{"id":3482,"date":"2018-04-13T00:00:00","date_gmt":"2018-04-13T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/der-osten-und-das-liebe-vieh\/"},"modified":"2022-04-07T12:42:16","modified_gmt":"2022-04-07T12:42:16","slug":"der-osten-und-das-liebe-vieh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/der-osten-und-das-liebe-vieh\/","title":{"rendered":"Der Osten und das liebe Vieh"},"content":{"rendered":"\n\n\t\n\t\t\t
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\n\tKonvergenz l\u00e4sst sich an der Nachfrage nach Hundenahrung messen. Wer wenig Geld hat, der kauft kein Nassfutter im Supermarkt. Da ist es eine gute Nachricht, dass in den neuen Mitgliedsl\u00e4ndern der Bedarf danach steigt. Die Landwirtschaft in der Region hat indes den Anschluss verpasst. Das k\u00f6nnte ihr Untergang sein oder ihre Rettung.<\/strong><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tDer polnische Nationalstolz rennt 60 km\/h schnell, er ist 1,5 Meter hoch, z\u00e4h, neugierig, er hat einen schmalen Kopf mit dunklen Augen und kommt aus der arabischen W\u00fcste: Der Araber, f\u00fcr viele das edelste Pferd der Welt, das der Legende nach bis zum Propheten Mohamed zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, ist seit Jahrhunderten in den polnischen Weiten heimisch. Schon im 17. Jahrhundert soll die polnische Kavallerie Araberpferde als Kriegsbeute von den Osmanen geholt haben, sp\u00e4ter – nach dem Friedensschluss mit Istanbul, der dieserart Nachschub stoppte – befahlen die polnischen Machthaber eine eigene Zucht aufzubauen. Dass die Eigenschaften dieser Rasse bis heute \u00fcberzeugen, das beweisen drei staatliche Zuchtbetriebe in Polen. Rund 4.000 Araber grasen auf polnischen Weiden. 260.000 Pferde z\u00e4hlt Polen insgesamt. Viele davon werden indes nicht f\u00fcr nationalen Ruhm und Ehre, sondern f\u00fcr die Arbeit auf dem Feld gebraucht. Das ist nicht nur in Polen so. In Rum\u00e4nien etwa leben heute noch gesch\u00e4tzt 730.000 Pferde – schlicht, weil der Traktor noch nicht \u00fcberall angekommen ist.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t\n\t\t\t

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\n\tLandwirtschaftliche Produktion<\/strong>

Das Verh\u00e4ltnis zwischen Mensch und Tier in den j\u00fcngeren Mitgliedsstaaten und in den L\u00e4ndern auf dem Balkan ist vielerorts noch landwirtschaftlich gepr\u00e4gt: Das Pferd, das in Siebenb\u00fcrgen die Karren zieht, der polnische Tatra-Hund, der Viehherden gegen W\u00f6lfe verteidigt. Die unz\u00e4hligen Katzen auf den H\u00f6fen, die tats\u00e4chlich M\u00e4use jagen. Das Tier als Arbeitspartner, nicht nur emotionaler Partnerersatz.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n