{"id":3393,"date":"2017-10-10T00:00:00","date_gmt":"2017-10-10T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erste-foundation.byinfinum.co\/eine-zukunft-fuer-europa\/"},"modified":"2021-07-01T06:57:28","modified_gmt":"2021-07-01T06:57:28","slug":"eine-zukunft-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tippingpoint.net\/de\/eine-zukunft-fuer-europa\/","title":{"rendered":"Eine Zukunft f\u00fcr Europa?"},"content":{"rendered":"
\n\tWir leben in Zeiten individueller, politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheit. Europa sieht sich einer noch nie dagewesenen Krise gegen\u00fcber, internen Selbstzweifeln \u00fcber das Projekt als solches, die sich in zunehmendem Nationalismus und Populismus \u00e4u\u00dfern; hinzu kommen die au\u00dfenpolitischen Herausforderungen der Fl\u00fcchtlingswelle und der Krise im Nahen Osten und in Russland.<\/strong> \n\t\u201eWo aber Gefahr ist, w\u00e4chst das Rettende auch.\u201c<\/p> \n\t\u2014 (Hoelderlin)<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n \n\tGrundsatzrede von Ivan Vejvoda vom 9. October 2017 am Institut f\u00fcr die Wissenschaften vom Menschen<\/a> (IWM):<\/small><\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n
Brexit und Trump sowie der demokratische R\u00fcckschritt in Polen und Ungarn haben unter anderem Zweifel in allen Bereichen des sozialen und politischen Lebens hinsichtlich der Zukunft der liberalen demokratischen Ordnung aufkommen lassen.
Der Verlust des Vertrauens in Institutionen, die Erosion etablierter Parteien und der Aufstieg sozialer Bewegungen haben dazu gef\u00fchrt, dass die Prinzipien unserer Politik und Demokratie infrage gestellt werden. Das \u201edemokratische Defizit\u201c und die Erosion der demokratischen Legitimit\u00e4t in Europa waren fr\u00fche Hinweise f\u00fcr den Verlust an Selbstvertrauen der B\u00fcrgerInnen in ihre F\u00e4higkeit, das Leben in ihren L\u00e4ndern und Gemeinschaften im Zuge der fortschreitenden Globalisierung zu beeinflussen.
Europa hat nicht erst einmal schwierige und dunkle Zeiten durchlebt. Das europ\u00e4ische Konstrukt bleibt trotz aller Herausforderungen ein historischer Erfolg und bedarf einer gr\u00fcndlichen \u00dcberpr\u00fcfung. Europa wird aus dieser Krise ver\u00e4ndert und hoffentlich gest\u00e4rkt hervorgehen. Wie und wann das der Fall sein wird, h\u00e4ngt jedoch von staatsm\u00e4nnischen F\u00e4higkeiten und Initiativen der B\u00fcrgerInnen ab \u2013 vom Engagement, die demokratischen Werte und Institutionen hochzuhalten, auf denen unsere Freiheit beruht.<\/p>\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n