{"id":3448,"date":"2018-03-03T00:00:00","date_gmt":"2018-03-03T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/parallele-profite\/"},"modified":"2021-08-23T15:31:46","modified_gmt":"2021-08-23T15:31:46","slug":"parallele-profite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/parallele-profite\/","title":{"rendered":"Parallele Profite"},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Aufgrund laxer Kontrollen des \u201eParallelhandels\u201c mit teuren Medikamenten wird das bulgarische Gesundheitssystem systematisch gepl\u00fcndert. PatientInnen sind die VerliererInnen.<\/strong><br><br>Nadia Miteva hat k\u00fcnstliche Knie- und H\u00fcftgelenke. Entlang ihrer oberen Wirbels\u00e4ule verlaufen Dr\u00e4hte, die ihre Halsknochen stabilisieren sollen. Wenn sie spricht, dr\u00fcckt sie einen roten Knopf auf einem in ihrem Hals steckenden Schlauch, der ihr bei der letzten Stimmbandoperation eingesetzt wurde. \u201eDas ist ein Kollateralschaden meiner rheumatischen Erkrankung\u201c, erkl\u00e4rte sie. Miteva, die im s\u00fcdbulgarischen Dorf Sladun, nahe der Stadt Swilengrad, ein Gemeindezentrum leitet, kriegt ihre schwere rheumatoide Arthritis nur dann halbwegs in den Griff, wenn sie sich jede Woche ein immunsuppressives Medikament namens RoActemra spritzt. Ohne diese Spritzen leidet sie H\u00f6llenqualen.<br><br>\u201eDer Schmerz zerfrisst dich von innen heraus\u201c, sagte Miteva (44). \u201eEs gibt Momente, da willst du dir nur mehr die eigene Haut vom Leib rei\u00dfen.\u201c Schon drei Mal in diesem Jahr war es ihr aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht m\u00f6glich, RoActemra in der n\u00e4chstgelegenen Apotheke in der Provinzstadt Chaskowo zu bekommen, die es f\u00fcr gew\u00f6hnlich auf Lager hat. Bis dorthin sind es 80\u00a0Kilometer mit dem Bus. Normalerweise dauert es 24\u00a0Stunden, bis der Apotheke das Medikament geliefert wird. Doch an 43\u00a0Tagen im Fr\u00fchjahr, 36\u00a0Tagen im Sp\u00e4tsommer und acht Tagen im Sp\u00e4therbst kamen die Bestellungen nicht an. Miteva blieb nichts anderes \u00fcbrig, als zu Hause auf einen Anruf zu warten und die Schmerzen zu ertragen.<br><br>Sie war nicht als Einzige von der Arzneimittelversorgung abgeschnitten. Nach Angaben der bulgarischen Rheumaliga waren Apotheken in anderen St\u00e4dten im S\u00fcden des Landes, etwa in Dimitrowgrad, Stara Sagora, Kasanlak und Panagjurischte, ebenfalls von den RoActemra-Lieferengp\u00e4ssen betroffen. \u201eManche Leute haben st\u00e4ndig Schwierigkeiten, das Medikament zu bekommen\u201c, berichtete Boryana Boteva, Pr\u00e4sidentin des Verbandes, der 30.000\u00a0Menschen mit rheumatischen Erkrankungen in ganz Bulgarien unterst\u00fctzt.<br><br>RoActemra ist nur eines von Dutzenden von Arzneimitteln, die laut GesundheitsexpertInnen aus den Apothekenregalen Bulgariens verschwinden, da Mittelsleute sie einheimsen, um sie in anderen EU-L\u00e4ndern gewinnbringend zu verkaufen. Diese Distributoren sind Arzneimittelh\u00e4ndler der besonderen Art. Sie sind auf patentgesch\u00fctzte Pharmaka spezialisiert und machen sich Preisunterschiede zwischen den verschiedenen L\u00e4ndern zunutze. Nach den EU-Bestimmungen \u00fcber den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr ist das alles v\u00f6llig legal.<br><br>Und so funktioniert der sogenannte \u201eParallelhandel\u201c: Zugelassene Distributoren importieren Arzneimittel multinationaler Pharmakonzerne in L\u00e4nder wie Bulgarien, Griechenland oder Portugal, wo diese entsprechend den von nationalen Beh\u00f6rden verwendeten Richtwerten mit relativ g\u00fcnstigen Preisen versehen werden. Dann exportieren sie einen Teil der Pharmaka \u2013 \u00fcblicherweise rund zehn Prozent \u2013 in L\u00e4nder wie etwa Deutschland, Gro\u00dfbritannien oder die Niederlande, wo Medikamente viel teurer sind. Die Distributoren verpacken die Arzneimittel mit Etikettierungen in der Sprache des neuen Marktes, verkaufen sie zu den h\u00f6heren Preisen und kassieren die Differenz ein.<br><br>Mehr als 320 Distributoren sind von der bulgarischen Arzneimittelagentur (BDA) zum Parallelhandel zugelassen. W\u00e4hrend viele L\u00e4nder Ma\u00dfnahmen zur Verhinderung von Arzneimittelengp\u00e4ssen im eigenen Land gesetzt haben, die dadurch auftreten, weil Parallelh\u00e4ndler Exporte in andere EU-Staaten t\u00e4tigen, z\u00e4hlen die Kontrollen in Bulgarien nach Meinung von GesundheitsexpertInnen zu den laxesten in ganz Europa. Unsere Recherchen\u00a0haben ergeben, dass es im Schatten des bulgarischen Arzneimittelparallelmarktes zu zus\u00e4tzlichen Problemen kommt, weil Betrug und Diebstahl die Versorgung unterminieren.<br><br>Von skrupellosen ApothekerInnen bis hin zu Kriminellen, die sich f\u00fcr die Beschaffung von Medikamenten an Selbsthilfegruppen im Internet heranmachen: Wir stie\u00dfen auf florierende illegale Aktivit\u00e4ten, bei denen es darum geht, Arzneimittel aus dem Gesundheitssystem abzuzapfen. Indessen hei\u00dft es seitens der Gesundheitsbeh\u00f6rden, dass manche Krankenh\u00e4user Daten f\u00e4lschen w\u00fcrden, um die f\u00fcr teure Krebsbehandlungen ben\u00f6tigten Mengen an Medikamenten k\u00fcnstlich in die H\u00f6he zu treiben; dadurch w\u00fcrden sie einen \u00dcberschuss an Ampullen mit wertvollen Therapeutika erzeugen, die dann weiterverkauft werden k\u00f6nnen. Den Beh\u00f6rden zufolge werden Arzneimittel, die mit solchen Betr\u00fcgereien entwendet werden, mit ziemlicher Sicherheit im Ausland weiterverkauft.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/nadia-miteva.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tNadia Miteva vor einem Krankenhaus in der s\u00fcdbulgarischen Stadt Plowdiw. Wegen eines Mangels an Medikamenten zur Behandlung ihrer rheumatoiden Arthritis litt sie Anfang des Jahres H\u00f6llenqualen. Foto: Dimitar Iliev<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>\u201eDie Exporteure verh\u00f6hnen uns\u201c<\/strong><br><br>Verfechter des Parallelhandels betrachten diesen als eine M\u00f6glichkeit der Kostensenkung f\u00fcr die Gesundheitssysteme. In Deutschland sind Apotheken gesetzlich verpflichtet, mindestens f\u00fcnf Prozent ihrer Best\u00e4nde durch Parallelimporte zu beziehen. Davon profitieren nicht nur die reicheren L\u00e4nder. In Bulgarien sind drei Distributoren von der BDA autorisiert, rund 40\u00a0Arzneimittel aus L\u00e4ndern mit niedrigeren Preisen zu importieren, darunter Rum\u00e4nien, Griechenland, Ungarn, Italien, Tschechien, Lettland und Litauen.<br><br>\u201eDas kommt dem Prozess der Preisregulierung auf dem EU-weiten Markt f\u00fcr Originalarzneimittel zugute\u201c, meinte Daniela Daritkova, Leiterin der Gesundheitskommission des bulgarischen Parlaments. Dimitar Petrov, stellvertretender Direktor der nationalen Krankenkasse (National Health Insurance Fund, NHIF), bezifferte den Wert des legalen bulgarischen Arzneimittelparallelmarktes auf rund 153\u00a0Millionen Euro im Jahr 2016.<br><br>Laut der <a href=\"http:\/\/static.correofarmaceutico.com\/docs\/2013\/10\/21\/evaluation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">j\u00fcngsten Branchenanalyse<\/a> des Schweizer Beratungsunternehmens Birgli aus dem Jahr 2013 ist Deutschland das Hauptziel f\u00fcr Exporteure in einem legalen EU-weiten Parallelmarkt, der sich auf rund f\u00fcnf Milliarden Euro j\u00e4hrlich bel\u00e4uft. Kein Wunder, denn eine Packung RoActemra 162\u00a0mg kostet das deutsche Gesundheitssystem 1.782\u00a0Euro \u2013 fast 70\u00a0Prozent mehr als in Bulgarien. W\u00e4hrend Parallelexporte zehn Prozent des bulgarischen Pharmamarktes ausmachen, seien gewisse Medikamente derart gefragt, dass 50\u00a0Prozent der Vorr\u00e4te ins Ausland verbracht werden, hei\u00dft es in einer internen Analyse des Gesundheitsministeriums, die von einem Sprecher des Ministeriums zitiert wurde. RoActemra sei eines dieser Medikamente, gab der Sprecher gegen\u00fcber BIRN an.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t\u201eDer Staat muss den Handel auf angemessene Weise regulieren, um unsere Gesundheitsbed\u00fcrfnisse zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p><p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__author\">\n\t\u2014  Atanas Koundourdjiev, ehemaliger stellvertretender Gesundheitsminister<br>\u00a0<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tAuf die Frage nach RoActemra, dem Medikament, das Nadia Miteva nicht auftreiben konnte, antwortete BDA-Chefsekret\u00e4r Svetlin Spirov: \u201eWir k\u00f6nnen nicht mit Sicherheit sagen, ob die betreffenden Ampullen irgendwo in den Parallelhandel gegangen sind. F\u00fcr eine Chargennummer kann es 100.000 Fl\u00e4schchen geben. Eine einzige Ampulle ist also nicht r\u00fcckverfolgbar. Das Problem w\u00e4re gel\u00f6st, wenn jede Packung einen Datenmatrixcode h\u00e4tte.\u201c Transparenzbef\u00fcrworterInnen sehen in einem Echtzeit-Tracking-System den Schl\u00fcssel, um Engp\u00e4ssen vorzubeugen und den illegalen Handel in Bulgarien zu unterbinden. Sie fordern zudem mehr Befugnisse f\u00fcr die Beh\u00f6rden, wenn es darum geht, die Exporte zu kontrollieren.<br><br>\u201eDer Staat muss den Handel auf angemessene Weise regulieren, um unsere Gesundheitsbed\u00fcrfnisse zu sch\u00fctzen\u201c, meinte der ehemalige stellvertretende Gesundheitsminister Atanas Koundourdjiev. Eine 2014 eingef\u00fchrte Gesetzgebung erlaubte es der BDA, jeglichen Parallelexport zu blockieren, den sie als problematisch ansah; doch das Verfassungsgericht entschied, dass dieses Gesetz gegen die EU-Grunds\u00e4tze des freien Handels verstie\u00df. Laut einem ehemaligen leitenden Beamten des Gesundheitsministeriums, der namentlich nicht genannt werden wollte, sei es zu dieser Entscheidung gekommen, nachdem Distributoren entsprechendes Lobbying betrieben hatten.<br><br>Die Distributoren sind immer noch gesetzlich verpflichtet, der BDA ihre Absicht, Medikamente zu exportieren, einen Monat im Voraus mitzuteilen. Doch die Agentur kann die Str\u00f6me lediglich \u00fcberwachen. Und selbst das ist schwierig, angesichts der ungeheuren Menge an Notifizierungen, die das System \u00fcberlasten. \u201eWir sind machtlos\u201c, sagte Spirov von der BDA. \u201eDie Exporteure verh\u00f6hnen uns.\u201c Zwischen Juli 2016 und Juli 2017 informierten Distributoren die BDA \u00fcber beabsichtigte Exporte von 78.220 Packungen RoActemra 162\u00a0mg. Im Vergleich zu dieser Zahl nehmen sich die 6.000 Packungen, die von Roche, dem Hersteller des Medikaments, im selben Zeitraum nach eigenen Angaben nach Bulgarien importiert wurden, bescheiden aus.<br><br>Laut Boryana Marinkova, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der bulgarischen Vereinigung f\u00fcr die Entwicklung des Parallelvertriebs von Arzneimitteln, bei der es sich um einen Industrieverband handelt, sei die Diskrepanz darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Distributoren getrennte Meldungen zu ihrer Absicht, ein bestimmtes Medikament in mehrere EU-L\u00e4nder zu exportieren, einreichen, unabh\u00e4ngig davon, ob sie es tats\u00e4chlich verschicken oder nicht. \u201eDie 78.000 Antr\u00e4ge sind nur die technische Summe zahlreicher Absichten\u201c, meinte sie. \u201eDiese Zahl steht keineswegs f\u00fcr die tats\u00e4chlich erfolgten Ausfuhren.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/pharmacy.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tEin Kunde beim Bezahlen von Medikamenten in einer Apotheke in Sofia. Foto: Iliana Kirilova<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>\u201eIllegaler Handel allerorts\u201c<\/strong><br><br>Eine neue Gesetzgebung, die dem Parlament als Entwurf vorliegt, w\u00fcrde der BDA mehr Macht einr\u00e4umen. Neben der M\u00f6glichkeit, dass die Agentur unter bestimmten Umst\u00e4nden Exporte verbieten kann, w\u00fcrden Gesetzes\u00e4nderungen die Strafen f\u00fcr Fehlverhalten mit den EU-Normen in Einklang bringen. Da die NHIF die Kosten verschreibungspflichtiger Medikamente deckt, ist es f\u00fcr Apotheken oder Einzelpersonen von Rechts wegen unzul\u00e4ssig, Medikamente an Distributoren zur\u00fcck zu verkaufen. Laut Petrov, dem stellvertretenden Direktor der NHIF, bel\u00e4uft sich der illegale Parallelhandel mit Arzneimitteln in Bulgarien auf rund 50\u00a0Millionen Euro pro Jahr.<br><br>Die Strafen f\u00fcr Gesetzesverst\u00f6\u00dfe betragen 1.500\u00a0Euro bei Erstvergehen bzw. 2.500\u00a0Euro bei jedem weiteren. Im Vergleich dazu werden in Portugal Bu\u00dfgelder von 30.000\u00a0Euro bzw. 50.000\u00a0Euro verh\u00e4ngt. Nach dem neuen Gesetz m\u00fcssten Apotheken, die Arzneimittel an Distributoren verkaufen, mit Geldstrafen bis zu 25.000\u00a0Euro rechnen, w\u00e4hrend Parallelh\u00e4ndler, die illegale Exporte t\u00e4tigen, mit Bu\u00dfgeldern bis zu 50.000\u00a0Euro belegt werden k\u00f6nnten. Der bulgarischen Vereinigung f\u00fcr die Entwicklung des Parallelvertriebs von Arzneimitteln zufolge sei die neue Gesetzgebung unn\u00f6tig.<br><br>\u201eDer bestehende Rechtsrahmen bietet gen\u00fcgend Mechanismen und Werkzeuge f\u00fcr Kontrollen\u201c, so Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Marinkova. Sie forderte das Gesundheitsministerium, die Steuerbeh\u00f6rden und die BDA auf, die Durchsetzung der bestehenden Gesetze durch regelm\u00e4\u00dfige Audits von Gro\u00dfh\u00e4ndlern und Apotheken zu verst\u00e4rken. Auf die Frage nach dem Problem des durch den Parallelhandel verursachten Medikamentenmangels antwortete Marinkova: \u201eDas Gesetz besagt eindeutig, dass alle Gro\u00dfh\u00e4ndler verpflichtet sind, zuerst die Nachfrage des lokalen Marktes zu decken und dass sie erst dann, wenn der nationale Bedarf abgesichert ist, die \u00fcbersch\u00fcssigen Mengen an Arzneimitteln exportieren d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<div class=\"block-columns block-columns__gutter-large--10 block-columns__vertical-spacing-large--0\">\n\t\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--5 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t\n<div class=\"block-infobox\">\n\t<h2 class=\"heading heading__color--primary heading__size--small heading__align--left heading__font--secondary block-infobox__heading\">\n\tBestechungsgelder und Anreize<\/h2>\n\t<div class=\"block-infobox__content\">\n\t\t\n<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-infobox__paragraph\">\n\tQuellen aus dem bulgarischen Gesundheitsministerium, der staatlichen Krankenkasse und aus Krankenh\u00e4usern beschrieben unabh\u00e4ngig voneinander eine Betrugsmasche, bei der Verk\u00e4uferInnen mit Distributoren und \u00c4rztInnen gemeinsame Sache machen w\u00fcrden, um den Verkauf von Arzneimitteln mit Gewinnen aus dem Parallelhandel anzukurbeln. Laut den Quellen, die es ablehnten, namentlich genannt zu werden, funktioniert diese Trickserei folgenderma\u00dfen:<br><br>Einige skrupellose lokale Agenten, die f\u00fcr internationale Arzneimittelhersteller arbeiten, sind bestrebt, ihre Marktdurchdringung zu erh\u00f6hen. Also schlie\u00dfen sie sich mit Distributoren zusammen, um \u00c4rztInnen zu bestechen, damit diese anstelle von Konkurrenzprodukten die von ihnen vertriebenen Medikamente verschreiben. Distributoren kommen f\u00fcr diese Bestechungsgelder gerne auf, weil sie darin eine Chance wittern, mehr Gesch\u00e4fte mit den Pharmaproduzenten zu machen und auf deren Liste der bevorzugten Distributoren zu kommen.<br><br>Um Mittel f\u00fcr die Schmiergelder freizusetzen, f\u00fchren die Distributoren in ihren Erkl\u00e4rungen an unabh\u00e4ngige BeraterInnen, die Marktanalysen erstellen, \u00fcbertrieben hohe Inlandsums\u00e4tze mit Medikamenten an. Unterdessen leiten sie einen Teil der Gewinne aus dem Parallelhandel in einen geheimen Geldtopf um. Die lokalen Agenten vollenden den Betrug, indem sie die gef\u00e4lschten Inlandsums\u00e4tze an ihre Zentralen zur\u00fcckmelden, sodass die Pharmaproduzenten so klug wie zuvor sind.<br><br>\u201eBeispielsweise k\u00f6nnen von 100 nach Bulgarien importierten Packungen 50 in den Reexport gehen\u201c, verriet eine Quelle. \u201eVon den 50 [im Ausland verkauften Packungen] flie\u00dfen 30\u00a0Prozent der Gewinne [als Bestechungsgelder] an ausersehene \u00c4rzte zur\u00fcck.\u201c Die Folge dessen ist, dass in Wirklichkeit mehr Medikamente wiederausgef\u00fchrt werden, als auf dem Papier deklariert wird, was manchmal zu Engp\u00e4ssen f\u00fchrt. \u201eJa, ich habe von solchen Machenschaften geh\u00f6rt\u201c, sagte Decho Dechev, Leiter des St.\u00a0Ivan-Rilsky-Krankenhauses in Sofia, dem keinerlei Fehlverhalten nachgewiesen wurden.<\/p>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--7 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tBIRN fand zahlreiche Beweise f\u00fcr illegale Verk\u00e4ufe durch Apotheken an Distributoren. Aus Rechnungsdaten, die BIRN von der bulgarischen Steuerbeh\u00f6rde erhielt, geht hervor, dass sechs Distributoren zwischen April und August 2015 Arzneimittel im Wert von 2,2\u00a0Millionen Euro von Apotheken gekauft hatten. Obwohl die Verk\u00e4ufe gesetzeswidrig waren, meldeten die Apotheken den Finanz\u00e4mtern dennoch Eink\u00fcnfte aus diesen Gesch\u00e4ften, was darauf hindeutet, dass sie mehr Angst vor der Steuerbeh\u00f6rde als vor der BDA haben.<br><br>Laut den Rechnungsdaten verkaufte eine Firma namens Falcons\u00a02000, die im St\u00e4dtchen Sliwniza im Westen des Landes ans\u00e4ssig ist und mehrere kleine Apotheken besitzt, Medikamente f\u00fcr 368.000\u00a0Euro an ein Vertriebsunternehmen namens Chirita. Falcons\u00a02000 lehnte eine Stellungnahme ab. Zu den illegalen K\u00e4ufen befragt, best\u00e4tigte Chirita-Inhaber Amir Mohamed al Husaini die Transaktionen und rechtfertigte sie mit der Begr\u00fcndung, dass sie wirtschaftlich sinnvoll seien. \u201eApotheken k\u00f6nnen diese Medikamente direkt von einem Hersteller zu einem Aktionspreis mit bis zu 30\u00a0Prozent Rabatt kaufen\u201c, verriet er BIRN. \u201eMit einem Store-to-Store-Gesch\u00e4ft [Hersteller an Vertriebsh\u00e4ndler] lie\u00dfe sich ein so niedriger Preis nicht erzielen.\u201c<br><br>Laut Ivan Geshev, dem Leiter der Sonderstaatsanwaltschaft in Sofia, nahm die Polizei Anfang Dezember al Husaini und sechs weitere Personen fest, nachdem 60\u00a0weitere Adressen in Sofia, Sliwniza, Plowdiw und Schumen im Zuge von Ermittlungen wegen mutma\u00dflichen illegalen Erwerbs von f\u00fcr den Parallelhandel bestimmten Arzneimitteln durchsucht worden waren. Am 11.\u00a0Dezember klagte die Sonderstaatsanwaltschaft al Husaini und f\u00fcnf der Verhafteten wegen Zugeh\u00f6rigkeit zu einer kriminellen Vereinigung an. Der siebte Mann wurde der Geldw\u00e4sche bezichtigt.<br><br>Indes zeigten die Daten der Steuerbeh\u00f6rde, dass eine Firma namens HG-Hristo Jelev, die eine Apotheke in der zentralbulgarischen Gebirgsstadt Kotel besitzt, zwischen April und August 2015 Medikamente f\u00fcr 114.000\u00a0Euro an den in Assenowgrad registrierten Distributor MN\u00a02011 verkauft hatte. Apothekenbesitzer Hristo Jelev r\u00e4umte ein, dass die Verk\u00e4ufe gegen das Gesetz verstie\u00dfen, jedoch w\u00fcrde die Tatsache, dass er daf\u00fcr Steuern zahlte, sein Fehlverhalten gewisserma\u00dfen kompensieren. \u201eIch habe kein Umlaufkapital, diese Zahlungen sind Vorfinanzierungen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Lieferungen\u201c, erkl\u00e4rte er gegen\u00fcber BIRN.<br><br>Der Distributor MN\u00a02011 lehnte eine Stellungnahme ab. Wenn es darum geht, illegalen Gesch\u00e4ften einen Riegel vorzuschieben, sind der BDA die H\u00e4nde gebunden.<\/p>\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t\u201eDie nationale Krankenkasse ist der Pharma-Mafia nicht gewachsen.\u201c<\/p><p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__author\">\n\t\u2014  Ilko Semerdjiev, ehemaliger Gesundheitsminister<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t\u201e2016 f\u00fchrte die Agentur rund 40\u00a0\u00dcberpr\u00fcfungen in Apotheken durch, die alle im Voraus geplant waren, nicht eine einzige als Reaktion auf Echtzeitwarnungen\u201c, sagte der ehemalige stellvertretende Gesundheitsminister Koundourdjiev. Derartige \u00dcberpr\u00fcfungen h\u00e4tten den Zweck festzustellen, ob Apotheken korrekte Aufzeichnungen zu den von ihnen gelagerten Medikamenten f\u00fchren, erkl\u00e4rte er. Branchenkennern zufolge w\u00fcrden jedoch viele Arzneimittelverk\u00e4ufe an Distributoren komplett unter der Hand laufen, ohne irgendwelche Belege zu hinterlassen.<br><br>\u201eMan muss sich nicht einmal die Rechnungen ansehen\u201c, sagte der Marketingdirektor einer der gr\u00f6\u00dften bulgarischen Distributoren, der es ablehnte, namentlich genannt zu werden. \u201eDer illegale Handel findet allerorts um uns herum statt.\u201c Ihm zufolge seien organisierte Kriminelle, die Medikamente ohne Rezept von Apotheken kaufen und dann direkt an Vertriebsh\u00e4ndler verkaufen, Teil der Abzocke. Beispielsweise w\u00fcrden knallhart aussehende \u201esmarte Typen\u201c regelm\u00e4\u00dfig gewisse Apothekenketten in Sofia und der s\u00fcdbulgarischen Stadt Plowdiw mit handschriftlichen Listen von Arzneimitteln aufsuchen, die sie mit 15\u00a0Prozent Aufschlag kaufen, gab er an.<br><br>Illegaler Handel mit Pharmaprodukten ist auch im Internet weit verbreitet. Auf Kleinanzeigenseiten, in Gesundheitsforen und sozialen Medien wimmelt es von Annoncen, die PatientInnen, welche \u00fcber Rezepte f\u00fcr begehrte Pharmazeutika verf\u00fcgen, zum Verkauf ihrer Medikamente verleiten sollen.<br><br>Kiril Yordanov, der Verfasser einer solchen Anzeige, gab an, er w\u00fcrde 990\u00a0Euro f\u00fcr ein Medikament namens Humira und andere Therapeutika zur Behandlung von rheumatoider Arthritis zahlen. Humira kostet in Bulgarien normalerweise 820\u00a0Euro, in Deutschland 1.878\u00a0Euro. Im April rief BIRN ihn an und gab vor, interessiert zu sein, eine Packung eines Biopharmazeutikums namens Enbrel zu verkaufen. Yordanov gab sich sachlich. Er sprach von Chargennummern und Verfallsdaten. Und er betonte die Wichtigkeit neu aussehender Verpackungen ohne Makel.<br><br>BIRN rief ihn Mitte Juli erneut an, diesmal ohne Vorwand, um zu fragen, warum er Medikamente aufkauft. \u201eIch kaufe die Medikamente f\u00fcr mich selbst, weil ich die Kriterien der Kommission nicht erf\u00fclle\u201c, sagte Yordanov und bezog sich damit auf den Ausschuss der medizinischen Sachverst\u00e4ndigen, die teure Behandlungen f\u00fcr PatientInnen wie Nadia Miteva genehmigen. BIRN fand heraus, dass Yordanovs Frau, Yordanka Ilieva Barzakova-Yordanova, eine im Register der Plowdiwer Niederlassung der Bulgarischen Pharmazeutischen Union eingetragene Apothekerin ist.<br><br>In den Jahren 2015 und 2016 arbeitete sie f\u00fcr den Distributor Agilis Pharma in Plowdiw, der von J\u00e4nner 2015 bis Mai 2017 Arzneimittel f\u00fcr 30,8\u00a0Millionen Euro in EU-L\u00e4nder exportierte, wie Zahlen der bulgarischen Steuerbeh\u00f6rde belegen.<br><br>Im Jahr 2017 begann sie ihre T\u00e4tigkeit f\u00fcr Mylan\u00a0NV, ein globales Pharmaunternehmen, das generische und patentgesch\u00fctzte Arzneimittel herstellt und vertreibt. BIRN kontaktierte Barzakova-Yordanova und fragte sie, ob ihr Mann durch Internetverk\u00e4ufe beschaffte Medikamente f\u00fcr den Export \u00fcber Agilis Pharma, Mylan oder andere Distributoren geliefert habe. Sie lehnte eine Stellungnahme ab. Auch Agilis Pharma und Mylan wollten sich zu der Frage, ob Barzakova-Yordanova Medikamente f\u00fcr den Export oder Wiederverkauf beschafft habe, nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/plovdiv-hospital.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tMitarbeiter des St. George-Krankenhauses in Plowdiw beim Dosieren teurer Krebsmedikamente. Foto: Dimitar Iliev<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Eine Frage des Gewichts<\/strong><br><br>Krebstherapeutika z\u00e4hlen zu den teuersten Medikamenten. Sie machen 50\u00a0Prozent der Ausgaben der NHIF aus, was im vergangenen Jahr rund 153\u00a0Millionen Euro entsprach. Das sei mehr als das F\u00fcnffache der von der nationalen Krankenkasse im Jahr 2000 getragenen Ausgaben f\u00fcr Krebsmedikamente, so Jeni Adarska, Leiterin der bulgarischen Vereinigung von Patienten mit onkologischen Erkrankungen. Dieser Anstieg spiegelt eine weltweite Zunahme der Krebsraten wider \u2013 doch die NHIF vermutet, dass auch Diebst\u00e4hle in Krankenh\u00e4usern dazu beitragen.<br><br>Laut einer hochrangigen Quelle aus den Riegen der NHIF stehen mindestens acht Krankenh\u00e4user im Verdacht, Patientendaten zu f\u00e4lschen und so mehr Arzneimittel als ben\u00f6tigt zu bestellen \u2013 vermutlich, um \u00dcberschussmengen an Parallelh\u00e4ndler zu verkaufen. Anfang 2017 startete die NHIF Stichprobenkontrollen in Onkologieabteilungen. \u201eDie Experten der Krankenkasse marschierten herein wie eine Polizeitruppe und begannen, das Gewicht jedes einzelnen onkologischen Patienten zu kontrollieren\u201c, berichtete Lucia Dobreva, ehemalige Chefin des Uni Hospitals, eines schicken neuen Privatkrankenhauses in Panagjurischte. Dem Uni Hospital wurde keinerlei Fehlverhalten nachgewiesen.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<div class=\"block-columns block-columns__gutter-large--10 block-columns__vertical-spacing-large--0\">\n\t\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--5 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t\n<div class=\"block-infobox\">\n\t<h2 class=\"heading heading__color--primary heading__size--small heading__align--left heading__font--secondary block-infobox__heading\">\n\tSchutzma\u00dfnahmen in Portugal<\/h2>\n\t<div class=\"block-infobox__content\">\n\t\t\n<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-infobox__paragraph\">\n\tMit relativ niedrigen Arzneimittelpreisen ist Portugal ein wichtiger Parallelexporteur von patentgesch\u00fctzten Medikamenten, einschlie\u00dflich Krebstherapeutika. Doch die Regierung hat wirksame Ma\u00dfnahmen gesetzt, um Best\u00e4nde zu \u00fcberwachen und Engp\u00e4ssen vorzubeugen.<br><br>Ein elektronisches Echtzeit-Tracking-System hilft der dem Gesundheits- ministerium unterstellten Beh\u00f6rde f\u00fcr die Kontrolle der Arzneimittelversorgung (INFARMED), den Verbleib von Medikamenten auf jeder Etappe ihres Weges vom Hersteller zum Patienten zu verfolgen. Eine Datenbank namens SIATS (Informationssystem zur Bewertung von Gesundheitstechnologien) informiert sofort \u00fcber etwaige Engp\u00e4sse, was es den Beh\u00f6rden erm\u00f6glicht, die Ausfuhren in andere EU-L\u00e4nder auszusetzen, wenn die lokale Bedarfsdeckung gef\u00e4hrdet ist.<br><br>Mittlerweile erlaubt ein Informationsaustauschsystem namens Via Verde [Gr\u00fcne Stra\u00dfe] seinen Nutzern, die Punkte von der Verschreibung \u00fcber die Apothekenbestellung bis hin zum Distributor und Hersteller elektronisch miteinander zu verbinden. Dadurch ist es nahezu unm\u00f6glich, Arzneimittel f\u00fcr den illegalen Parallelhandel abzuzweigen. Laut Humberto Martins, einem der Direktoren des portugiesischen Apothekenverbandes, haben elektronische Nachverfolgungssysteme 2016 zu einem R\u00fcckgang der Arzneimittelengp\u00e4sse um fast 15\u00a0Prozent im Vergleich zum Vorjahr gef\u00fchrt.<br><br>Auch in den onkologischen Abteilungen der Krankenh\u00e4user gibt es strenge Verfahren, um sicherzustellen, dass wertvolle Krebsmedikamente auf den Milligramm genau erfasst werden. Am portugiesischen Institut f\u00fcr Onkologie verwaltet die pharmazeutische Abteilung Krebsmedikamente im Wert von rund drei Millionen Euro, so Abteilungsleiter Antonio Gouveia.<br><br>In einem hochmodernen Laboratorium dosierten Pharmazeuten, die Handschuhe, Masken und Schutzkleidung trugen, Krebstherapeutika in Ampullen <em>(Foto: Dimitar Iliev)<\/em>, darauf achtend, unter einer Abzugshaube beim Aufl\u00f6sen des Pulvers in Fl\u00fcssigkeit kein einziges Korn zu verschwenden. Kameras \u00fcberwachten den Bereich innerhalb und au\u00dferhalb des Lagerraums, wo in zwei riesigen K\u00fchlschr\u00e4nken Chemotherapeutika unter strenger Temperaturkontrolle bei 2-8 Grad Celsius aufbewahrt wurden<br><br>Krankenh\u00e4user in Portugal beschaffen Arzneimittel \u00fcber transparente Ausschreibungsverfahren.<br><br>\u201eIch k\u00fcmmere mich um den Einkauf von Onkologiepr\u00e4paraten im Wert von 36\u00a0Millionen Euro j\u00e4hrlich und deren Ausgabe an Patienten\u201c, sagte Gouveia.<br><br>In Bulgarien werden Ausschreibungen von Distributoren durchgef\u00fchrt, und es gibt keine Obergrenze, wie viel Geld von der nationalen Krankenkasse (NHIF) bereitgestellt werden kann, die den Distributoren 100\u00a0Prozent des Preises f\u00fcr onkologische Arzneimittel erstattet. Gesundheitsexperten zufolge seien Krebsmedikamente dadurch f\u00fcr Parallelh\u00e4ndler besonders reizvoll.<\/p>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--7 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tUm zu verstehen, worauf die Experten aus waren, sollte man wissen, dass die \u00c4rzte anhand des K\u00f6rpergewichts eines Patienten entscheiden, wie viel von einem Chemotherapeutikum verschrieben wird: Je schwerer die betreffende Person, desto h\u00f6her die ben\u00f6tigte Dosis. Die Ergebnisse der Stichprobenkontrollen der Krankenkasse waren aufschlussreich. \u201eEs gibt Krankenh\u00e4user, in denen Patienten im Durchschnitt 108 bis 110\u00a0Kilogramm auf die Waage bringen\u201c, berichtete Petrov. Im Vergleich dazu lag laut Daten des nationalen Amts f\u00fcr Statistik das Durchschnittsgewicht von M\u00e4nnern und Frauen in Bulgarien im Jahr 2016 bei 72,5\u00a0Kilogramm. Man sei davon ausgegangen, dass \u00c4rzte das Gewicht der Patienten falsch angeben, um \u00fcberh\u00f6hte Bestellungen zu rechtfertigen, sagte Petrov. Sobald die richtigen Mengen dosiert sind, k\u00f6nnten \u00dcbersch\u00fcsse unbemerkt beiseitegeschafft werden.<br><br>Nur eine Person wurde des Diebstahls von Onkologiepr\u00e4paraten aus einem Krankenhaus \u00fcberf\u00fchrt. Petia Kocheva, Chefapothekerin des Marko-Markov-Krankenhauses in der Schwarzmeerstadt Warna, wurde vergangenes Jahr f\u00fcr schuldig befunden, 39\u00a0Ampullen Herceptin (ein Medikament zur Behandlung von Brustkrebs) gestohlen zu haben. Der damalige Gesundheitsminister Petar Moskov bezeichnete diesen Fall als \u201emoralisch weit verwerflicher als Drogenhandel\u201c.<br><br>Ein Gericht in Warna verurteilte sie zu viereinhalb Jahren Gef\u00e4ngnis, doch ein Landesgericht setzte ihre Strafe anschlie\u00dfend aus. Das Gericht in Warna befand, dass sie die Ampullen im Wert von 22.000\u00a0Euro einfach der Krankenhausapotheke entnommen hatte. Die Anklage brachte vor, Kocheva habe gewusst, dass die Onkologieabteilung undokumentierte Ampullen des Medikaments in ihrem K\u00fchlschrank hatte \u2013 also dachte sie, dass das Vergehen unbemerkt bleiben w\u00fcrde.<br><br>Die Anklage ersuchte eine Pathologin, Dobrinka Radoinova, um ein Gutachten zu den angeblichen zus\u00e4tzlichen Ampullen. Die Pathologin analysierte die Krankengeschichte von 75\u00a0Brustkrebspatientinnen des Krankenhauses und verglich die tats\u00e4chlich verabreichten Dosen an Herceptin mit den Mengen, die von der NHIF bezahlt wurden. Sie kam zu dem Schluss, dass es eine gro\u00dfe Diskrepanz zwischen den beiden Mengen gab \u2013 genug, um etwa 76\u00a0Ampullen Herceptin im Wert von zirka 42.700\u00a0Euro zu bef\u00fcllen. BIRN kontaktierte Vasil Popov, den Leiter der Onkologie am Mark-Markov Krankenhaus, der jegliches Fehlverhalten seitens seiner Abteilung bestritt.<br><br>Statistische Ungereimtheiten sind Grund zur Besorgnis f\u00fcr die bulgarischen Gesundheitsbeh\u00f6rden, die versuchen, die \u00f6ffentliche Hand vor Betrug zu sch\u00fctzen. Ilko Semerdjiev, der von Januar bis M\u00e4rz\u00a02017\u00a0Gesundheitsminister war, fand im Juli in einem Beitrag auf Facebook scharfe Worte. \u201eDie NHIF ist der Pharma-Mafia nicht gewachsen\u201c, schrieb er. \u201eDie \u00dcberschreitung der Ausgaben f\u00fcr erstattete Medikamente ist nur ein Teil dessen. Der andere ist der Reexport ins Ausland. Dadurch haben wir doppelte und dreifache Profite \u2013 durch Medikamente, f\u00fcr die der Staat aufkommt, und durch gewinnbringende Weiterverk\u00e4ufe in der EU.\u201c<br><br>Die stellvertretende Gesundheitsministerin Lidia Neicheva bemerkte in einer Sitzung des NHIF-Aufsichtsrates Ende Oktober, dass der Parallelhandel den Staat teuer zu stehen k\u00e4me, da die staatliche Krankenversicherung darum k\u00e4mpfe, die Fehlmengen auszugleichen. \u201eEiner der Gr\u00fcnde f\u00fcr die \u00dcberschreitung der Ausgaben f\u00fcr Arzneimittel ist die Wiederausfuhr\u201c, sagte Neicheva laut einem Protokoll der Sitzung, das von der NHIF ver\u00f6ffentlicht wurde. \u201eDas ist der eigentliche Grund, und wir alle wissen das. Wenn \u201agesunder\u2018 Parallelhandel in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von bis zu zehn Prozent liegt, macht er in Bulgarien 50\u00a0Prozent aus.\u201c<br><br>Im Oktober brachen drei maskierte Diebe in ein Lagerhaus in Sofia ein, das dem deutschen Pharma-Gro\u00dfh\u00e4ndler Phoenix geh\u00f6rt. Trotz einer Reihe von zur Auswahl stehenden Medikamenten, einschlie\u00dflich Morphium, h\u00e4tten sie nur Krebsmedikamente gestohlen, berichteten lokale Medien. Phoenix-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Yulian Nedelchev lehnte es ab, sich zu dem Diebstahl zu \u00e4u\u00dfern, aber die BDA teilte BIRN mit, dass die gestohlenen Medikamente 600.000\u00a0Euro wert seien.<\/p>\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t&#8220;Morally much lower than drug trafficking&#8221;<\/p><p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__author\">\n\t\u2014  Petar Moskov, former Health Minister<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t\u201eEs gibt zwei M\u00f6glichkeiten\u201c, sagte BDA-Chefsekret\u00e4r Spirov. \u201eEntweder gingen die Medikamente in den Parallelhandel, aber es ist unwahrscheinlich, dass ein Krankenhaus in der EU sie auf diesem Weg kaufen w\u00fcrde. Oder sie gingen an bulgarische Krankenh\u00e4user und wurden gegen Medikamente mit \u00e4lteren Chargennummern eingetauscht, die daraufhin erneut exportiert werden konnten.\u201c Im Februar schilderte BDA-Chef Asena Stoimenova vor der parlamentarischen Gesundheitskommission die t\u00fcckischen Auswirkungen des Parallelhandels. \u201eBulgarien ist nicht das erste Land, das sich mit Engp\u00e4ssen herumschlagen muss, aber das letzte, das dieses Problem l\u00f6st\u201c, sagte er<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Original auf Englisch. Erstmals publiziert am 13.\u00a0Dezember 2017 auf <\/em><a href=\"http:\/\/www.balkaninsight.com\/en\/article\/lawless-lake-ex-smugglers-find-new-fish-to-fry-11-27-2017\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Balkaninsight.com<\/em><\/a>.<em><br>Aus dem Englischen von Alexandra Hoi und <\/em><a href=\"http:\/\/www.wordpool.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Barbara Maya<\/em><\/a><em>.<\/em><br><br><em>Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 Dimitar Iliev. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der <\/em><a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/erste-stiftung\/impressum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Redaktion<\/em><\/a><em>.<br>Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild:\u00a0<\/em><em>Aus bulgarischen Apotheken verschwinden Medikamente, da H\u00e4ndler sie einheimsen, um sie im Ausland zu verkaufen. Foto: \u00a9 Iliana Kirilova<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10    wrapper__divider-bottom-large\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<ol class=\"block-footnotes js-footnote-list\">\n\n<\/ol>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bulgariens Arzneimitteldealer<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":948,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[433,299,436],"tags":[367,492,368,362,369,334],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3448"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3448"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5643,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3448\/revisions\/5643"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/948"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3448"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}