{"id":3421,"date":"2017-12-14T00:00:00","date_gmt":"2017-12-14T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/gebt-den-roma-ihren-stolz-zurueck\/"},"modified":"2021-08-23T16:28:03","modified_gmt":"2021-08-23T16:28:03","slug":"gebt-den-roma-ihren-stolz-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/gebt-den-roma-ihren-stolz-zurueck\/","title":{"rendered":"&#8220;Gebt den Roma ihren Stolz zur\u00fcck!&#8221;"},"content":{"rendered":"<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Die Tatsache, dass ein Museum der Roma-Kultur, einer so bedeutenden Minderheit in der slowakischen Gesellschaft mit einer reichen und lebendigen Kultur und Tradition, nicht in Bratislava oder Ko\u0161ice zu finden ist, spiegelt nicht nur die Missachtung dieser Minderheit durch die Mehrheitsbev\u00f6lkerung und Politiker wider. Es zeigt auch die Angst vor der vollen Anerkennung und Gleichheit einer Minderheitenkultur, die Anerkennung der Existenz des &#8220;Anderen&#8221; im eigenen Herzen. Dieses Museum k\u00f6nnte ein Instrument zur kulturellen und sozialen Emanzipation der Roma sein und die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung von stereotypen Vorstellungen \u00fcber die Roma-Minderheit befreien. Es k\u00f6nnte ein Mittel sein, um zu demonstrieren, dass die Roma-Kultur ein bedeutender Teil der Geschichte und zeitgen\u00f6ssischen Kultur der Slowakei ist.<\/strong><br><br><em><a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/event\/nadikhuno-muzeumos-unsichtbares-museum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nadikhuno muzeumos \/ Unsichtbares Museum<\/a><\/em> ist eine Ausstellung bei tranzit.sk iniziiert von Oto Hudec. Es ist ein Entwurf f\u00fcr die Gr\u00fcndung eines Museums der Kultur der Roma und pr\u00e4sentiert die Arbeiten mehrerer K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler, die die Geschichte und Kulturproduktion der Roma thematisieren und oftmals auch die eingelebten Stereotype problematisieren. In verk\u00fcrzter Form streben diese Werke danach, die Sicht auf die Geschichte, Kultur und zeitgen\u00f6ssische Kunst der Roma zu erweitern. Im Rahmen dieser Ausstellung unterhalten sich Oto Hudec und die an diesem Projekt beteiligte K\u00fcnstlerin Em\u00edlia Rigov\u00e1 \u00fcber die Identit\u00e4t der Roma heutzutage.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10    wrapper__divider-bottom-large\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Oto Hudec:<\/strong> Lass uns zu Beginn \u00fcber deine Meinung zur romantischen Darstellung von Roma-Folklore und Roma-Geschichte sprechen. Viele intellektuelle Roma kritisieren die Stereotype \u00fcber Roma, seien es nun negative oder positive. Die im Kolonialismus verwurzelte und exotisierende Ansicht der Forschung beschr\u00e4nkt sich oft auf die Hervorstreichung gewisser attraktiver oder falscher Aspekte des Roma-Lebens oder Teilaspekten davon, z. B. ihre nomadische Lebensweise, ihre Musik, Unabh\u00e4ngigkeit oder der damit einhergehende Zauber. Viele der Roma-Intellektuellen wuchsen in Familien auf, die der Mehrheitsbev\u00f6lkerung in der Slowakei stark \u00e4hnelten. Wenn sie sich auf die Suche nach ihrer (verlorenen Roma-)Identit\u00e4t begeben, hat es f\u00fcr mich den Anschein, dass sie nach etwas Urspr\u00fcnglichem und Elementarem suchen, und vielleicht auch nach etwas, das sie von der Mehrheit unterscheidet und zu etwas Besonderem macht. Du hast diesen Prozess selbst durchgemacht. Wie w\u00fcrdest du aufgrund deiner eigenen Erfahrungen die kulturelle Identit\u00e4t der Roma beschreiben? Wo gibt es \u00c4hnlichkeiten und wo gibt es Unterschiede zu den genannten Stereotypen?<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t\n<div class=\"block-columns block-columns__gutter-large--10 block-columns__vertical-spacing-large--0\">\n\t\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--5 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t\n<div class=\"block-infobox\">\n\t<h2 class=\"heading heading__color--primary heading__size--small heading__align--left heading__font--secondary block-infobox__heading\">\n\tNadikhuno muzeumos \/ Unsichtbares Museum<\/h2>\n\t<div class=\"block-infobox__content\">\n\t\t\n<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-infobox__paragraph\">\n\tDie Ausstellung ist bis 27. Januar 2018 bei <a href=\"http:\/\/sk.tranzit.org\/en\/exhibition\/0\/2017-11-29\/nadikhuno-muzeumos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">tranzit.sk<\/a> in Bratislava zu sehen.<br><br>Zu Beginn des Projekts <em><a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/event\/nadikhuno-muzeumos-unsichtbares-museum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nadikuno muzeumos \/ Unsichtbares Museum<\/a><\/em> entstand die Idee, ein Museum zu schaffen, das die Roma f\u00fcr andere darstellen sollte, ein Museum, das das Selbstvertrauen der Roma-Gemeinschaft st\u00e4rken w\u00fcrde, und ein Museum, das auch die slowakische Kultur bereichern w\u00fcrde mit Werken einer Minderheit, die seit Jahrhunderten dem Land angeh\u00f6rt.<br><br>Die Grundidee war, die extrem enge Sichtweise der Roma, die wir aus den Medien oder sogar von Aussagen von Politikern kennen, durch die Pr\u00e4sentation herausragender Bestandteile der Roma-Kultur und des Roma-Lebens zu korrigieren. Das Projekt zielt darauf ab, diesen Wandel damit zu erreichen, indem Roma und Nicht-Roma zusammengebracht werden, um sich selbst und die Slowakei auf neue Art zu repr\u00e4sentieren.<br><br><em>Nadikuno muzeumos \/ Unsichtbares Museum<\/em> ist ein von <strong>Oto Hudec<\/strong> initiiertes Projekt, realisiert in Zusammenarbeit mit <strong>Pavla \u010eurinov\u00e1, Marcela Hadov\u00e1, Oto Hudec, Daniela Kraj\u010dov\u00e1, Em\u00edlia Rigov\u00e1<\/strong>.<br><br>Mit der Unterst\u00fctzung von <strong>Judit Angel, Petra Bal\u00edkov\u00e1, Eli\u0161ka Mazalanov\u00e1<\/strong>.<\/p>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"block-column block-column__width-large--7 block-column__width-mobile--12\">\n\t\n<div class=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\">\n\n\t\n\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Em\u00edlia Rigov\u00e1:<\/strong> Aufgrund der Vielzahl an Umst\u00e4nden, die zur Entstehung der Identit\u00e4t der Roma beitrugen, ist es \u00e4u\u00dferst schwierig, eine einheitliche kulturelle Identit\u00e4t der Roma zu beschreiben oder zu einer Ann\u00e4herung zu verhelfen. Jeder Rom und jede Romni hat zwei Identit\u00e4ten: eine, die sich auf die Staatsb\u00fcrgerschaft und eine zweite, die sich auf die Volkszugeh\u00f6rigkeit bezieht. Doch es ist schwierig festzulegen, wo die eine endet und die andere beginnt. Aus diesem Grund sehe ich die Bezeichnung \u201eRoma-Kunst\u201c kritisch. Sie nimmt dem K\u00fcnstler\/der K\u00fcnstlerin seine bzw. ihre nationale Identit\u00e4t (z. B. als slowakischer Staatsb\u00fcrger\/slowakische Staatsb\u00fcrgerin), obwohl er oder sie sich als Staatsb\u00fcrger oder Staatsb\u00fcrgerin der Slowakei oder eines anderen Landes sieht. Ein Aspekt, f\u00fcr den wir uns interessierten, als wir eine monothematische Ausgabe der Zeitschrift <em><a href=\"http:\/\/www.divebuki.sk\/sk\/casopis-enter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Enter<\/a><\/em> auflegten, war, wie die politische oder soziale Dimension eines K\u00fcnstlers\/einer K\u00fcnstlerin zur Einstufung seines bzw. ihres Werks als \u201eRoma-Kunst\u201c f\u00fchren kann und worin die politische Motivation und die Folgen einer solchen Klassifikation bestehen.<br><br>Das Ziel, das die Roma-Intellektuellen mit ihrer Kritik verfolgen, ist es, den vorherrschenden stereotypen Einstellungen und der negativen Darstellung von Roma in den Medien ein Ende zu setzen. Derzeit findet ein sehr wichtiger gemeinsamer Diskurs dar\u00fcber statt, wer wir sind und was genau unsere kulturelle Identit\u00e4t ausmacht. Diese Frage kann man auch nicht in einem einfachen Satz beantworten. Wie soll ich meine Identit\u00e4t als Romni erkl\u00e4ren? In der aktuellen Phase versuchen wir Stereotype aufzubrechen. Diese Phase halte ich f\u00fcr extrem wichtig, denn sie k\u00f6nnte f\u00fcr beide Seiten eine heilende Wirkung entfalten. Und ich meine dabei nicht nur Stereotype, die den Roma durch die Mehrheitsbev\u00f6lkerung zugeschrieben werden, sondern auch die der Roma selbst. Weil es Assimilation gab, k\u00f6nnen wir nun den Prozess der Ausl\u00f6schung oder \u2013 drastischer formuliert \u2013 des Diebstahls unserer kulturellen Identit\u00e4t untersuchen.<br><br>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Roma, die zu Zeiten der Tschechoslowakei ebendort lebte, \u201eentschied\u201c sich gegen ihre eigene Muttersprache Romanes, weil sie den im Assimilationsprogramm f\u00fcr die \u201eallgemeine Arbeiterklasse\u201c gegebenen Versprechen Glauben schenkten. Die meisten von ihnen glaubten, dass sie ihrer Familie damit eine bessere Zukunft erm\u00f6glichen w\u00fcrden. Was steckt in dem kulturellen Konstrukt der Roma-Identit\u00e4t? Mit der Beantwortung dieser Frage verh\u00e4lt es sich wie mit einem zerbrochenen Spiegel: Man m\u00fcsste erst die einzelnen Glasscherben einsammeln und sie wieder zusammenf\u00fcgen versuchen, um das urspr\u00fcngliche Bild sehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\t<\/div>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Oto Hudec:<\/strong> Dieses Bild des zerbrochenen Spiegels finde ich interessant. Die Zersplitterung der Roma auf ihrem Weg von Indien nach Europa kann mit einem Spiegel verglichen werden, der in viele Teile zerbrochen ist, wobei jede der abwandernden Gruppen einen Teil f\u00fcr sich behielt. Man m\u00fcsste diese Teile nun wieder zu einem gro\u00dfen Ganzen zusammenf\u00fcgen. Wenn ich versuche, die Roma in ihren unterschiedlichen Gemeinschaften zu verstehen, habe ich manchmal das Gef\u00fchl, dass es diese Zersplitterung ist, die sie verbindet, und nicht Einheit. Immerhin ist es den Roma bis jetzt nicht gelungen, sich auf eine gemeinsame politische Vertretung zu einigen, durch die sich alle Gruppen repr\u00e4sentiert sehen. Die Zersplitterung zeigt sich auch in den Bereichen Geschichte und Kultur sowie in den Beziehungen zwischen den einzelnen Gruppen hier in der Slowakei. Ein typisches Beispiel sind die kulturellen Unterschiede zwischen den Vlach-Roma und den Romungro.<br><br>Die kulturelle wie auch die nationale Identit\u00e4t ist ein Konstrukt, das mich daran zweifeln l\u00e4sst, ob man die Glasscherben des Spiegels \u00fcberhaupt wieder zusammenf\u00fcgen kann. Und treffen die Begriffe \u201enationale Identit\u00e4t\u201c und \u201e(einheitliche) kulturelle Identit\u00e4t\u201c auf die Gemeinschaft der Roma \u00fcberhaupt zu? Wie siehst du die Funktion eines Museums als Institution der Geschichte und seine Bedeutung f\u00fcr einzelne Mitglieder der Roma? Kann ein Museum im Sinne des Konzepts der europ\u00e4ischen Kultur und ihres Kolonialgedankens den Bed\u00fcrfnissen der Roma \u00fcberhaupt dienlich sein?<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2-2.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Adam \u0160akov\u00fd\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tOto Hudec, Reflexionen \u00fcber ein Museum, 2017. Foto: \u00a9 Adam \u0160akov\u00fd<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Em\u00edlia Rigov\u00e1:<\/strong> Die institutionelle und diskursive Dimension der Politik hatte und hat einen starken Einfluss auf die Entstehung der Roma-Identit\u00e4t, und daher w\u00e4re ein Museum der Kultur der Roma \u00e4u\u00dferst erstrebenswert. Ich stelle mir dabei ein Museum der Kultur der Roma als Institution vor, die die kollektive Identit\u00e4t der Roma in Bildern pr\u00e4sentiert. Ihre Kultur hat einen gemeinsamen Ausgangspunkt, den wir in den Wurzeln von Romanes wiederfinden, das geografisch gesehen zu den indogermanischen Sprachen geh\u00f6rt. Die Metapher vom zerbrochenen Spiegel versinnbildlicht das Fundament unserer gemeinsamen Geschichte hervorragend, als ob wir unser eigenes urspr\u00fcngliches Bild suchen w\u00fcrden. Der spezifische soziokulturelle Status der Roma, die in ganz Europa verstreut sind (Vlach-Roma, Romungro, Sinti, Bergitka-Roma, Serbika usw.), ist eng verbunden mit der Nichtakzeptanz gewisser besonderer kultureller Unterschiede der Roma durch die Mehrheitsbev\u00f6lkerung und umgekehrt. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist die Darstellung spezifischer kultureller Unterschiede und ihrer m\u00f6glichen Auswirkung auf die europ\u00e4ische Kultur gleich wichtig.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t&#8220;Indem wir eine gemeinsame kulturelle Identit\u00e4t schaffen und pr\u00e4sentieren, geben wir den Roma ihren Stolz zur\u00fcck.&#8221;<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tEin gutes Beispiel ist der Tanz der Roma, der sich in manchen L\u00e4ndern Europas mit der Volkskultur der Mehrheitsgesellschaft vermischt hat (z. B. der spanische Flamenco). Ein weiterer Stolperstein auf dem Weg zu einer Kultur der Roma und ihrer Interpretation ist, dass die urspr\u00fcnglichen Traditionen nur m\u00fcndlich weitergegeben wurden. Ich glaube nicht, dass ein Museum der Kultur der Roma als eine Institution gesehen werden soll, die nur f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Roma errichtet wird. Indem wir eine gemeinsame kulturelle Identit\u00e4t schaffen und pr\u00e4sentieren, geben wir den Roma ihren Stolz zur\u00fcck. Ich denke, dass der Minderwertigkeitskomplex als Symbol dessen gesehen werden kann, was die Roma eint. Wenn wir von grundlegenden Identifikationselementen ausgehen, die eine kulturelle Identifikation im Sinne von \u201eWer bin ich?\u201c erlauben, k\u00f6nnen wir eine lange Liste von daraus entstehenden Problemen erkennen, mit denen sich Roma gegenw\u00e4rtig auseinandersetzen m\u00fcssen. Bei den Roma in Tschechien und in der Slowakei k\u00f6nnen wir feststellen, dass ihnen in den vergangenen zehn Jahren der Unterschied zwischen den Bezeichnungen \u201eRom\u201c und \u201eZigeuner\u201c immer bewusster wurde. Viele verstehen aber immer noch nicht, dass [das slowakische] \u201eCigan\u201c ein von der Mehrheitsgesellschaft abwertend verwendetes Wort ist. Dies f\u00fchrte zu vielen skurrilen Situationen, wenn sich Roma selbst mit dieser Bezeichnung identifizierten. Was bedeutet das? F\u00fcr mich bedeutet das, dass es f\u00fcr Roma extrem wichtig w\u00e4re, endlich ihre eigene Geschichte zu schreiben. Die Intellektuellen unter den Roma der heutigen Generation sind in allen k\u00fcnstlerischen Bereichen pr\u00e4sent: Literatur, Film, Theater. Hier hat sich im Vergleich zur Vergangenheit sehr viel getan.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Oto Hudec:<\/strong> Dass die heutige Generation der Intellektuellen unter den Roma in allen Bereichen der Kunst und Kultur \u2013 einschlie\u00dflich Kunsttheorie und Geschichte \u2013 aktiv ist, ist ein gutes Zeichen. Der Kreis der Intellektuellen unter den Roma hat sich im Laufe der vergangenen zehn Jahre enorm vergr\u00f6\u00dfert. Das verdanken sie keiner Hilfestellung von au\u00dfen, sondern ihren eigenen Anstrengungen und Aktivit\u00e4ten. Sogar in den vernachl\u00e4ssigten Gruppen dreht sich das Rad der Ver\u00e4nderung, wenn auch nur langsam. Kann man einen Unterschied in der Einstellung von Roma-Intellektuellen und in marginalisierten Gemeinschaften lebenden Roma hinsichtlich der Bezeichnungen \u201eRom\u201c und \u201eCigan\u201c erkennen? In diesen Gemeinschaften identifizieren sich Roma oft mit negativen Stereotypen, wenn sie sich Wei\u00dfen gegen\u00fcberstellen, zumindest scheint es von au\u00dfen betrachtet so. Wie k\u00f6nnen Roma-Intellektuelle Menschen dieser Gemeinschaften helfen, aus ihrer Isolation auszubrechen und ihnen ein Gef\u00fchl des Stolzes f\u00fcr ihr Kulturerbe vermitteln? W\u00fcrdest du sagen, dass es eine der Aufgaben erfolgreicher Roma w\u00e4re, zu ihren Gemeinschaften zur\u00fcckzukehren und Inspiration zu schenken oder sich als Aktivisten zu bet\u00e4tigen?<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/7.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Adam \u0160akov\u00fd\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tEm\u00edlia Rigov\u00e1, Konstante Metamorphose, 2016. Foto: \u00a9 Adam \u0160akov\u00fd<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Em\u00edlia Rigov\u00e1:<\/strong> Ehrlich gesagt halte ich es f\u00fcr wichtiger, die Einstellungen der Mehrheitsbev\u00f6lkerung gegen\u00fcber den Roma zu \u00e4ndern. So eine Ver\u00e4nderung muss tief greifen. Rein kosmetisch an der Oberfl\u00e4che zu kratzen bringt zum jetzigen Zeitpunkt nichts. Es gen\u00fcgt, sich das heute vorherrschende Image der Roma n\u00e4her anzusehen. Welchen Wert haben Roma in der Gesellschaft? Werden sie als gleichwertig angesehen? Mir f\u00e4llt keine andere ethnische Gruppe ein, die von der Gesellschaft so lange Zeit gehasst und derart marginalisiert wurde. Wenn wir eine echte Ver\u00e4nderung wollen, dann muss das gesamte System ge\u00e4ndert werden. Die wachsenden Spannungen in der Gesellschaft sind vor allem auf die zunehmende Armut und die schlechte wirtschaftliche Lage in der Mehrheitsbev\u00f6lkerung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Roma m\u00fcssen mit dieser schwierigen Lage jedoch schon seit hunderten von Jahren zurechtkommen. Daher muss das auch irgendwo seinen Niederschlag finden.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t&#8220;Mir f\u00e4llt keine andere ethnische Gruppe ein, die von der Gesellschaft so lange Zeit gehasst und derart marginalisiert wurde.&#8221;<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tWenn wir wollen, dass sie aus ihrer Isolation ausbrechen und sich ihres wertvollen Kulturerbes bewusst werden, m\u00fcssen sich mehrere Dinge \u00e4ndern. Wir m\u00fcssen zum Beispiel die Gelegenheit ergreifen und unsere eigene Geschichte erforschen, die Geschichte unserer Herkunft und dabei Menschen mit Vorbildwirkung hervorheben. Das ist keine Kleinigkeit. So haben etwa Roma zum slowakischen Nationalaufstand beigetragen \u2026 und das ist nur ein kleines Beispiel. F\u00fcr die Herausbildung einer positiven Roma-Identit\u00e4t ist f\u00fcr mich die Auseinandersetzung mit Roma-Pers\u00f6nlichkeiten und wichtigen historischen Ereignissen genauso wichtig wie eine \u00c4nderung der allgemeinen Einstellung der Mehrheitsbev\u00f6lkerung gegen\u00fcber den Roma. Ich finde auch die Besch\u00e4ftigung mit verschiedenen Studien \u00fcber traditionelle Ausdrucksweisen der Roma sinnvoll, insbesondere, wenn ich an bestimmte in Romanes verwendete Ausdr\u00fccke denke, die ich als Kind zu Hause aufschnappte. Erst jetzt verstehe ich, was sie bedeuten, und kann gewisse Verbindungen herstellen, die mir als Kind verborgen blieben.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tIch w\u00e4re aber auch interessiert zu erfahren, f\u00fcr wie wichtig du es h\u00e4ltst, dass sich die Kunst und Kultur der Roma emanzipieren. Wie erkl\u00e4rst du dir \u2013 als Nicht-Rom \u2013 dass die echte Emanzipation noch auf sich warten l\u00e4sst? Wenn ich mich \u00fcber solche Dinge mit anderen Menschen, die keine Roma sind, unterhalte, sind sie oft sehr erstaunt. Als wir <em>Enter<\/em> am <a href=\"http:\/\/www.likefestival.sk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LIKE-Festival<\/a> in Ko\u0161ice pr\u00e4sentierten, konnte niemand glauben, dass dies die erste Publikation von Roma-Kunst war, die nicht von einer Roma-Vereinigung oder im Rahmen eines ethnisch orientierten Forschungsprojekts ver\u00f6ffentlicht wurde, sondern von einem Verlag, der sich der Gegenwartskunst widmet. Allerdings habe ich ein Problem mit der Bezeichnung \u201eRoma-Kunst\u201c. Was f\u00fcr ein Bild sollte dabei in den K\u00f6pfen der Menschen entstehen? Ich f\u00fcrchte, dass es momentan noch notwendig ist, mit diesem Begriff zu arbeiten. Gleichzeitig glaube ich, dass wir ihn eines Tages nicht mehr brauchen werden \u2013 und Roma-K\u00fcnstlerInnen einfach Kunst machen werden. Ohne Etikettierung. Ich betrachte ihre Teilhabe an dieser Diskussion als K\u00fcnstlerin, die ihre Meinung zu Themen abgeben, die sie interessieren. Die sich zu allem und jedem \u00e4u\u00dfern, wann immer und wie immer sie m\u00f6chten. Wie siehst du \u2013 als Nicht-Rom \u2013 deinen Beitrag zu ihrer Emanzipation? Meiner Meinung nach wird es ohne gemeinsamen, aktiven Dialog nicht funktionieren.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/3-3.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Adam \u0160akov\u00fd\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tOto Hudec, Reflexionen \u00fcber ein Museum, 2017, Detailansicht. Foto: \u00a9 Adam \u0160akov\u00fd<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Oto Hudec:<\/strong> Ich w\u00fcrde es nicht wagen, ein Urteil \u00fcber irgendetwas abzugeben, das mir fern liegt. Ich denke, dass die Roma-Kultur seit geraumer Zeit auf Ebene der Volkskunst wahrgenommen wird. Viele talentierte K\u00fcnstlerInnen \u2013 Musiker, T\u00e4nzer, Maler, Geschichtenerz\u00e4hler, Schauspieler usw. \u2013 hatten keine klassische Bildung und die akademische Welt blieb ihnen komplett verschlossen, ebenso alle Kulturinstitutionen. Ihre Kultur lebte aber. Meiner Meinung nach ist die Welt der kulturellen Normen und Organisationen zum Gro\u00dfteil eine Welt der Eliten, die gew\u00f6hnliche Roma bis heute als die typische Welt der Nicht-Roma betrachten. Eine Intellektuellenschicht hat sich unter den Roma erst nach dem Krieg herausgebildet. Weil Roma oft aus einem sehr schwierigen sozialen Umfeld kamen, engagierten sich diese gebildeten Roma, die ihren Gemeinschaften Unterst\u00fctzung zukommen lassen wollten, vor allem im sozialen Bereich.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--biggest paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-quote__paragraph\">\n\t&#8220;Die Welt der kulturellen Normen und Organisationen ist zum Gro\u00dfteil eine Welt der Eliten, die gew\u00f6hnliche Roma bis heute als die typische Welt der Nicht-Roma betrachten.&#8221;<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\tDie Verschriftlichung von Romanes war vielleicht der erste Schritt hin zu Kultur und Emanzipation. Der n\u00e4chste Schritt war die Gr\u00fcndung einer Roma-Zeitung. Dass dieser Prozess so lange dauerte, l\u00e4sst sich auf die Rollen von Nicht-Roma sowie eine diskriminierende Politik zur\u00fcckf\u00fchren. Der Rassismus brachte es mit sich, dass sich manches zuvor nur untergr\u00fcndig Existierende und auch das Gef\u00fchl der Minderwertigkeit unter den Roma manifestierten, und aufgrund des gewaltigen Drucks eine andere Lebensweise anzunehmen, wurden die Roma jenseits ihrer eigenen Gemeinschaften als unzuverl\u00e4ssig wahrgenommen. Die Roma-Kultur selbst blieb eine Randerscheinung und wurde als minderwertig gegen\u00fcber der Mehrheitskultur angesehen.<br><br>Milena H\u00fcbschmannov\u00e1 verwendete zur Beschreibung der kulturellen Assimilation unter dem Sozialismus den Begriff Ethnozid: <em>\u201eWie ich bereits sagte, hatte ich \u2013 noch bevor ich Gewissheit haben konnte \u2013 das Gef\u00fchl, dass der Verlust der Sprache, die unsere m\u00fcndliche Ausdrucksweise im Alltag bestimmt, die Beibehaltung dieser menschlichen Werte und der Zusammenbruch der Gemeinschaft, die \u00fcber sie wachte und die Einhaltung von Respekt und ethischen Regeln sicherstellte, die Roma in ein kulturelles und ethisches Vakuum treiben w\u00fcrde und dieser Weg nirgendwo anders hin als ins Gef\u00e4ngnis f\u00fchren konnte. Die Abwendung von einem Wertekanon bedeutet nicht automatisch die Zuwendung zu einem anderen, wie es sich die sozialistischen Ideologen vorstellten. Mit der Zeit erkannten Ilona<\/em> [Elena Lackov\u00e1, Roma-Schriftstellerin, erg\u00e4nzt O.H.] <em>und ich, dass die Ignoranz der Nicht-Roma gegen\u00fcber der Roma-Kultur nicht eine Frage der individuellen Unwissenheit war, sondern dass sie das ideologische Ziel des Systems, des sozialistischen Programms, also der von \u00f6ffentlichen und geheimen Weisungen regulierte geplante Ethnozid war.\u201c<\/em>*<br><br>Meiner Ansicht nach fand dieser Ethnozid nicht nur w\u00e4hrend der sozialistischen \u00c4ra statt. Manchmal ist er versteckter, manchmal offener \u2013 aber da ist er immer. Die Ver\u00e4nderung im sozialen System fand auf der wirtschaftlichen Ebene statt. Selbst wenn man den versteckten Rassismus au\u00dfer Acht l\u00e4sst, befinden sich die in einem Umfeld von Armut und Vernachl\u00e4ssigung Aufgewachsenen hinsichtlich ihrer Chancen auf finanzielle Sicherheit und einen Platz in der Gesellschaft nicht in derselben Ausgangsposition wie die Mehrheit. \u201eGleiche Chancen f\u00fcr alle\u201c ist nur ein illusorisches Mantra der oberen und mittleren Gesellschaftsschichten. Aus Armut und Vernachl\u00e4ssigung auszubrechen erfordert vom Einzelnen unglaubliche Anstrengung. Es ist wohl kein Zufall, dass viele gebildete Roma aus Familien stammen, die in einem urbanen Umfeld inmitten der Mehrheitsbev\u00f6lkerung leben. Zumeist sind es die zweite oder dritte Generation integrierter Roma-Familien, die sich erstmals mit ihrer eigenen kulturellen Identit\u00e4t und Emanzipation befassen. Du erw\u00e4hntest, dass ein Dialog zwischen der Mehrheitsbev\u00f6lkerung und den Roma n\u00f6tig w\u00e4re. Mir gef\u00e4llt der Begriff \u201eDialog\u201c, denn er bedeutet, dass zwei Seiten miteinander kommunizieren, einander zuh\u00f6ren und respektieren \u2013 ohne Hierarchie. Wie stellst du dir einen Dialog \u00fcber Kultur und Kunst vor? Welche Art von Dialog kann den Roma zu ihrer kulturellen Emanzipation verhelfen?<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Em\u00edlia Rigov\u00e1:<\/strong> Diese Frage ist wirklich schwer zu beantworten. Ich stelle mir diesen Dialog als gemeinsamen Akt zweier Aktivisten vor. Synergetisch.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Oto Hudec:<\/strong> Die Frage betrifft die Pr\u00e4sentation von Arbeiten zeitgen\u00f6ssischer Roma-K\u00fcnstlerInnen in Institutionen, die sich ausschlie\u00dflich mit der Kultur der Roma auseinandersetzen. Ich wei\u00df, dass du dich dar\u00fcber mit anderen K\u00fcnstlerInnen in <em>Enter<\/em> ausgetauscht hast. Mich interessiert aber deine pers\u00f6nliche Meinung. Ich verstehe es absolut, dass Roma-K\u00fcnstlerInnen sich dagegen verwehren, den \u201eRoma-Stempel\u201c aufgedr\u00fcckt zu bekommen, der ihnen nur zu einer Unterkategorie von Kunst verhilft, obwohl sie sich oft mit viel umfassenderen Themen besch\u00e4ftigen, nicht nur als Roma, sondern als B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen ihres Landes. Andererseits huldigen Institutionen, die Roma-Kunst ausstellen, aber auf zeitgen\u00f6ssische Kunst verzichten, der Vergangenheit.<br><br>Wie kann man sich mit dem Bild von Heute aus kritischer Distanz auseinandersetzen, ohne zeitgen\u00f6ssische Kunst zu ber\u00fccksichtigen? Wie kann man \u00fcber die Probleme und Schwierigkeiten, denen junge Roma ausgesetzt sind, sprechen? Wie kann dies geschehen, ohne zu einer Kulturinstitution beizutragen, aus der zeitgen\u00f6ssische Kunst (aller Kunstformen) ausgeschlossen wird und die nur auf dem Stereotyp der Roma als soziale Au\u00dfenseiter und schlecht bezahlte Arbeitnehmer aufbaut?<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper wrapper--overflow wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12 wrapper__offset-large--0\">\n\t\t\t\t\n<figure class=\"block-image-caption\">\n\t<div class=\"image-wrap block-image-caption__image-wrap\" data-align=\"center center\">\n\n\t\t\t<img\n\t\t\tsrc=\"http:\/\/tippingpoint.net\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/4.jpg\"\n\t\t\tclass=\"image  block-image-caption__image\"\n\t\t\talt=\"\u00a9 Adam \u0160akov\u00fd\"\n\t\t\/>\n\t\n\t<\/div>\t<figcaption>\n\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--primary paragraph__size--small paragraph__align--center paragraph__font--secondary paragraph__font-weight--normal block-image-caption__paragraph\">\n\tNadikhuno muzeumos \/ Unsichtbares museum, tranzit.sk, Ausstellungsansicht; rechts: Marcela Hadov\u00e1, Ohne Titel, 2017\/2017; links: Paula \u010eurinov\u00e1, Baro Mariben, 2014. Foto: \u00a9 Adam \u0160akov\u00fd<\/p>\t<\/figcaption>\n<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<strong>Em\u00edlia Rigov\u00e1:<\/strong> Das stereotype Bild wird nicht von einer Kulturinstitution geschaffen, sondern von irgendwelchen einzelnen Autorit\u00e4ten, die den Inhalt der Institution interpretieren. Dies geschieht auf allen Ebenen; die KuratorInnen und die K\u00fcnstlerInnen selbst tragen dazu gleicherma\u00dfen bei. Selbst im Falle von Kulturinstitutionen, die soziologische, anthropologische und ethnische Studien vereinen, kann es statt zu einer Interpretation zu einer Fehlinterpretation kommen. Das kommt bei K\u00fcnstlerInnen vor, zeitgen\u00f6ssischen bildenden K\u00fcnstlerInnen, die mit ihren eigenen Blickwinkeln und Arbeiten in diesen Dialog gehen. Etwas drastisch ausgedr\u00fcckt: Es verh\u00e4lt sich wie mit einer Landmine.<br><br>Zu Beginn des Sommers fand im Volkskundemuseum Wien die Ausstellung <em><a href=\"https:\/\/www.volkskundemuseum.at\/event\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Millionaires of Time<\/a><\/em> statt, ein fotografisches Essay der K\u00fcnstlerinnen <a href=\"https:\/\/anjaschaefer.com\/millionaires-of-time\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anja Sch\u00e4fer<\/a> und Elisabeth Putz. Zu der Ausstellung gab es das unabh\u00e4ngige Ausstellungs-Add-on <em><a href=\"https:\/\/www.volkskundemuseum.at\/gluecksmuster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gl\u00fccksmuster<\/a><\/em> des K\u00fcnstlers <a href=\"http:\/\/robertgabris.com\/gl%C3%BCcksmuster.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Robert Gabris<\/a>, kuratiert von Amelie Brandstetter. Obwohl die beiden Ausstellungen klar voneinander getrennt waren und alles deutlich gekennzeichnet war, wurde Robert in einigen der Reviews als K\u00fcnstler komplett ignoriert bzw. als Teil des <em>Millionaires of Time<\/em>-Projekts angef\u00fchrt. Nicht als Autor oder K\u00fcnstler, sondern im Sinne eines beispielhaften Lokalkolorits f\u00fcr Lun\u00edk IX und seine Bewohner und Bewohnerinnen. Diese Art von Fehlinterpretation und Unterdr\u00fcckung von K\u00fcnstlerInnen und ihrer Arbeit stellt das gr\u00f6\u00dfte Problem f\u00fcr Roma-K\u00fcnstlerInnen dar. Und selbst wenn sie ein Bild erschaffen oder \u00fcber die Probleme der Roma in einen Dialog treten, werden sie nur Teil eines vordefinierten Kontexts und der Ansichten einer anderen Autorit\u00e4t oder eines Mittlers.<br><br>Ich m\u00f6chte noch einmal zum Museum der Kultur der Roma zur\u00fcckkehren. Mir ist erst heute aufgefallen, dass das englische Akronym MRC f\u00fcr zwei Dinge stehen kann, was zwar bedeutungslos, aber doch interessant ist: \u201eMarginalized Roma Community\u201c und \u201eMuseum of Roma Culture\u201c. Das eine Akronym kann der Stigmatisierung von Ghettos wie Lun\u00edk IX und Brnox (Br\u00fcnner Bronx) nicht entkommen, das andere nicht der institutionellen Interpretation von Roma-Kultur. Du fragst, wie man die Probleme und Schwierigkeiten der jungen Roma ohne zeitgen\u00f6ssische Kunst portraitieren kann. Mir schien es auch wie eine vordefinierte Strategie oder Aufzeichnung des Lebens der heutigen Generation. Dieses Interview ist f\u00fcr mich auf mehreren Ebenen schwierig. Ich w\u00fcrde gerne betonen, dass ich meine Positionen und Meinungen zu den von uns diskutierten Themen vorwiegend bildnerisch zum Ausdruck bringe. Ich arbeite dabei mit Motiven, die auf Roma und ihre Interpretation Bezug nehmen. Ich will damit nicht nur provozieren, aber das geh\u00f6rt schon dazu. Ich sehe mich nicht in der Rolle einer Roma-Anf\u00fchrerin oder einer Aktivistin, die alle Probleme versteht und die L\u00f6sungen kennt.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t* Milena H\u00fcbschmannov\u00e1, In: Lackov\u00e1, Elena: Narodila jsem se pod \u0161\u0165astnou hv\u011bzdou. Prag: Tri\u00e1da, 2010.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div\n\tclass=\"wrapper  wrapper__bg-color--transparent  wrapper__spacing-bottom-large--10\" \n\t>\n\n\t\n\t\t\t<div class=\"wrapper__container wrapper__container-width-large--default wrapper__gutter-large--default\">\n\t\t\t<div class=\"wrapper__inner wrapper__width-large--12\">\n\t\t\t\t<p class=\"paragraph paragraph__color--secondary paragraph__size--medium paragraph__align--left paragraph__font--primary paragraph__font-weight--normal block-paragraph__paragraph\">\n\t<em>Der Dialog wurde auf Slowakisch abgehalten und aufgezeichnet.<br>Erstmals publiziert am 11. Dezember 2017 auf <a href=\"http:\/\/multikulti.sk\/svk\/rozhovory\/neviditelne-muzeum-oto-hudec-a-emilia-rigova-v-dialogu.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Multikulti.sk<\/a>.<br>Aus dem Englischen von Margit Hengsberger und <a href=\"http:\/\/www.wordpool.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Barbara Maya<\/a>.<br><\/em><br><br><em>Dieser Text ist urheberrechtlich gesch\u00fctzt: \u00a9 Oto Hudec und Em\u00edlia Rigov\u00e1. Bei Interesse an Wiederver\u00f6ffentlichung bitten wir um Kontaktaufnahme mit der <a href=\"http:\/\/magazine.erstestiftung.org\/de\/erste-stiftung\/impressum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Redaktion<\/a>.<\/em><br><em> Urheberrechtliche Angaben zu Bildern, Grafiken und Videos sind direkt bei den Abbildungen vermerkt. Titelbild: \u00a9 Mit freundlicher Genehmigung von Oto Hudec und der Gandy Galerie. Bild im Infokasten: Oto Hudec, Reflexionen \u00fcber ein Museum, 2017, Detailansicht. Foto: \u00a9 Adam \u0160akov\u00fd.<\/em><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beiden K\u00fcnstler Oto Hudec und Em\u00edlia Rigov\u00e1 im Dialog \u00fcber Roma-Geschichte, Identit\u00e4t, kulturelle Produktion und etablierte Stereotypen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":825,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[433,436,434,268],"tags":[261,272,250,264,335,266,496,267],"formats":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3421"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3421"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5674,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3421\/revisions\/5674"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3421"},{"taxonomy":"format","embeddable":true,"href":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/formats?post=3421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}