. Auch die Kosten f\u00fcr Strom, Wasser und Heizung m\u00fcssen beglichen werden. \u201eVon den BewohnerInnen im JUCA kann sich das niemand leisten\u201c, so Schwertner.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>(K)eine Endstation f\u00fcr Ex-H\u00e4ftlinge<\/strong><br><br>\u201eStra\u00dfe der Verlierer?\u201c, fragt das Schild am Eingang des \u201e<a href=\"https:\/\/haeferl.net\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">\u2019s H\u00e4ferl<\/a>\u201c in der N\u00e4he der U4-Station Margareteng\u00fcrtel in Wien. \u201e\u2019s H\u00e4ferl\u201c-Leiter Norbert Karvanek w\u00fcrde diese Frage eindeutig mit Nein beantworten. 220 G\u00e4ste werden dort pro Tag gratis bewirtet. Karvaneks Motto: \u201eIch bin kein Sozialarbeiter, ich bin ein Armenwirt.\u201c \u201e\u2019s H\u00e4ferl\u201c wurde vor fast 30 Jahren von der evangelischen Gefangenenseelsorgerin Gerlinde Horn gegr\u00fcndet.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tEines der gr\u00f6\u00dften Probleme von H\u00e4ftlingen, die mehrere Jahre abzusitzen hatten, ist, dass sie nicht nur Arbeit und Wohnung, sondern auch ihr soziales Umfeld verlieren. \u201e\u00dcbrig bleiben oft nur die Eltern, und die sterben meistens weg\u201c, so Karvanek. Um solche Menschen k\u00fcmmerte sich Gerlinde Horn erst in ihrer Wohnung und sp\u00e4ter in der Tagesst\u00e4tte \u201e\u2019s H\u00e4ferl\u201c. \u201eWir sind so etwas wie die \u201aevangelische Gruft\u2018. Hier arbeiten nur Ehrenamtliche, nur ich bin fix f\u00fcr zw\u00f6lf Stunden angestellt.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tLaut Karvanek kommt ein Problem selten allein: \u201eObdachlose kommen leichter in Haft, Ex-H\u00e4ftlinge werden leichter obdachlos.\u201c Ihnen fehle es an Betreuung, auch wenn sich die Verh\u00e4ltnisse diesbez\u00fcglich gebessert haben. Norbert Karvanek ist seit 15 Jahren fixer Bestandteil der \u201eH\u00e4ferl\u201c-Crew. Die Einrichtung habe er durch Zufall kennengelernt: \u201eIch habe einen verr\u00fcckten K\u00fcnstler getroffen, mit dem habe ich Backgammon gespielt. Einmal haben wir gesagt: \u201aTreffen wir uns im H\u00e4ferl, dort ist der Kaffee billiger.\u2018\u201c Sein Freund sei nicht gekommen, aber er lernte dort Gr\u00fcnderin Gerlinde Horn kennen. Nach einem Gespr\u00e4ch mit ihr fasste Karvanek, der selbst sieben Jahre in Haft gewesen war, einen Entschluss: \u201eIch habe mir gesagt: \u201aNorbert, du hast jetzt 20 Jahre am Stammtisch dahergeredet. Jetzt kannst du was tun!\u2018\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIm Jahr 2002 ging Gerlinde Horn in Pension, Norbert Karvanek \u00fcbernahm und entwickelte das Angebot weiter. \u201eIn erster Linie sind wir ein Wirtshaus. Die Menschen fragen uns auch nach Gewand und Schuhen.\u201c Vor allem das Schuhwerk sei bei Obdachlosen immer wieder Thema. \u201eObdachlose brauchen st\u00e4ndig Schuhe. Wer wohnungslos ist, zieht diese auch in der Nacht nicht aus oder er hat sie im Schlafsack. Dadurch leidet das Schuhwerk mehr.\u201c Einmal im Monat bietet \u201e\u2019s H\u00e4ferl\u201c gemeinsam mit seiner Tr\u00e4gerin, der Diakonie Wien, eine Sozialberatung an: \u201eHier wird der Erstkontakt zu den Menschen hergestellt.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Unterschiedlicher Umgang<\/strong><br><br>Laut Martin Schenk, Sozialexperte der Diakonie Wien, dreht es sich bei diesen Gespr\u00e4chen h\u00e4ufig um Wohnprobleme wie Mietr\u00fcckst\u00e4nde, gesundheitliche N\u00f6te sowie den Verlust des Jobs oder der Mindestsicherung. Menschen gehen auf verschiedene Arten mit Wohnungsnot um, so Schenk: Frauen versuchen, irgendwo unterzukommen, bleiben auch in schwierigen Beziehungen, um sich den Wohnraum zu sichern.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/aw1704-reportage-_mg_3085-cmichaelmazohl.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"Foto: \u00a9 Michael Mazohl\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tUm ein Dach \u00fcber dem Kopf zu haben, n\u00e4chtigen obdachlose Menschen auch in abbruchreifen Geb\u00e4uden. Vor allem im Winter ist der Bedarf an Notschlafpl\u00e4tzen hoch: In den k\u00e4ltesten Wochen im J\u00e4nner 2017 standen 1.100 Pl\u00e4tze f\u00fcr akut wohnungslose Menschen zur Verf\u00fcgung. Die durchschnittliche Auslastung im Winter 2016\/2017 lag bei 92 Prozent. Zudem wurden von der Stadt Wien 160 zus\u00e4tzliche Pl\u00e4tze f\u00fcr den Tagesaufenthalt in W\u00e4rmestuben geschaffen. Foto: \u00a9 Michael Mazohl.<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tManches Ehepaar w\u00fcrde sich gerne scheiden lassen, bleibt jedoch zusammen, weil einer allein sich keine Wohnung leisten kann. Die Zahl an illegalen Substandard-Wohnungen steige: \u201eDurch Arbeitsmigration aus Rum\u00e4nien und Bulgarien gibt es viel Schwarzarbeit. Die Menschen leben \u201aunsichtbar\u2018 in solchen Wohnungen. Dazu kommen Menschen aus dem Nahen Osten, die sich mit ihrem Einkommen am Wohnungsmarkt schwertun. Die geraten dann an Ausbeuter.\u201c Das Angebot an leistbarem Wohnraum m\u00fcsse steigen, fordert Schenk. Die \u00f6ffentliche Hand solle leistbaren Baugrund zur Verf\u00fcgung stellen. Schenk betont die Wichtigkeit einer Delogierungspr\u00e4vention: \u201eIn Wien gibt es hier bereits gute Entwicklungen. Diese braucht es fl\u00e4chendeckend in ganz \u00d6sterreich.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tJahrelang ging die etablierte Sozialarbeit davon aus, dass Menschen in einer Lebenskrise Wohnen erst wieder schrittweise erlernen m\u00fcssten. Daf\u00fcr wurden \u00dcbergangswohnangebote geschaffen. \u201eDas \u201aHousing First\u2018-Prinzip hingegen setzt auf Eigenverantwortung\u201c, sagt Neunerhaus-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Markus Reiter. Eigenst\u00e4ndiges Wohnen steht im Vordergrund, die dazugeh\u00f6rige Betreuung richtet sich nach individuellen Bed\u00fcrfnissen der Betroffenen. \u201eWenn jemand in einer Lebenskrise ist oder Unterst\u00fctzung braucht, kann er das am besten in einer eigenst\u00e4ndigen Wohnform bew\u00e4ltigen. Zwischenschritte wie betreutes Wohnen braucht es nicht, Menschen k\u00f6nnen von Beginn an wohnen\u201c, sagt Reiter. Ist die Betreuung abgeschlossen, k\u00f6nnen die KlientInnen \u2013 anders als bei anderen Einrichtungen \u2013 in der Wohnung bleiben und m\u00fcssen nicht wieder umziehen. \u201eEs geht darum, Betreuung und Wohnform klar zu trennen. Das ist der Knackpunkt.\u201c Derzeit habe das <a href=\"http:\/\/www.neunerhaus.at\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Neunerhaus<\/a> etwa 110 Wohneinheiten an Bed\u00fcrftige vermittelt. Von diesen haben 97 Prozent ein aufrechtes Mietverh\u00e4ltnis, die meisten davon haben laut Reiter auch die Betreuung bereits abgeschlossen: \u201eDiese Erfolgsquote ist beachtlich.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Zugang versch\u00e4rft<\/strong><br><br>Dennoch werde es zunehmend schwerer, leistbaren Wohnraum bereitzustellen, sagt Reiter. \u201eWir reden regelm\u00e4\u00dfig mit Bautr\u00e4gern, Genossenschaften und Wiener Wohnen. Was sich bei allen zeigt: Erwerbseinkommen, soziale Unterst\u00fctzungsleistungen wie etwa die Mindestsicherung und die Wohnkosten gehen immer weiter auseinander.\u201c Reiter kritisiert auch die \u00f6ffentliche Hand: \u201eDort wo Wohnbauf\u00f6rderungen und Steuergelder hineinflie\u00dfen, gibt es f\u00fcr Armutsbetroffene und Wohnungslose wenig Hilfestellung, leistbaren Wohnraum zu finden.\u201c In den letzten Jahren wurden Zugangsregeln versch\u00e4rft. Menschen, die um eine Gemeindewohnung ansuchen, m\u00fcssen zwei Jahre durchgehend in Wien gemeldet sein. \u201eF\u00fcr Obdachlose ist das schon fast ein K.-o.-Kriterium. Wohnungslosigkeit f\u00fchrt oft zu Meldel\u00fccken.\u201c Diese \u00c4nderung ist f\u00fcr Reiter nicht nachvollziehbar. \u201eVon einem Jahr aufs andere bekamen wir von Wiener Wohnen 140 Wohnungen weniger zugewiesen. Bis dahin hat es immer gereicht, wenn unsere SozialarbeiterInnen etwa mit AMS-Bez\u00fcgen nachweisen konnten, dass Betroffene in Wien aufh\u00e4ltig waren.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t\u201eObdachlosigkeit muss als Dringlichkeitsgrund bei der Wohnungsvergabe ber\u00fccksichtigt werden.\u201c<\/p><p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__author\">\n\t\u2014  Markus Reiter, Neunerhaus<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tReiter fordert, dass Obdachlosigkeit als Dringlichkeitsgrund bei der Wohnvergabe zu ber\u00fccksichtigen w\u00e4re. Au\u00dferdem fordert er, dass bei befristeten Mietvertr\u00e4gen die Mindestfrist von drei auf zehn Jahre erh\u00f6ht wird: \u201eDas unterst\u00fctzt Familien, da es durch Befristungen zu h\u00e4ufigen Wohnungswechseln mit immer teureren Mieten kommt.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<ol class=\"block-footnotes js-footnote-list\">\n\n<\/ol>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tAn der Theke gibt es Kaffee, Tee, Brot, Marmelade und Butter. \u201eWir helfen den Menschen, aus ihrer Situation herauszukommen, indem wir Nachtquartiere und \u00dcbergangswohnungen vermitteln\u201c, sagt Kobermann. Josi unterst\u00fctzt die Menschen bei der Geltendmachung von Anspr\u00fcchen wie der Mindestsicherung und AMS-Leistungen. \u201eZentral ist die Beschaffung von Dokumenten. Diese gehen auf der Stra\u00dfe oft verloren oder werden gestohlen.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tSo n\u00fctzlich und wertvoll Einrichtungen wie das Josi auch sind \u2013 Barbara war dort eher selten anzutreffen. \u201eIch wollte nicht mit den immergleichen schlimmen Schicksalen konfrontiert sein. Das zieht einen nur runter.\u201c Den Tag hat sie anders verbracht: \u201eIch habe den Kulturpass und bin damit ins Museum gegangen. Da konnte ich mir dann wenigstens einreden, dass das jetzt etwas Sinnvolles war\u201c, sagt sie lachend. Die Wohnungssuche ist f\u00fcr Barbara gut ausgegangen: Seit einigen Wochen hat sie eine neue Bleibe. Ihr n\u00e4chstes Ziel ist ein Job als Fremdenf\u00fchrerin. Die Ausbildung dazu hat Barbara bereits begonnen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Erstmals publiziert am 16. Mai 2017 auf <a href=\"http:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/servlet\/ContentServer?pagename=X03\/Page\/Index&amp;n=X03_0.a&amp;cid=1493863234738\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">arbeit-wirtschaft.at<\/a>.<\/em><br><br><em>Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt. \u00a9 Sandra Knopp und Udo Seelhofer. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der <a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/erste-foundation\/impressum\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Redaktion<\/a>.<br>Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: Fr\u00fcher Bahnhof, nun Schlafplatz: Am einstigen Nordbahnhof n\u00e4chtigen Obdachlose. Eine offizielle Zahl, wie viele Menschen in Wien wohnungslos sind, gibt es nicht. Es gibt etwa 5.000 Pl\u00e4tze zur kurz- oder langfristigen Unterbringung. Foto: \u00a9 Michael Mazohl.<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10    wrapper__divider-bottom-large\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<h1>Journalismuspreis &#8220;von unten&#8221;<\/h1><br><br>Der Journalismuspreis \u201evon unten\u201c wurde 2010 von der <a href=\"http:\/\/www.armutskonferenz.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Armutskonferenz<\/a> entwickelt. Mit dem Ziel einen Journalismus zu f\u00f6rdern, der den vielen Facetten von Armut gerecht wird, Betroffene respektvoll behandelt, ihre Stimmen h\u00f6rbar bzw. sichtbar macht und Hintergr\u00fcnde ausleuchtet. Die Jury setzt sich ausschlie\u00dflich aus Menschen mit Armutserfahrungen zusammen und auch deshalb ist die W\u00fcrdigung f\u00fcr die bisher 53 ausgezeichneten JournalistInnen etwas Besonderes.<br><br>Seit 2015 wird mit Unterst\u00fctzung der ERSTE Stiftung und des <a href=\"https:\/\/www.eapn.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EAPN<\/a> (Europ\u00e4isches Armutsnetzwerk) an einer internationalen Verbreitung des Preises gearbeitet und daf\u00fcr internationale Austausch-Workshops organisiert. Zuletzt wurde der Journalismuspreis f\u00fcr respektvolle Armutsberichterstattung erstmals auch in Ungarn, Kroatien, Finnland und Island verliehen. Dieser Artikel von Sandra Knopp und Udo Seelhofer wurde 2017 in der <a href=\"http:\/\/www.armutskonferenz.at\/aktivitaeten\/journalismuspreis-von-unten\/ausgezeichnete-beitraege-journalismuspreis-von-unten-2017-vergeben.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Kategorie Online<\/a> ausgezeichnet.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obdachlosigkeit in \u00d6sterreich: Schwerpunkt Gro\u00dfstadt<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1111,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[299,436],"tags":[327,370,332,372,371,333],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3484"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3484"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3484\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5629,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3484\/revisions\/5629"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3484"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}